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Japanische Energiepolitik Kein voller Atomausstieg in Japan

Die von Ministerpräsident Naoto Kan in Aussicht gestellte Abkehr von der Kernkraft soll nun wohl doch nicht angestrebt werden. Lediglich von einer Reduktion sei die Rede.
14.07.2011 - 12:23 Uhr 2 Kommentare
Trotz der Reaktor-Katastrophe in Fukushima will Japan seine Atomkraftwerke noch viele Jahre nutzen. Der Anteil der Atomenergie müsse aber reduziert werden. Quelle: dpa

Trotz der Reaktor-Katastrophe in Fukushima will Japan seine Atomkraftwerke noch viele Jahre nutzen. Der Anteil der Atomenergie müsse aber reduziert werden.

(Foto: dpa)

Tokio In der japanischen Regierung zeichnet sich ein Konflikt über die angekündigte Kehrtwende in der Energiepolitik mit dem Ziel Atomausstieg ab. Die von Ministerpräsident Naoto Kan in Aussicht gestellte Abkehr von der Kernkraft nach der Fukushima-Katastrophe sei nicht offizielle Regierungslinie, sagte der Sprecher Yukio Edano am Donnerstag in Tokio. Eine Gesellschaft ohne Atomkraft sei lediglich eine „Hoffnung für die ferne Zukunft“, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo Edano.

Am Mittwoch hatte der politisch angeschlagene Regierungschef Kan angekündigt, sein Land wolle „systematisch und in Etappen“ aus der Atomkraft aussteigen. Er gab aber keinen genauen Zeitplan an. Nach einem Erdbeben im März war es in mehreren Reaktorblöcken der Atomanlage Fukushima zu Kernschmelzen gekommen, in deren Folge die Region radioaktiv verstrahlt wurde.

Die Aussagen Kans seien als Beginn einer nationalen Debatte über Atomenergie zu verstehen, betonte Regierungssprecher Edano. Japan werde seine Atomkraftwerke noch viele Jahre nutzen. Der Anteil der Atomenergie müsse aber reduziert werden. Das japanische Parlament debattierte am Donnerstag über ein neues Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energie.

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    • dpa
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    2 Kommentare zu "Japanische Energiepolitik: Kein voller Atomausstieg in Japan"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Schön geschrieben, besonders zwischen den Zeilen.

    • Die Japaner haben gut reden. Die wohnen ja auch nicht in einem so Tsunami und Erdbeben gefährdeten Gebiet, wie wir Deutschen. Wir schaffen die Atomkraftwerke schonmal ab. Die hohe Menge Atommüll, die dann plötzlich anfällt, die lügen wir einfach weg. Auch den Strombedarf. Zur Not wird ein Verbot für Elektrogeräte für den Privatverbraucher erlassen. Oder besser. Es wird eine Strafsteuer für jedes elektrische Gerät eingeführt. Das bringt Steuereinnahmen. Nein den Japanern geht es wirklich gut. Aber die leben ja auch nicht so gefährlich, wie wir hier in Deutschland.

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