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IT-Sicherheit US-Regierungsbehörden wehren Cyberangriff ab

In den USA wurde der Cyberangriff, hinter dem Russland stecken soll, offenbar erfolgreich abgewehrt. Beobachter rechnen nicht mit Konsequenzen für das Treffen von Biden mit Putin.
29.05.2021 - 10:32 Uhr Kommentieren
Der Angriff ist auf etwa 3000 E-Mail-Konten bei mehr als 150 Organisationen in mindestens 24 Ländern verübt worden Quelle: dpa
Cyberkriminalität

Der Angriff ist auf etwa 3000 E-Mail-Konten bei mehr als 150 Organisationen in mindestens 24 Ländern verübt worden

(Foto: dpa)

Washington US-Regierungsbehörden haben nach Einschätzung des Weißen Hauses einen Cyberangriff erfolgreich abgewehrt. Der Phishing-Angriff auf Regierungseinrichtungen und Denkfabriken sei nicht weitreichend gewesen, hieß es aus Regierungskreisen. Der Softwarekonzern Microsoft, der den Angriff am Donnerstagabend publik machte, erklärte, die meisten E-Mails seien abgefangen und als unerwünschte Werbung gekennzeichnet worden.

Es gebe keine Hinweise, dass eine signifikante Zahl von Organisationen beeinträchtigt worden seien, erklärte der Konzern am Freitagnachmittag. Zuvor berichtete Microsoft-Vizepräsident Tom Burt in einem Blog-Eintrag, die hinter dem Solarwinds-Hackerangriff steckenden Cyberspione hätten ein E-Mail-Konto der US-Entwicklungshilfebehörde USAID genutzt.

Der Angriff sei auf etwa 3000 E-Mail-Konten bei mehr als 150 Organisationen in mindestens 24 Ländern verübt worden, schrieb Burt. Mindestens ein Viertel der angegriffenen Organisationen seien in den Bereichen internationale Entwicklung, humanitäre Arbeit oder Menschenrechte aktiv.

Auf die Frage, ob der jüngste Cyberangriff Auswirkungen auf das geplante Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Joe Biden und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin am 16. Juni in Genf haben werde, erklärte die stellvertretende Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre: „Wir werden das weiter voranbringen.“

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    Beobachter rechneten nicht mit Konsequenzen für das Treffen. „Ich glaube nicht, dass es einen neuen Spannungspunkt schaffen wird, weil der Spannungspunkt bereits sehr groß ist“, sagte James Lewis, vom Zentrum für Strategische und Internationale Studien. „Das gehört zweifellos auf die Gipfelagenda. Der Präsident muss Grenzen ziehen.“

    Bei den Angreifern handelte es sich laut Microsoft um die gleichen, die hinter dem Solarwinds-Angriff steckten. Von diesem waren im vergangenen Jahr mindestens neun staatliche Einrichtungen in den USA sowie Dutzende Unternehmen und Organisationen betroffen.

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    • ap
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