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Janusz Wojciechowski Betrugsermittler prüfen Vorwürfe gegen Kandidaten für EU-Kommission

Janusz Wojciechowski wird als Kandidat für die neue EU-Kommission gehandelt. Doch Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen könnten ihm Verhängnis werden.
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Seit 2004 ist der Pole Abgeordneter im Europaparlament.
Janusz Wojciechowski

Seit 2004 ist der Pole Abgeordneter im Europaparlament.

Brüssel Gegen den von Polen nominierten Kandidaten für die nächste EU-Kommission laufen Ermittlungen des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (Olaf). Wie die Behörde am Freitag bestätigte, gibt es den Verdacht, dass Janusz Wojciechowski (64) in seiner Zeit als Europaabgeordneter Reisen nicht richtig abgerechnet hat. Die „mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten bei der Erstattung von Reisekosten“ würden nun untersucht, hieß es.

Über die Olaf-Ermittlungen hatte zuvor der „Spiegel“ berichtet. Das Blatt schreibt, Wojciechowski habe bestätigt, für den Zeitraum 2009 bis 2011 auf eigene Initiative 11.250 Euro für „nicht ausreichend dokumentierte“ Reisekosten erstattet zu haben. Die Olaf-Ermittlungen sollen sich jedoch nach „Spiegel“-Informationen auf weitere Vorgänge beziehen. Die Behörde wollte sich am Freitag nicht zu Details des laufenden Verfahrens äußern.

Die künftige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will am Montag die Liste aller Kandidaten für ihr Kommissionsteam veröffentlichen, bevor sie am Dienstag auch die künftige Aufgabenverteilung bekannt gibt. Jeder EU-Staat wird in ihrem Team mit einem Kommissar oder einer Kommissarin vertreten sein.

Janusz Wojciechowski wurde zuletzt als möglicher Agrarkommissar gehandelt. Der 64-Jährige gehört zur rechtskonservativen polnischen Regierungspartei PiS. Er war ursprünglich Richter und leitete lange den polnischen Rechnungshof, bevor er 2004 EU-Abgeordneter wurde. Seit 2016 ist er am EU-Rechnungshof tätig. Anfangs sollte Krzysztof Szczerski für Polen in die EU-Kommission, doch der Kandidat zog zurück, als ihm das Agrarressort angeboten wurde.

Mehr: Am Dienstag stellt die künftige EU-Kommissionspräsidentin ihr neues Team vor.

  • dpa
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