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Islamische Republik IAEA bestätigt: Iran hat Obergrenze bei Uranvorräten überschritten

Der Iran reagiert auf die US-Sanktionspolitik. Nun bestätigt die IAEA, dass das Land seine Uranvorräte aufgestockt und so den Atomdeal gebrochen hat.
Update: 01.07.2019 - 16:24 Uhr 1 Kommentar
Iran soll wohl Obergrenze seiner Uranvorräte überschritten haben Quelle: dpa
Hassan Ruhani

Das Atomabkommen von 2015 soll dazu dienen, Teheran am Bau einer Atombombe zu hindern.

(Foto: dpa)

Teheran Der Iran hat nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) erstmals die Obergrenze seiner niedrig angereicherten Uranvorräte überschritten. Das teilte die IAEA am Montag in Wien mit. IAEA-Chef Yukiya Amano habe den Gouverneursrat der UN-Behörde entsprechend informiert. Nach dem Wiener Atomabkommen liegt die vorgeschriebene Obergrenze bei 300 Kilogramm.

Am vergangenen Mittwoch hatte die IAEA erklärt, die Menge angereicherten Urans liege knapp unter der Grenze des Vertrags. Die IAEA kündigte an, sie werde jetzt die Menge noch einmal überprüfen.

Hintergrund des Vorgehens des Irans ist, dass US-Präsident Donald Trump vor einem Jahr das Abkommen einseitig aufgekündigt und neue Wirtschaftssanktionen verhängt hat, die dem Iran stark zusetzen. Die übrigen fünf Unterzeichner Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China stehen weiter zum Vertrag.

Der Iran hatte aber den europäischen Unterzeichnern Anfang Mai eine 60-Tages-Frist gesetzt, innerhalb der sie Möglichkeiten finden sollten, wie die iranische Öl- und Bankenbranche vor den US-Sanktionen geschützt werden kann.

Das iranische Außenministerium erklärte, die Schritte des Irans könnten auch wieder rückgängig gemacht werden. Die Europäer müssten aber ihre Bemühungen beschleunigen, um die Effekte der US-Sanktionen abzufedern.

Die schwache Anreicherung ist ein erster Schritt auf dem Weg zu hochangereichertem Uran, das zum Bau von Atomwaffen benötigt wird.

Das Atomabkommen von 2015 soll dazu dienen, Teheran am Bau einer Atombombe zu hindern. Neben der Obergrenze bei den erlaubten Vorräten muss der Iran auch die Auflage beachten, dass er sein Uran nicht höher als 3,67 Prozent anreichern darf. Diese zweite Auflage will Teheran nach bisherigen Angaben am 7. Juli verletzen.

Mehr: Der gestoppte Militärschlag der USA auf den Iran zeigt, wie explosiv die Lage ist. Eine Eskalation würde den Absturz der iranischen Wirtschaft massiv beschleunigen.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Islamische Republik: IAEA bestätigt: Iran hat Obergrenze bei Uranvorräten überschritten "

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  • Wenn Iran die Bestaende nicht gemeldet haette, wuessten wir garnicht davon. Wer aber den
    Deal gebrochen hat, sind die Amerikaner und zwar absolut grundlos.

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