Italiens Präsident Land muss Vertrauen der Märkte zurückgewinnen

Erst beschließt Italiens Regierung Sparmaßnahmen um sie nur wenig später zurück zu nehmen. Jetzt mahnt der Präsident: So geht's nicht. Italien muss das Vertrauen der Märkte wieder gewinnen.
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Italiens Präsident Giorgio Napolitano hat die Regierung ermahnt, die beschlossenen Sparpläne konsequent umzusetzen. Quelle: Reuters

Italiens Präsident Giorgio Napolitano hat die Regierung ermahnt, die beschlossenen Sparpläne konsequent umzusetzen.

(Foto: Reuters)

RomItaliens Präsident Giorgio Napolitano hat die Regierung zu zügigem Handeln aufgerufen, um das Vertrauen der Finanzmärkte wiederzugewinnen. Der Anstieg der Risikoprämien italienischer Anleihen zu vergleichbaren Bundesanleihen sei ein alarmierendes Signal, das niemand unterschätzen dürfe, warnte Napolitano am Montag in einer Mitteilung.

Die Reaktion der Märkte zeige, dass die Rückgewinnung des Vertrauens schwierig sei. Dies sei aber unumgänglich und müsse schnell erfolgen, mahnte das Staatsoberhaupt. Die im Parlament vertretenen Parteien rief er auf, die Sparbeschlüsse nicht zu blockieren. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte einige der nach schweren Börsenturbulenzen versprochenen Reformen vor wenigen Tagen wieder kassiert und damit auch bei der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank Kritik ausgelöst, die das Land mit Anleihekäufen gestützt hatte.

Derweil kündigten die Arbeiter Italiens an, mit einem Generalstreik am Dienstag ihre Verärgerung über ein 45,5 Milliarden schweres Sparpaket der Regierung zum Ausdruck zu bringen. Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr wollten für acht Stunden ihre Arbeit niederlegen. Die Fluggesellschaft Alitalia teilte mit, wegen eines geplanten Streiks im Luftverkehr müsse sie die Zahl ihrer Inlandsflüge reduzieren.

Im asiatischen Handel geriet der Euro wegen der Sorgen um Italiens Schuldenpolitik unter Druck und wurde auf den tiefsten Stand seit einem Monat gehandelt.

  • rtr
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6 Kommentare zu "Italiens Präsident: Land muss Vertrauen der Märkte zurückgewinnen"

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  • Wusste nicht, dass die Deutschen als einziges Volk auf dieser Welt (na ja vielleicht noch Israel) von Gott mit allen Tugenden versehen wurde.......Ihr seid so armselig, dass ihr den Meisten nur noch leid tun könnt. Geldfixiert, selbstherrlich und selbstgerecht. Behaltet doch bitte Euer Geld, bitte ! Dann geht man Pleite, erfindet was neues und das ganze geht von vorne los - unterschied - ihr werdet weiterhin armselig bleiben. In jedem Skandal, egal wo auf dieser Welt, sind Eure Firmen mitvertreten. Iran, Irak, Lybien, Afrika, Jugoslawien, USA überall hinterlassen Eure Firmen eine Duftmarke, die bei Bestechung beginnt und mit Waffenlieferungen (die in D niemand erklären kann) aufhört. Und da wir schon dabei sind, verbringt doch bitte nicht Euren Urlaub in diesen Ländern. Das passt doch nicht zusammen, wenn das ja alles Betrüger und Schmarotzer und Faulenzer sind. Aufbauhilfe ist das nicht. Und während ihr immer nur über Euer sauer verdientes Geld labert tun andere etwas, sie gehen auf die Straße, vergessen aber auch das Feiern nicht und das Dolce-Vita, das menschlich ist auch nicht. Und ihr? Ihr labert in Foren, die Macht des kleinen Mannes, denunziert einen Staat nach dem anderen, zieht Grenzen wo mio. gestorben sind um diese aufzuheben und beschwert euch dann über braune Keulen....ihr seid so peinlich....Eure eigenen Leute hören nicht auf euch, kein Politiker, kein Reicher, keine Industrie niemand. in Deutschland gibt es weltweit die 3.größte Dichte an Multimillionären ihr habt 2 Bil. Schulden und Eure Vermögen belaufen sich auf 5,8 Bil. ausser den Werten, die von Euren oberen 100.000 im Ausland verschwunden sind. Ihr passt nicht zum Süden aber der Norden will Euch auch nicht - schon vergessen dass die Schweden und Dänen vor gar nicht allzulanger Zeit den vermehrten Tourismus aus D für lästig empfinden? Bliebe da noch Andorra und vielleicht noch der Vatikan, solange der Papst ein dt. ist. Armselig

  • Welches Vertrauen?

  • Sparen ??
    was soll der Quatsch
    Die Dolce-Viata sollen nicht Sparen.

    es reich schon, wenn die endlich mal aufhören würden, nur immer Schulden zu machen. Muss ja für einen Italiener schlimm sein, dass er arbeitet, um zu essen

  • Der Staatspräsident Napolitano fordert zwar zu Recht eine Haushaltskonsolidierung; es ist allerdings nicht erkennbar, daß die Regierung willens und fähig ist, die Ausgaben merklich zu senken und die Einnahmen merklich zu steigern.

    Somit dürfte Italien auf ähnlichem Weg wie Griechenland sein. Im Ergebnis steht die Eurozone einem weiteren Kreditfaß ohne Boden gegenüber. Egal wieviel und in welcher Form andere Euroländer, Brüssel und nicht zuletzt die EZB dort Finanzmittel einwerfen - alles verschwindet in einem schwarzen Loch.

  • der sueden Europas, inklusive Frankreich, sollten ihren eigenen Wirtschafts- und Waehrungsbund gruenden. Die passen sprachlich, wirtschaftlich und kulturell wesentlich besser zusammen.
    Die Alpen sind eine natuerliche Grenze in Europa! Auch Merkel wird das nicht aendern koennen.

  • "Derweil kündigten die Arbeiter Italiens an, mit einem Generalstreik am Dienstag ihre Verärgerung über ein 45,5 Milliarden schweres Sparpaket der Regierung zum Ausdruck zu bringen."

    Man Merkel schnallst Du es nicht? So sind die Italiener. Wenns Probleme gibt wird gestreikt, dann gibts mehr Geld das zwar nicht da ist aber eben gedruckt wird. Bei uns wird halt eher der Arsch zusammengekniffen und gespart und geklotzt, was zu DM-Zeiten kollektiv über den Umweg der harten Währung vergütet wurde (Sozialdividende). Beides sind Wege, die man gehen kann, beides sind Kulturen und die werden sie und auch kein europäischer Finanzminister ändern. Zwingen sie diese beiden in dieser Beziehung antagonistischen Kulturen aber zu einer gemeinsamen Kasse, wird es mittelfristig Mord-und Totschlag geben und dafür tragen sie und die anderen Euro-Totalitaristen die politische Verantwortung.

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