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Israel Ex-Minister wirft Regierung Korruption vor

Wegen Streitigkeiten wurde der frühere israelische Finanzminister Jair Lapid aus dem Kabinett geworfen. Nun erhebt er schwere Vorwürfe gegen die Regierung: Sie soll im großen Stil Stimmen gekauft haben.
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Israels Ex-Finanzminister Jair Lapid wurde von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aus dem Kabinett geworfen. Quelle: AFP

Israels Ex-Finanzminister Jair Lapid wurde von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aus dem Kabinett geworfen.

(Foto: AFP)

Jerusalem Der frühere israelische Finanzminister Jair Lapid hat der Regierung Korruption vorgeworfen. Diese habe mit Blick auf die Wahl am 17. März in den vergangenen Wochen 300 Millionen Schekel (rund 63 Millionen Euro) für jüdische Siedler im Westjordanland ausgegeben, sagte er am Donnerstag auf einer Veranstaltung seiner Partei Jesch Atid. Damit sollten die Stimmen von Siedlern gekauft werden.

Lapid sagte, er habe die Ausschüttung der Gelder gestoppt, aber sie seien überwiesen worden, nachdem er wegen Streitigkeiten von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu aus dem Kabinett geworfen worden sei.

Sowohl die Palästinenser, die das Westjordanland als Teil ihres künftigen Staates beanspruchen, als auch der Großteil der internationalen Gemeinschaft lehnen den Siedlungsbau dort ab.

Am Dienstag war eine Resolution im UN-Sicherheitsrat gescheitert, die Israel zum Rückzug aus den besetzten Palästinensergebieten bis Ende 2017 aufforderte. Daraufhin kündigte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas an, dem Internationalen Strafgerichtshof beizutreten. Israel kritisierte dies scharf.

  • ap
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