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IWF fordert Nachbesserungen Athens Reformplan spaltet seine Gläubiger

Die EU hofft auf eine Einigung im Schuldenstreit mit Athen. Doch der IWF ist verärgert, dass die Kommission mit ihrer positiven Bewertung des Reformplans vorangeprescht ist. Denn viele Maßnahmen seien zu unkonkret.
23.06.2015 - 19:19 Uhr
Der IWF bemängelt, dass Athen vor allem auf die Erhöhung von Steuern und Abgaben setzt. Quelle: dpa
Christine Lagarde

Der IWF bemängelt, dass Athen vor allem auf die Erhöhung von Steuern und Abgaben setzt.

(Foto: dpa)

Brüssel/Berlin/Frankfurt Die neuen Reformangebote der griechischen Regierung treiben einen Keil in das Lager der internationalen Geldgeber. Da sind die Optimisten wie EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker: Er zeigt sich überzeugt, dass die Euro-Finanzminister bei ihrem Krisentreffen am Mittwochabend eine Einigung mit Athen finden.

Doch auch Skeptiker melden sich. Nach Informationen des Handelsblatts aus Verhandlungskreisen gibt es in einigen Euro-Staaten und im Internationalen Währungsfonds (IWF) durchaus Verärgerung darüber, dass die EU-Kommission mit ihrer positiven Bewertung vorangeprescht ist. „Dieses Foulspiel ist inakzeptabel“, sagt ein Spitzenmann der Euro-Gruppe.

Trotz der Versprechen mag Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in die neuen optimistischen Töne nicht einstimmen, zumindest noch nicht. Für die Bundesregierung sei es entscheidend, dass EU, IWF und Europäische Zentralbank (EZB) ein gemeinsames Votum abgeben, heißt es in Berlin.

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