Islamischer Staat Kurden vertreiben IS wieder aus Kobane

Vor zwei Tagen hatten IS-Kämpfer mindestens 20 Kurden in der Nähe Kobanes hingerichtet. Nun ist die syrische Grenzstadt wieder unter der Kontrolle kurdischer Milizen. Nach eigener Aussage haben sie die IS vertrieben.
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Kurdische Frauen stehen an der Grenze zur Türkei in der Nähe Kobanes. Quelle: AFP
Abzug des IS

Kurdische Frauen stehen an der Grenze zur Türkei in der Nähe Kobanes.

(Foto: AFP)

BeirutDie kurdischen Milizen haben laut Aktivisten die Dschihadisten-Gruppe Islamischer Staat (IS) wieder aus der syrischen Grenzstadt Kobane vertrieben. Zwei Tage nach Beginn einer IS-Offensive auf die Stadt an der Grenze zur Türkei hätten die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) wieder die Kontrolle über die IS-Stellungen errungen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit.

Der kurdische Aktivist Rudi Mohammed Amin sagte, die gesamte Stadt sei wieder unter Kontrolle der YPG. Zahlreiche IS-Kämpfer seien getötet oder verletzt worden.

Das sind die gefährlichsten Länder der Welt
Libyen
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Das Land ist vom Krieg zerrissen. Seit dem Sturz von Diktator Muhammad Gaddafi gilt Libyen als sogenannter „failed state“. Eine funktionierende Regierung gibt es nicht, Investoren machen um das Land einen großen Bogen. Mittlerweile ist das Land auch ins Visier der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ gerückt. Kein Wunder also, dass Libyen laut der aktuellen Karte des Gesundheitsrisikos von „International SOS“ auch hinsichtlich der medizinischen Versorgung eines der gefährlichsten Länder der Welt ist.

Sierra Leone
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In kaum einem anderen afrikanischen Land wütete hat das Ebola-Virus so brutal, wie im westafrikanischen Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt. Die fehlende medizinische Versorgung und das zu späte Einschreiten der internationalen Staatengemeinschaft haben erst möglich gemacht, dass das Virus derart tödliche Ausmaße annahm. Die Ebola-Epidemie konnte mittlerweile eingedämmt werden. Dennoch ist Sierra Leone nach wie vor kein risikoloses Reiseziel.

Liberia
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Wie Sierra Leone leidet auch Liberia unter der Ebola-Epidemie. Auch hier wurde zu spät reagiert. Zur fehlenden medizinischen Versorgung kommen noch katastrophale hygienische Zustände und die fehlende Sensibilisierung der Bevölkerung hinzu. Viele Liberianer blieben in Kontakt mit erkrankten Angehörigen und weigerten sich, auf Beerdigungszeremonien zu verzichten, weshalb sich das Virus immer weiter verbreiten konnte.

Simbabwe
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Während Simbabwes Diktator Robert Mugabe in Saus und Braus lebt, lässt er seine Bevölkerung in bitterer Armut darben. Eine absurd hohe Inflation, eine hohe Sterblichkeitsrate und fehlende öffentliche Investitionen – das alles interessiert den greisen Diktator wenig. Zwar leidet Simbabwe nicht unter dem Ebola-Virus, angesichts der Armut des Landes ist es als Reiseziel allerdings nicht empfehlenswert.

Syrien
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Der Bürgerkrieg in Syrien hat bisher Tausende Menschenleben gekostet. Frieden ist nicht in Sicht. Besonders problematisch ist, dass die ungeordneten Verhältnisse in Syrien eine Brutstätte für Terrorismus sind. Für Reisende ist das Land daher besonders gefährlich. Auch die desolate Gesundheitsversorgung macht Syrien zu keinem sicheren Reiseziel.

Irak
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Irakische Fußballfans in den Straßen der Hauptstadt Bagdad: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sorgt in dem krisengeschüttelten Land für bürgerkriegsähnliche Zustände. Wilde Flüchtlingslager, eine schlechte medizinische Infrastruktur und die erhöhte Unsicherheit durch Anschläge und Bombendrohungen machen die Lebensumstände im Irak besonders prekär. Das ist keine Reise wert.

Gaza
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Zerstörungen in Gaza: Palästina ist nicht sicher. Insbesondere der Gazastreifen gilt als Pulverfass. Hier kommt es immer wieder zu Scharmützeln zwischen der radikal-islamischen Hamas und der israelischen Armee. Außerdem sorgen die durch das jüngste Bombardement zerstörten Gebäude für Gefahr. Aufgrund zerstörter Leitungen, Schwelbränden und offener Kanalisationen empfiehlt sich das eingemauerte Gaza derzeit umso mehr nicht für Reisende aus dem Ausland.

Die Dschihadisten waren im Januar nach viermonatigen Kämpfen zum Rückzug aus Kobane gezwungen worden, hatten am Donnerstag aber mit drei Selbstmordanschlägen überraschend eine neue Offensive gestartet. Laut der Beobachtungsstelle, die sich auf ein Netz von Informanten vor Ort stützt und deren Angaben nur schwer zu überprüfen sind, töteten die IS-Kämpfer bei ihrem Angriff mehr als 120 Zivilisten.

Laut Aktivisten wollten die Dschihadisten die Stadt nicht erobern, sondern möglichst viele Zivilisten töten. Beobachter sprachen von einem „Ablenkungsmanöver“, nachdem die IS-Miliz an anderer Front unter Druck geraten war.

  • afp
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