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Jerusalem Krawalle auf Tempelberg – Israelische Polizei stürmt Al-Aksa-Moschee

Die Al-Aksa-Moschee in Jerusalem war in der Vergangenheit schon häufiger Ausgangspunkt für Spannungen. Jetzt wurde die Moschee sogar gestürmt.
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Palästinenser laufen in Jerusalem im Innenhof der Al-Aksa-Moschee an dem Felsendom weg, nachdem Israelische Grenzpolizisten Tränengas eingesetzt haben. Quelle: dpa
Jerusalem

Palästinenser laufen in Jerusalem im Innenhof der Al-Aksa-Moschee an dem Felsendom weg, nachdem Israelische Grenzpolizisten Tränengas eingesetzt haben.

(Foto: dpa)

JerusalemNach Krawallen auf dem Tempelberg in Jerusalem haben israelische Polizisten die Al-Aksa-Moschee auf dem Gelände gestürmt. Sie hätten junge Männer verfolgt, die zuvor vor dem Gebäude Steine geworfen und Feuerwerkskörper gezündet hätten, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Demnach verbarrikadierten sich die Verdächtigen. Der Polizei zufolge gab es 24 Festnahmen. Vier Polizisten seien verletzt worden.

Ob es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Moschee selbst kam, war zunächst unklar. Ältere Besucher, die dort beteten, sagten, sie hätten nach einer Durchsuchung das Gotteshaus verlassen dürfen. Zeugen zufolge nahm die Polizei etwa 20 junge Männer fest. Danach seien die Gebete fortgesetzt worden.

Die muslimischen Behörden erklärten, Dutzende Menschen seien durch Blendgranaten verletzt worden. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kritisierte den Einsatz. Das Vorgehen Israels erhöhe die Spannungen und „zieht die Region in einen Religionskrieg, vor dem wir immer gewarnt haben“. Die Al-Aksa-Moschee ist immer wieder Ausgangspunkt für Spannungen zwischen den Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften.

Palästinenser sticht auf israelische Siedler ein

Zugleich wurden im Gazastreifen zwei Palästinenser bei gewaltsamen Protesten an der Grenze zu Israel von Soldaten erschossen und mehr als 200 verletzt. Ein Israeli starb in der Nacht zum Freitag nach der Messerattacke eines Palästinensers in der Siedlung Adam im Westjordanland an seinen Verletzungen. Bei Zusammenstößen auf dem Tempelberg in Jerusalem wurden zudem rund 40 Palästinenser verletzt und mehr als 20 festgenommen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurden bei neuen Protesten an der Grenze zu Israel ein 14-Jähriger und ein 43-Jähriger durch Schüsse tödlich am Kopf verletzt. Mehr als 200 weitere Menschen hätten Verletzungen erlitten.

Die israelische Armee teilte mit, rund 7000 Palästinenser hätten an Ausschreitungen entlang der Grenze teilgenommen. Sie hätten Steine auf Soldaten geworfen und Reifen in Brand gesetzt. Einige hätten den Grenzzaun beschädigt. Nach palästinensischen Angaben verursachten Branddrachen und -ballons mehrere Brände im israelischen Grenzgebiet.

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