Joe Biden an Trump „Werd erwachsen, Donald“

Rüge vom US-Vizepräsidenten: Joe Biden hat den designierten Präsidenten Donald Trump in einem TV-Interview zur Reife ermahnt. Damit reagierte er auf Trumps Kritik an der Handhabung der Übergabe der Regierungsgeschäfte.
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Zu Trumps Tweets – „Werde erwachsen, Donald“

WashingtonDer scheidende US-Vizepräsident Joe Biden hat Donald Trump empfohlen, ein besonneneres Verhalten an den Tag zu legen. „Werd erwachsen, Donald“, sagte Biden in einem Interview des Senders PBS, von dem in den USA zunächst Auszüge veröffentlicht wurden. „Du bist Präsident. Du musst etwas tun. Zeig uns, was Du kannst“, fügte der 74-Jährige hinzu, während er sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte.

Damit reagierte er auf Trumps jüngste Kritik an der Handhabung der Übergabe der Regierungsgeschäfte. Unter anderem hatte er Amtsinhaber Barack Obama vorgeworfen, ihm Steine in den Weg zu legen.

Klima-Skeptiker, Milliardäre und ein Wall-Street-Anwalt
Dan Coats
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Der künftige US-Präsident Donald Trump will den früheren US-Botschafter in Deutschland, Dan Coats, zum Geheimdienstdirektor ernennen. Coats war von 2001 bis 2005 US-Botschafter in Berlin unter Präsident George W. Bush. 2011 warf er Bundeskanzlerin Angela Merkel vor, sich mit der deutschen Enthaltung beim Militäreinsatz in Libyen isoliert zu haben. Als ehemaliger Senator vertrat der Konservative zudem den US-Bundesstaat Indiana im Kongress.

Jay Clayton
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Neuer Chef der US-Börsenaufsicht wird unter US-Präsident Donald Trump Jay Clayton. Clayton ist ein Mann der Wall Street. Er arbeitet bisher als Wirtschaftsanwalt in der renommierten Kanzlei Sullivan & Cromwell. Unter anderem war er an den Vorbereitungen für den Börsengang des riesigen chinesischen Internethändlers Alibaba beteiligt.

Robert Lighthizer
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Anfang Januar wurde bekannt, dass Donald Trump den 69-jährigen Robert Lighthizer zum Handelsbeauftragten der US-Regierung machen will. Lighthizer gilt als scharfer Kritiker der Handelsstrategien Chinas und als Protektionist. Der Politikveteran hat als Handelsattaché in der Reagan-Ära zahlreiche bilaterale Abkommen ausgehandelt und den Umfang unfairer Einfuhren in die USA deutlich reduziert.

Carl Icahn
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Trump wird sich zukünftig beim Starinvestor Carl Icahn Tipps zu Regulierungsfragen holen. Icahn wird kein offizieller Regierungsmitarbeiter und für seine Dienste auch nicht bezahlt, sagte ein Trump-Sprecher. Nach Trumps Wahl setzen viele darauf, dass der 70-jährige Immobilien-Milliardär die Wirtschaft unter anderem mit einer Deregulierungswelle in Schwung bringen will. Icahn ist Großaktionär mehrerer Konzerne und vielen für ein aggressives Geschäftgebaren bekannt.

Peter Navarro
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Der durch seine Bücher wie „Tod durch China“ bekanntgewordene Ökonom Peter Navarro wird in den Nationalen Handelsrat des Weißen Hauses berufen. Der 67-jährige Wirtschaftsprofessor der University of California beriet Trump bereits im Wahlkampf. In seinem Buch „Tod durch China: Wie Amerika seine industrielle Basis verlor“, das die Grundlage für einen Dokumentarfilm lieferte, wirft er der Volksrepublik beispielsweise den Diebstahl geistigen Eigentums vor.

Innenminister: Ryan Zinke
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Der Kongressabgeordnete war Kommandeur der Marine-Infanterie-Elitetruppe Navy SEALs. Das Ministerium verwaltet rund ein Fünftel der öffentliche Flächen des Landes, darunter Nationalparks. Es ist in den USA nicht für die innere Sicherheit zuständig. Das übernehmen die Ministerien für Justiz und Heimatschutz. Zinke ist gegen die Privatisierung von öffentlichem Grundbesitz, hat aber auch für Gesetze gestimmt, die Umweltauflagen in solchen Gebieten aufweichen. Trump will auf Staatsgebiet verstärkt Ölbohrungen und Bergbau erlauben.

Rex Tillerson (l.) - Außenminister
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Der Chef des US-Ölkonzerns Exxon Mobil, Rex Tillerson, soll Außenminister werden. Das ist aus dem Umfeld von Donald Trump zu hören. Der 64-Jährige hat gute Beziehungen zu Russland, das Bild zeigt Tillerson im Jahr 2012 bei einem Aufeinandertreffen mit dem russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin.

Die Journalistin Judy Woodruff hatte Biden auch auf jüngste Äußerungen Trumps angesprochen, in denen der designierte Präsident etwa einen führenden Demokraten als „Oberclown“ bezeichnet hatte.

Biden sagte, man werde Trump bald an konkreter Politik messen können. Als Präsident müsse Trump Gesetze vorschlagen, die der Kongress und die Öffentlichkeit prüfen könnten, sagte der scheidende Vizepräsident weiter. „Es wird sehr viel klarer sein, wofür er steht und wofür nicht (...), sobald wir erstmal über Detailfragen diskutieren, die das Leben der Menschen betreffen.“

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  • dpa
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