IWF-Sparprogramm Portugal muss Beamte entlassen

Nach dem zweiten Rezessionsjahr ist Portugal weiterhin auf die Hilfe der Euro-Länder angewiesen. Mit einem neuen Sparprogramm soll nun die Wende eingeleitet werden. Einige Staatsbedienstete sollen ihren Job verlieren.
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Die Demonstrationen gegen das Sparprogramm vor dem portugiesischen Parlament gehen weiter. Quelle: dpa

Die Demonstrationen gegen das Sparprogramm vor dem portugiesischen Parlament gehen weiter.

(Foto: dpa)

LissabonDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat für das hoch verschuldete Portugal Sparmaßnahmen im Volumen von vier Milliarden Euro ausgelotet. Das krisengeschüttelte Euro-Mitgliedsland solle weitere Staatsbedienstete entlassen sowie die Renten und Pensionen senken, wie aus einem Bericht des Fonds hervorgeht, den die Regierung in Lissabon am Mittwoch veröffentlichte. Zudem schlug der Fonds auch Einsparungen in der Bildung, im Gesundheitswesen und beim Arbeitslosengeld vor.

Die Regierung hatte den IWF im vergangenen Herbst darum gebeten, Einsparpotentiale zu identifizieren. Der portugiesische Staatssekretär Carlos Moedas sagte, dass der Staat in seiner derzeitigen Form nicht tragbar sei. "Wir können besser mit weniger Ressourcen auskommen. Wir müssen einen Staat errichten, der die Bürger nicht so stark belastet", ergänzte er. Für die Nachhaltigkeit des Haushalts seien Reformen notwendig.

Portugal steuert 2013 auf das dritte Rezessionsjahr in Folge zu. Das Land hängt am Tropf seiner Euro-Partner, die Rettungshilfen über 78 Milliarden Euro versprochen haben. Als Gegenleistung hat die Regierung in Lissabon Strukturreformen und Sparmaßnahmen zugesagt. Auch 2014 sollen zusätzliche Einsparungen über vier Milliarden Euro in Kraft treten. In diesem Jahr will die Regierung die bislang höchsten Steuererhöhungen durchsetzen.

  • rtr
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11 Kommentare zu "IWF-Sparprogramm: Portugal muss Beamte entlassen"

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  • Ich hoffe das geschieht hier bald auch.

    Irre RECHTEVERWERTER die meinen wenn ein Unternehmen einen Tresor hat denn lagert es dort automatisch raubkopierte DVDs die gefälligts per Pauschalabgabe an drogende Musiker entschädigt werden soll!

    "Du TUNNEL Video" - weil die sich nicht vorstellen klönenn daß man die Taliban im Internet nicht per tcpdum/sniffer in die Rohstofflieferungen der Nato schauen lassen will.

  • Bitte bilden Sie sich, wie Geld entsteht. Dann reden wir weiter. Ich werde Ihnen sicherlich keine Unterrichtsstunden hier verpassen. Sie beherrschen nicht einmal das kleine 1x1.

  • @Schuischel

    "Nur die jüngste Generation, die steht doof da."

    Die steht auch in Deutschland doof da!! Oder registrieren Sie nicht all die Praktikanten und ewig (viel zu viel)studierenden, in prekären Arbeitsverhältnissen jungen Menschen?!!!

    Die BRD ist NICHT BESSER ALS DIE ANDEREN lÄNDER IN EUROPA!! Nur das man hier arbeitslose noch nicht verhungern lässt. Sozial und psychisch verelenden aber wohl schon!!

  • Das ist Quatsch. Natürlcih geht sparen. Man muß eben mehr Produzieren als man konsumiert. Wenn man, wie Deutschland auf einem hohem Niveau konsumiert, muß man eben besonders effizient produzieren. Aber, dass das System nur auf Schulden machen beruht, ist falsch.

  • Klasse Kommentar!

  • Ach, so arm ist Spanien und Griechenland auch nicht. Nur die jüngste Generation, die steht doof da. Der Rest hat sich die Taschen ordentlich mit Pensionszusagen und Renten voll gestopft. Und was würde mit diesen Ansprüchen passieren, wenn man auf die eigene Währung umsattelt? Sie würden zu einem schlechten Kurs umgerechnet werden, praktisch würde nichts übrig bleiben. Also erduldet man es. Denn auch in Spanien, Portugal und Griechenland besteht die Bevölkerung nicht nur aus Berufseinsteigern.

    Das ist noch nicht mal so schlecht. Denn wenn die Wirtschaft schrumpft, so ist das hier ein gesundes Zeichen. Jahrelange Fehlanreize und Fehlallokation werden damit ausradiert.

    Da aber mit weiteren Schocks zu rechnen ist (die Fehlallokation geht ja grundsätzlich wieder weiter. Was meinte die Kanzlerin? "Die Lösung kann nur mehr Europa sein"??), werden wir spätestens in ein paar Jahren wieder in der Tinte stecken. Überall wo sich der Staat breit macht, herrscht eben grundsätzliches Missmanagement. Und das wird sich immer wieder zeigen. Daher sollte man weiterhin Sachwerte und Edelmetalle konstant hinzu kaufen. Schließlich hat es noch nie geklappt. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:U.S._MZM_money_supply.png&filetimestamp=20120803230219

  • Gespart? Quatsch. ;-) Nirgends wird gespart. Es werden nur weniger Neuschulden aufgenommen. Sparen geht in einem Schuldgeldsystem in nennenswertem Umfang auch nicht. Wenn Geld immer nur durch Schuld entsteht, dann muss, wenn der Schuldner sein Geld zurück zahlt, entweder jemand anders Schulden aufnehmen (z.B. die Privathaushalte, wie derzeit in Deutschland im Bauboom) oder der Staat vernichtet mit der Rückführung von Schulden dein Guthaben (z.B. in dem er es durch höhere Steuern dir weg nimmt). Guthaben und Schuld hängen immer beieinander. Es gibt das eine nicht ohne das andere. Daher kann die Volkswirtschaft insgesamt praktisch gesamtwirtschaftlich (Staatskasse, jurist. Personen und Privatpersonen) keine Schulden tilgen. Außer man erreicht ein Außenhandelsüberschuss. Dann wandert Geld und Ware in andere Staaten, welche sich bei uns verschulden. Diese auf unserer Seite als Forderungen verbuchten Gewinne führen zu einer Verringerung unserer Schulden nach außen hin.

  • Das ganze Wachstum in den Rotweinstaaten, das lange Zeit als vorbildlich angesehen und dem tollen Euro zugeschrieben wurden, ist doch nur durch unsinnige Subventionen, widersinnige Infrastrukturmaßnahmen ermöglicht worden. Man hat alles mit indirekten Subventionen hochgepusht. Jetzt, da kein Geld fließt, bricht alles zusammen, da es dort keine tragfähige Wirtschaft gibt. Und wie überall - wo wird gespart, bei Bildung, Renten, Arbeitslosen und vermutlich kleinen Beamten. Banker mit zig-Millionen-Verdiensten, tollen Boni, Superreiche, überbezahlte Politiker, Unternehmer werden nicht zur Kasse gebeten. Immer nur der kleine Mann - und so ist es überall. Ich hatte immer gehofft, dass die Bürger eines der Pleitestaaten das dortige Regime (Regierung) stürzen würden, um mit dem ganzen Eurowahnsinn, der Politik nur für Reiche, Schluß zu machen. Dass die verblödeten Deutschen das nie tun würden, dessen bin ich mir bewußt. Aber dass die Bürger in Griechenland, Portugal, Spanien etc. so ihr Siechtum ertragen - das wundert mich. Wenn nur die Bürger einer Nation ihre Regierung der Bankenlobby stürzen würden, dann würde sich das wie ein Lauffeuer auswirken und andere Staaten würden folgen. Die Verarmung der Bevölkerung wächst ständig - und dazu aber auch der Reichtum der Superreichen. Dass sich Menschen so etwas gefallen lassen - unbegreiflich !! Das ist eben der Unterschied der Bevölkerung zu Politikern, den Bankstern und der Finanzdynastie. Die einfache Bevölkerung hat Anstand, Leidensfähigkeit, Ausdauer, Durchhaltevermögen und ein Gewissen. Sie ertragen alles und lassen alles über sich ergehen, bis zur völligen Verarmung. Manchmal ist ein "falscher" Anstand nicht angebracht.

  • Sparmaßnahmen egal welcher couleur sind m. E. zwingend.

    Kurzer Rückblick auf die Gescheichte u. wirtschaftl. Entwicklung Portugals

    Mit EG Geldern wurde dort erstmal das Wirtschaftswachstum angeschoben. Bekanntl. zählte Portugal frührer mit zum "Armenhaus" in Europa.

    Wachstumsraten sind nun nicht einer Stetigkeit unterworfen. Haushaltsdisziplin in Zeiten guter Steuereinnahmen waren hier nicht gefragt. Man lebte über die Verhältnisse.

    Jetzt erfolgt mit Geldern der EU die Vermeidung eines Gau's, die natürlich mit Sparauflagen gekoppelt sind. Mal sehen ob die Vorgehensweise am Ende d. richtige Weg war.

    Staatsbankrot wäre die andere Möglichkeit. Siehe Argentinien.

    Um Deutschland herum wird gespart. Auch hier werden n. d. Bundestags-Wahl wohl Änderungen zu erwarten sein.

  • Beim Lesen des Artikels bekomme ich tatsächlich den Eindruck, als ginge es hier um Entlassungen und nicht um Vorruhestandsregelungen. Angesichts der Tatsache, dass ein ewig arbeitsloser Beamter genauso sinnlos aber billiger ist als ein arbeitender Beamter, scheint mir das eine gute Lösung zu sein...

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