Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Japan Ministerpräsident Abe als Parteichef wiedergewählt

Der Weg ist frei: Shinzo Abe könnte Japans langjährigster Regierungschef werden. Seine Partei hat ihn mit klarer Mehrheit als Vorsitzenden bestätigt.
Update: 20.09.2018 - 11:20 Uhr Kommentieren
Abe wurde von der Liberal Demokratischen Partei (LDP) erneut im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Quelle: AFP
Shinzo Abe

Abe wurde von der Liberal Demokratischen Partei (LDP) erneut im Amt des Vorsitzenden bestätigt.

(Foto: AFP)

Tokio Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ist als Vorsitzender seiner Liberaldemokratischen Partei wiedergewählt worden. Damit ist der Weg für ihn frei, um bis zu drei weitere Jahre an der Spitze der japanischen Regierung stehen zu können.

Abe setzte sich bei den Votum am Donnerstag klar mit 553 von 807 Stimmen gegen seinen einzigen Herausforderer, den früheren Verteidigungsminister Shigeru Ishiba, durch. Diesen Erfolg könnte Abe nun nutzen, um eine von ihm seit langem angestrebte Überarbeitung der pazifistischen Verfassung Japans voranzutreiben. Die Hürden dafür sind jedoch hoch. Politisch wäre das Manöver für Abe zudem riskant: Sollten sich die Japaner bei einem möglichen landesweiten Referendum gegen die Revision aussprechen, müsste Abe vermutlich zurücktreten.

Dennoch machte Abe nach der Wiederwahl keinen Hehl daraus, dass er die Änderungen weiter ins Auge fassen werde. „Es ist an der Zeit, eine Verfassungsüberarbeitung anzugehen“, sagte er in seiner Dankesrede. Er wolle seine letzte Amtszeit dazu nutzen, seine politischen Ziele zu erreichen und die Nachkriegsdiplomatie seines Landes „zusammenzufassen“, sagte Abe. „Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, ein neues Japan zu schaffen.“

Der 63-jährige Abe ist seit Dezember 2012 Ministerpräsident. Seine Position und die Unterstützung von konservativen Parteimitgliedern hat er dadurch gefestigt, dass er für Stabilität und Konstanz in wirtschaftlichen und diplomatischen Angelegenheiten seines Landes gesorgt hat. Mit seiner dritten Amtszeit als Parteichef ist Abe nun auf dem Weg, Japans langjährigster Regierungschef zu werden.

Reibungslos dürfte Abes weitere Zeit an der Spitze der japanischen Regierung nicht ablaufen. Zu den auf ihn wartenden Herausforderungen zählen neben der alternden und schrumpfenden Bevölkerung auch ein Thronwechsel im kommenden Frühjahr sowie eine bereits zweimal verschobene Anhebung der Verbrauchsteuer auf zehn Prozent.

In der Sicherheitspolitik wird weiterhin mit kritischem Blick in Richtung Nordkorea geschaut. Auch das immer bestimmtere Auftreten Chinas in der Region treibt die Japaner um. Umfragen zufolge geht es der Bevölkerung aber vor allem um Themen wie Löhne, Bildung und die hohen Kosten der Kinderbetreuung.

  • ap
Startseite

Mehr zu: Japan - Ministerpräsident Abe als Parteichef wiedergewählt

0 Kommentare zu "Japan: Ministerpräsident Abe als Parteichef wiedergewählt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote