Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Israels Ministerpräsident unter Druck Bush zum Feind Gottes erklärt

Nach dem Veto der USA im UN-Sicherheitsrat, welches eine Resolution gegen Israel verhindert hat, gerät der US-Präsident verstärkt ins Visier radikaler Palestinenser. Der neue Hamas-Chef im Gazastreifen, Abdel Asis Rantisi, hat George Bush bereits zum Feind Gottes erklärt. Unterdessen kommt Israels Ministerpräsident Scharon innenpolitisch zunehmend unter Druck.

HB GAZA/JERUSALEM. In einer Rede vor Tausenden Anhängern zum Gedenken an den vor einer Woche von Israel getöteten Hamas-Gründer Scheich Ahmed Jassin kündigte Rantisi weitere Anschläge an. Am Wochenende wurden bei neuer Gewalt zwei Palästinenser getötet, darunter ein sieben Jahre alter Junge.

„Amerika und Präsident George Bush sind Feinde des Islams und Palästinas. Sie haben Gott den Krieg erklärt, so wie es der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon getan hat“, sagte Rantisi in der Ansprache vor der Islamischen Universität in Gaza-Stadt. Unklar blieb, ob seine Worte einen Kurswechsel einleiten sollten. Die neue Hamas-Führung hatte erklärt, mit neuen Anschlägen ausschließlich israelische Ziele angreifen zu wollen.

Die USA hatten am Donnerstag im UN-Sicherheitsrat mit ihrem Veto eine Verurteilung des israelischen Luftangriffs auf Jassin verhindert. Dies war auf heftige Kritik von Seiten der Palästinenser und muslimischer Staaten gestoßen. In dem Resolutionsentwurf wurde die Tötung Jassins durch Israel verurteilt und ein Ende der Liquidierungen gefordert. Washingtons UN-Botschafter John Negroponte verwarf den Entwurf als „einseitig“, weil er Hamas nicht als Terrororganisation benenne.

Israelische Soldaten haben am Sonntag bei Hebron im Westjordanland einen Palästinenser auf dem Dach seines Hauses erschossen. Ein Armeesprecher sagte, der Mann sei gesucht worden, weil er einen Selbstmordanschlag geplant habe. Soldaten hätten sein Haus umstellt und nach 20 Minuten Wartezeit das Feuer auf eine verdächtige Person auf dem Gebäude eröffnet. In Nablus war am Samstag eine Palästinenserjunge von einem Querschläger getötet worden.

Brexit 2019
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen