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Israelischer Regierungschef Deutsche U-Boote „sehr wichtig“ für Israel

Mit Wissen der Bundesregierung soll Israel U-Boote aus deutscher Produktion mit Atomwaffen ausgestattet haben. Der israelische Regierungschef sieht die U-Boote als entscheidende "Werkzeuge" zur Selbstverteidigung.
05.06.2012 Update: 05.06.2012 - 04:10 Uhr
Deutschland nutzt U-Boote der Klasse 212 A auch selbst. Quelle: dapd

Deutschland nutzt U-Boote der Klasse 212 A auch selbst.

(Foto: dapd)

Berlin Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die deutschen U-Boote als "sehr wichtig" für die Sicherheit seines Landes bezeichnet.

Deutschland habe sein "Bekenntnis" zur Sicherheit Israels gerade durch den Verkauf eines weiteren U-Boots vom Typ "Dolphin" zum Ausdruck gebracht, sagte Netanjahu der "Bild"-Zeitung. "Das ist eine sehr wichtige Ergänzung unserer nationalen Sicherheit."

Darüber hinaus brauche sein Land keine weitere Unterstützung, sagte Netanjahu. "Es ist eine große Errungenschaft des jüdischen Staates, dass wir uns gegen jede Bedrohung selber verteidigen können." Solange Israel die nötigen "Werkzeuge" erhalte, schaffe es, sich selbst zu verteidigen.

Die seit langem bekannte Lieferung deutscher U-Boote der „Dolphin“-Klasse hatte in den vergangenen Tagen für Aufregung gesorgt, nachdem der „Spiegel“ über neue Belege dafür berichtet hatte, dass die israelische Marine die Boote nach Erhalt mit Atomwaffen bestücke. Die Opposition forderte Aufklärung und warf der Bundesregierung vor, an den Waffenlieferungen festzuhalten, obwohl die israelische Regierung wenig kompromissbereit in der Palästinenserfrage sei.

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    "Das Existenzrecht Israels ist für uns Staatsräson"

    Nach Ansicht des außenpolitischen Sprechers der Unionsfraktion im Bundestag, Philipp Mißfelder, stellt eine mögliche atomare Bewaffnung die Lieferung der U-Boote nicht infrage. „Die endgültige Entscheidung, wie die U-Boote ausgestattet werden, trifft nicht die Bundesregierung, sondern allein die israelische Regierung. Das haben wir zu respektieren“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“.

    Die drei aus Deutschland bereits gelieferten U-Boote werden nach Recherchen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ in Israel mit nuklear bestückten Marschflugkörpern ausgerüstet. Drei weitere von den Howaldtswerken-Deutsche Werft in Kiel gebaute Schiffe sollen bis 2017 übergeben werden.

    Israel gilt als einzige Atommacht im Nahen Osten. Israel hat allerdings offiziell nie bestätigt oder dementiert, Atommacht zu sein. Laut dem jüngsten Jahresbericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt es über 80 nukleare Sprengköpfe.

    • afp
    • rtr
    • dpa
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