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Janet Yellen US-Finanzministerin: Vielleicht muss Amazon keine Mindeststeuer zahlen

Das Abkommen mit mehr als 130 Staaten sieht eine globale Mindeststeuer von 15 Prozent vor. Doch es sei unklar, ob Amazon die Rentabilitätsschwelle überschreiten wird.
16.07.2021 - 00:15 Uhr 5 Kommentare
Die US-Finanzministerin äußerte Zweifel in Bezug auf Amazon und die globale Mindeststeuer. Quelle: AP
Janet Yellen

Die US-Finanzministerin äußerte Zweifel in Bezug auf Amazon und die globale Mindeststeuer.

(Foto: AP)

Washington Der amerikanische Internet-Konzern Amazon muss nach Ansicht von US-Finanzministerin Janet Yellen möglicherweise nicht die verabredete globale Mindeststeuer von 15 Prozent zahlen. „Es hängt davon ab, ob die Firma die Rentabilitätsschwelle erreicht oder nicht, und da bin ich mir nicht sicher“, sagte Yellen am Donnerstag in einem Interview mit dem US-TV-Sender CNBC auf die Frage, ob das Abkommen von mehr als 130 Staaten die Besteuerungsrechte für Amazon neu verteilen würde.

Die Staaten hatten sich auf eine globale Mindestbesteuerung von 15 Prozent geeinigt, um auch große internationale Konzerne steuerlich heranzuziehen. Staaten wie Deutschland erhoffen sich davon neben mehr Steuergerechtigkeit auch höhere Einnahmen. Die neuen Regeln sollen ab 2023 in Kraft treten, was als ambitioniert und noch nicht gesichert gilt.

Mehr: Um die Einigung auf eine globale Mindeststeuer nicht zu gefährden, verfolgt die EU die europäische Digitalsteuer nicht weiter. Damit reagiert die EU auf Druck aus den USA.

  • rtr
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5 Kommentare zu "Janet Yellen: US-Finanzministerin: Vielleicht muss Amazon keine Mindeststeuer zahlen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Alle reden von 15 %! Es gibt Minister, die von 15 % vom Umsatz träumen! Aber ist nicht gemeint 15 % vom weltweiten Ergebnis?

    Wenn eine Company also in 10 Ländern aktiv ist wird dann 10*15=150 % ausgeschüttet?

  • @ H. M. Müller,

    Ihre beide Kommentare sind zutreffend und ich teile Ihre Meinung.

    Sie haben vollkommen Recht, wenn unsere Exportpreise nicht niedrig wären, die Qualität der Produkte ausgezeichnet und die Lieferzeit absolut zuverlässig, kein Mensch und kein Land würde unsere Produkte kaufen. (Lieferzeiten z. Zt. nicht mehr so gut wie zuvor. Ursachen sind bekannt.)

    Weches westliches EU-Land läßt seine Mitarbeiter bis zum 68. Lebensjahr arbeiten?
    Welches westl. EU-Land zahlt nur ca. 48% des letzten Bruttogehaltes als Rente?
    Welches westl EU-Land läßt auf Renten Krankenversicherungen und Steuern bezahlen?
    Welches westl. EU-Land zahlt rund 35% aller Beiträge ALLEIN in die EU-Kasse zur Finanzierung des EU-Haushaltes ein?

    Keine BENELUX-Staaten, kein Frankreich, kein Italien, kein Spanien, kein Portugal usw.
    Dies sind die Fakten und keine Sprüche von irgendwelchen "Gutdeutschen".

    Ich denke, dieses mußte ich mal sagen und schreiben.

  • Sehr geehrter Herr Dandl,

    vielen Dank für Ihren Kommentar.

    Das Argument, dass durch unsere Milliardenzahlungen unsere Wirtschaft floriert ist ein Milchmädchenrechnung. „Gast zum Ober: Das Essen hat gemundet und der Wein war köstlich. Herr Ober bringen Sie mir nun noch Geld, damit ich das alles bezahlen kann.“ Auch vor der EU hatte Deutschland eine florierende Wirtschaft.

    Ob der Euro für das Deutsche Volk ein Erfolg ist, wird vielfach bezweifelt. Gerade die aktuelle Zinspolitik der EZB schadet den Deutschen Sparern. Vielmehr scheint, dass die EZB durch die Strafzinsen ihre Anleihekäufe zur Staatsfinanzierung der EU-Schuldenstaaten finanziert und dabei weniger die Geldpolitik im Auge hat.

    Wie viele Milliarden flossen bereits nach Afrika? Wie wurde das Geld verwendet? Alleine die Antworten auf diese beiden Fragen zeigen, dass Afrika ein Fass ohne Boden ist. Sicher möchte jeder Mensch in Wohlstand leben, das ist auch ein Grund, warum so viele Menschen nach GerMONEY kommen. Nur muß diesen Wohlstand auch irgendjemand erarbeiten. Geld drucken reicht nicht.

    480.000.000.- Euro sind nicht relevant. Gut, Afghanistan ist nur ein Staat auf der Geschenkeliste des Deutschen Steuerzahlers. Es gibt sehr viele Staaten auf der Geschenkeliste des Deutschen Steuerzahlers. In Summe kommen da bestimmt viele Milliarden zusammen.

    Statistika beziffert die Asylunterbringung mit „nur“ 20 Milliarden jährlich. Ob hier alle Kosten die im Zusammenhang mit Flüchtlingen, Asylanten und Geduldeten aufgeführt sind wage ich doch zu bezweifeln. Vermutlich sind es die „direkten“ Kosten. Auch interessant, daß der größte Teil zur „Fluchtursachenbekämpfung“ verwendet wird.

    Ihrer Forderung nach Steuerzahlungen an die Länder, in denen die Erträge generiert werden kann ich nur zustimmen. Leider wird es nicht verhindern, dass sich der Exodus Deutscher Unternehmen und wohlhabender Menschen in das steuerfreundlichere Ausland verstärkt.

  • Herr Müller es stimmt zwar, dass der Haushaltssaldo bei rund 14 Mrd. € lag, nur kann man den Erfolg oder Misserfolg doch nicht an einer reinen buchhalterischen Betrachtung der Einnahmen und Ausgaben des Staates anschauen. Vom gemeinsamen Binnenmarkt mit einer gemeinsamen Wettbewerbs- und Außenhandelspolitik profitiert besonders Deutschland als größte Volkswirtschaft in der Mitte Europas, da gerade doch die deutsche Exportindustrie europaweit integrierte Wertschöpfungsketten hat und benötigt. Die makroökonomische Stabilisierung durch den Euro und die wirtschaftspolitische Koordinierung in der EU ist ebenfalls von hohem Wert für die deutsche Wirtschaft.

    Zum Thema Migration gibt es auch viele Studien, die zum Ergebnis kommen, dass jeder Euro der in Afrika ankommt besser investiert ist, als ein Euro in Deutschland (zumindest "billiger"). Und Einigkeit besteht hoffentlich darin, dass das "westliche" Leben in hohen Maße verantwortlich ist dafür, dass in weiten Teilen der Welt noch Armut herrscht. Seit 2015 wissen wir auch, dass die Menschen nicht mehr länger bereit sind für unseren Wohlstand in bitterer Armut zu leben.

    Ich stimmte Ihnen aber zu, dass wir als Staat ein Ausgabeproblem haben. Die Sümmchen die Sie aber nennen sind im Staatshaushalt nicht von Relevanz, da sie zu gering sind. Es soll nicht anmaßend klingen, aber für die 4. größte Volkswirtschaft der Welt sind 480 Mio. € kein Betrag der spürbar wäre.
    Laut Statista kostet die Asylunterbringung "nur 20 Mrd. € jährlich.

    Im Beitrag ging es übrigens um eine globale Mindeststeuer für Unternehmen, bzw. ob Amazon, welches außerhalb der Gewerbesteuer (Fragen Sie mal Kommunen vor Ort, ob die sich über eine Logistikfirma in Ihren Gewerbegebieten freuen) in Deutschland kaum Steuer zahlt, zukünftig zumindest 15 % Steuererträge zahlen soll. Wenn alle Konzerne ihre Steuern in den Ländern zahlen würden, in denen diese ihre Erträge generieren, dann wären Spielräume vorhanden um Steuern zu senken.

  • "Staaten wie Deutschland erhoffen sich ... auch höhere Steuereinnahmen"

    Das Land, das zu den Ländern mit den höchsten Steuern- und Abgabensätzen weltweit zählt, hofft auf noch höhere Steuereinnahmen.

    Deutschland hat mehr als genug Steuereinnahmen. Das Problem sind die Ausgaben.

    Deutschland verschenkt (!) sehr viele Milliarden Deutscher Steuergelder in alle Welt. Die Staaten Europas erhalten netto (!) 14.000 Millionen Euro Deutscher Steuergelder, Syrien erhält 1.000 Millionen Euro Deutscher Steuergelder, Afghanistan 480 Millionen Euro Deutscher Steuergelder und die Aufzählung ließe sich um die Länder Afrikas, Israel, Palästinenser und sehr viele mehr erweitern. Die Asylanten, Flüchtlinge und Geduldeten in Deutschland kosten den Deutschen Steuerzahler ca. 70.000 Millionen jährlich.

    Kein Land auf dieser Erde VERSCHENKT in diesem Umfang die Steuergelder seines eigenen Volkes!

    WARUM?

    Es gibt wohlhabendere Staaten auf dieser Erde, die ihre Steuergelder nicht verschenken, sondern dem eigenen Volk zukommen lassen, die eigenen Steuergelder in Bildung, Infrastruktur, Wirtschaftsförderung investieren.

    Blieben die Deutschen Steuergelder in Deutschland, hätten wir kein Rentenproblem und könnten sogar die Steuern senken!

    Warum verschenkt Deutschland die Deutschen Steuergelder in alle Welt, sogar an wohlhabendere Staaten als Deutschland?

    Tatsache ist: Deutschland zählt weltweit zu den Staaten mit den höchsten Steuern- und Abgabenquoten. Tatsache ist auch, dass Deutschland über mehr als genug Steuereinnahmen verfügt. Deutschland braucht keine neuen oder höheren Steuern und Abgaben. Deutschland braucht Politiker, die Deutschland vorausbringen und nicht den in Jahrzehnten erarbeiteten sozialen Wohlstand in alle Welt verschenken.

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