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Israel Botschafter wegen Gestapo-Vergleich zurückgerufen

Die Philippinen haben ihren Botschafter in Israel zurückgerufen, nachdem der Diplomat die Einwandererpolizei des Landes mit der Gestapo verglichen hatte, der Geheimen Staatspolizei des NS-Regimes.

HB JERUSALEM/MANILA. Ein Sprecher des philippinischen Außenministeriums sagte am Dienstag, Botschafter Antonio Modena werde aber in einigen Wochen auf seinen Posten zurückkehren. Modena hatte nach Informationen israelischer Zeitungen gesagt: "So, wie die Gestapo die Juden behandelt hat, ... so behandelt uns die Einwandererpolizei."

Der Diplomat bezog sich auf die angebliche Misshandlung von illegalen ausländischen Arbeitskräften, darunter auch Philippiner, die bei Razzien festgenommen worden waren. Nach massiver Kritik an der Äußerung in Israel entschuldigte sich Botschafter Modena, was die Regierung in Jerusalem akzeptiert. In Israel arbeiten rund 30 000 Philippiner - viele als Dienstboten oder Pflegepersonal. Viele von ihnen habe keine Arbeitsgenehmigung.

In der Heimat bekam Modena allerdings Rückendeckung vom Verband Migrante, der die Interessen philippinischer Arbeiter im Ausland vertritt: Migrante erklärte, statt Modena hätte sich eigentlich die israelische Regierung entschuldigen müssen. So würden philippinische Arbeiter auf Flügen nach Tel Aviv im Flugzeug von den anderen Reisenden getrennt. Ihnen würden Mobiltelefone abgenommen und sie seien das Ziel nächtlicher Razzien.

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