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Italien in der Krise Vorbild Münchhausen

Aktuell ist Matteo Renzi der Einzige, der Italien noch retten kann – auch vor sich selbst. Das Referendum ist für ihn eine Bewährungsprobe. Für Europa könnte es je nach Ausgang weitreichende Folgen haben. Ein Gastbeitrag.
  • Paola Subacchi
02.11.2016 - 15:02 Uhr
Paola Subacchi ist Forschungsdirektorin für Internationale Ökonomie bei Chatham House und Professorin für Ökonomie an der Universität Bologna. Quelle: Wikimedia [M]
Die Autorin

Paola Subacchi ist Forschungsdirektorin für Internationale Ökonomie bei Chatham House und Professorin für Ökonomie an der Universität Bologna.

Da es mit der Glaubwürdigkeit des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi stetig bergab geht, wird er alle Freunde, deren er habhaft werden kann, mobilisieren müssen, um die Hürde des Verfassungsreferendums zu nehmen – und damit eine politische Krise abzuwenden. Renzi braucht nicht nur die Unterstützung seiner eigenen, in der Frage des Referendums tief gespaltenen Partei, sondern auch einer italienischen Wählerschaft. Das Referendum ist für Renzi und seine Regierung zu einer Bewährungsprobe geworden. Sein größeres Problem liegt darin, dass er sich als nicht gewählter Ministerpräsident mitten in einer Legislaturperiode befindet und 2014 den Wandel versprach.

Zwei Jahre später hat sich von diesem Wandel wenig eingestellt, und Renzi ähnelt jetzt mehr einem Garanten politischer Stabilität als einem „rottamatore“ – einem Verschrotter, so sein Spitzname. Wenn die Wähler die Senatsreform ablehnen, wird er zur lahmen Ente, und falls er sein Versprechen zum Rücktritt nicht hält, wird die politische Stabilität höchstwahrscheinlich leiden.

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