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Padua bei Nacht

„Es klingt nicht nur traumhaft, es ist auch so!“

Quelle: Imago

Italien Was kostet die Welt: So teuer ist das Leben in Italien

Weg von zu Hause und ab ins Ausland! Aber wie teuer wäre das eigentlich? Orange zeigt es dir in einer Serie. In Teil 11 nimmt dich Lara mit in ihren Alltag nach Padua in Italien.
  • Lara Kutsch
10.05.2019 - 08:34 Uhr Kommentieren

Dieser Artikel ist am 10. Mai 2019 bei Orange - dem jungen Portal des Handelsblatts - erschienen.

Ein Semester lang „La dolce vita“ in Italien leben. Pizza, guter Kaffee und jede Menge Eis – das klingt nicht nur traumhaft, das ist auch so! Über das Austauschprogramm Erasmus habe ich in Padua studiert, in der Nähe von Venedig. Die Universität der Stadt ist eine der ältesten in Europa.  Doch wie teuer war mein Alltag in Italien wirklich?

Preise in Italien: Das kosten leben, essen und wohnen in Padua

Es ist wichtig zu wissen, dass zwischen Nord- und Süditalien enorme Preisunterschiede bestehen. In Süditalien sind die Lebenshaltungskosten geringer, dafür verdienen Süditaliener im Durchschnitt aber auch weniger – im Norden wie bei mir in Padua ist es genau umgekehrt.

Einen gesetzlich festgelegten Mindestlohn gibt es nicht. Für die meisten Menschen in Italien ist es schwierig, nach dem Studium überhaupt einen Job zu bekommen: Die Jugendarbeitslosigkeit lag im Februar bei knapp 33 Prozent. Viele junge Italiener entscheiden sich daher, genau wie ich, ins Ausland zu gehen. Die Studiengebühren von etwa 900 Euro pro Semester musste ich nicht bezahlen.

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    Reisen und Wohnen in Italien 2019: Das kosten Bus, Bahn und Mieten

    Für Italien kannst du von dem Uni-Austauschprogramm Erasmus sogar den höchsten finanziellen Zuschuss von bis zu 500 Euro pro Monat beantragen! Zur Uni fahre ich mit dem Fahrrad, welches ich hier gebraucht gekauft habe. Aber auch der öffentliche Transport ist relativ günstig: Ein Busticket kostet 1,30 Euro.

    Oft benutze ich den Zug, um nahe gelegene Städte wie Venedig, Verona, Bologna oder auch den Gardasee zu besuchen. Ein Zugticket nach Venedig etwa kostet 4,35 Euro. Komischerweise ist die Bahn hier sogar meist pünktlich! Ein Semesterticket, was mich in Münster rund 30 Euro im Monat kostet, gibt es allerdings nicht.

    Für mein WG-Zimmer zahle ich 320 Euro warm, fast 100 Euro weniger als in Münster. Ich lebe mit drei anderen Studentinnen zusammen, wir teilen uns zwei Bäder, eine große Küche und sogar eine eigene Dachterrasse. Ein Zimmer im Studentenwohnheim bekommst du schon ab 250 Euro im Monat. Für italienische Studenten ist es zudem auch ganz normal, sich ein Zimmer zu teilen.

    Italien-Preise 2019: Das zahlst du für Lebensmittel, Alkohol und Espresso

    Lebensmittel aus dem Supermarkt sind teurer als in Deutschland. Ich empfehle dir definitiv einen Besuch beim Gemüse- und Obsthändler um die Ecke, weil du hier zum Teil echt sparen kannst. Und auch auf dem Markt kannst du für wenig Geld bei italienischem Flair frische Produkte kaufen. Für einen normalen Wocheneinkauf habe ich durchschnittlich 40 Euro gezahlt.

    Unfassbar preiswert und unvergleichlich gut ist hier natürlich der Kaffee. Kleiner Tipp: den Espresso, der weniger als einen Euro kostet, stehend an der Bar trinken! Denn wer sich in Italien an einen Tisch setzt, zahlt im Normalfall mehr. In meiner Lieblings-Pizzeria kostet eine Pizza Margherita sechs Euro. Bier ist für deutsche Verhältnisse teuer: Im Restaurant zahlt man für ein kleines Glas etwa 4 Euro, dafür ist Wein mit ca. 3 Euro pro Glas etwas günstiger als bei uns.

    Als Student ist es aber normal, sich sein Getränk in einer Bar zu kaufen und es anschließend davor mit vielen anderen Menschen auf der Straße zu trinken. Das Trinkgeld ist in italienischen Restaurants übrigens für gewöhnlich im Preis mit einberechnet.

    Preise in Padua

    Eines meiner Italien-Highlights war definitiv das gemütliche Zusammensitzen mit Freunden beim Aperitivo. Für drei bis vier Euro bekommst du nachmittags und abends in so gut wie jeder Bar ein Getränk, bevorzugt Aperol Spritz, und dazu Oliven, Chips oder kleine Snacks. Ein echter Spartipp ist auch die wunderbare Erfindung Apericena. Dort kannst du für etwa sechs Euro ein Getränk bestellen und gleichzeitig ein kostenloses Buffet genießen.

    Das kulturelle Angebot in Italien ist riesig. Gerne gehe ich ins Theater, ins Museen oder ins Kino. Im Theater kostet ein reduziertes Ticket acht Euro, die Kinopreise sind mit durchschnittlich sechs Euro pro Vorstellung etwas günstiger als in Deutschland. Beim feiern gehen ist es oft notwendig, sich einmalig Mitgliedskarten für die verschiedenen Clubs zu besorgen.

    Vorher trifft man sich meist gesellig draußen auf dem überfüllten Piazza dei Signori. Ins Fitnessstudio zu gehen ist ähnlich teuer wie in Deutschland. Da ich aber sowieso lieber draußen Sport mache, ist das kein Problem für mich.

    Insgesamt ist Italien meiner Meinung nach kein überteuertes Land und Padua keine überteuerte Stadt, trotzdem habe ich hier doch mehr Geld ausgegeben als zu Hause. Bei der italienischen Gelassenheit fällt es einfach schwerer, an den leckeren Eisdielen oder verführerischen Schuhgeschäften vorbei zu gehen. Insgesamt kann ich es jedem empfehlen, einmal bella Italia zu bereisen! Ciao ragazzi!

    Mehr: Warum mehr Azubis Auslandserfahrung sammeln sollen

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