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Iwan Golunow Mehr als 400 Festnahmen bei Kundgebung für Journalisten in Moskau

Polizisten haben bei einer Solidaritätskundgebung für den Journalisten Iwan Golunow Hunderte Menschen festgenommen –darunter Krelmkritiker Alexej Nawalny.
Update: 12.06.2019 - 17:27 Uhr Kommentieren

Hunderte Festnahmen bei Kundgebung in Moskau

Moskau Bei einer nicht genehmigten Solidaritätskundgebung für den russischen Enthüllungsjournalisten Iwan Golunow in Moskau sind mehr als 400 Menschen festgenommen worden. Darunter sei auch Kremlkritiker Alexej Nawalny, bestätigte seine Sprecherin über den Kurznachrichtendienst Twitter. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 1200 Menschen an der Kundgebung, wie die Nachrichtenagentur Tass meldete. Unter den Festgenommenen sind auch Journalisten

Auf Bildern ist zu sehen, wie Russlands führender Oppositioneller Nawalny von Polizisten in einen Polizeibus gezogen wird. Er war in den vergangenen Jahren schon mehrfach festgenommen worden. Der Aktivist schrieb nach seiner Festnahme auf Twitter: „Es macht Sinn, die Machthaber sind höllisch erschrocken wegen der fantastischen und einmütigen Solidaritätsbekundung in der Golunow-Sache.“ Ihm drohen seiner Sprecherin zufolge bis zu 30 Tage Haft.

Golunow hatte zuvor noch vor ungenehmigten Protesten gewarnt. Der Reporter war wegen eines mutmaßlichen Drogendelikts festgenommen worden. Allerdings stellte sich das Verfahren als inszeniert heraus. Der russische Innenminister Wladimir Kolokolzew hatte ihn mangels Beweisen wieder auf freien fuß setzen lassen. Golunow hatte für sein Internetportal „Medusa“ etwa enthüllt, wie Polizei und Geheimdienstler sich im Beerdigungsgeschäft bereicherten.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erklärte, die willkürlichen und oft brutalen Verhaftungen seien „ein Beispiel für die grausame Unterdrückung, die die Demonstranten erst auf die Straße brachte“. Die Menschenrechtskommissarin des Europarats rief die russischen Behörden auf, die festgenommenen Demonstranten wieder freizulassen. Russland müsse sich beim Umgang mit Protesten an internationale Menschenrechtsstandards halten, erklärte Dunja Mijatovic..

Mehr: Deutschland will seine Beziehung zu Russland verbessern. Manche sprechen auch schon über die Aufhebung der Krim-Sanktionen.

  • dpa
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