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Joko Widodo „Obama Indonesiens“ muss konservative und radikale Kräfte mäßigen

Nach seiner Wiederwahl ruhen die Hoffnungen von Indonesiens Liberalen wieder auf Joko Widodos Schultern. Doch sein Job wird nicht gerade einfach.
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Indonesien: Präsident Joko Widodo nach der Wiederwahl Quelle: Reuters
Joko Widodo mit Ehefrau Iriana

Der indonesische Präsident kam einst als Quereinsteiger in die Politik.

(Foto: Reuters)

BangkokSie nennen ihn auch den „Obama Indonesiens“. Nicht nur wegen einer äußerlichen Ähnlichkeit. Als Joko Widodo, 57, vor fünf Jahren Staatschef von Indonesien wurde, war er auch der Hoffnungsträger der liberalen Kräfte im Land. Zwar hat er nicht alle Erwartungen erfüllt, doch wird er wohl Präsident bleiben. Er lag laut den ersten Wahlprognosen vom Mittwoch rund zehn Prozent vor Herausforderer Prabowo Subianto.

Widodos Job wird allerdings nicht einfacher: Während seiner Amtszeit sind viele Teile der Gesellschaft noch einmal deutlich konservativer geworden, wenn nicht gar radikaler. Der Einfluss fundamentalistischer Strömungen hat in den vergangenen Jahren zugenommen, unter anderem durch die Gründungen wahhabitischer Moscheen mit Geld aus Saudi-Arabien.

Der Heavy-Metal-Fan, der einst ein erfolgreiches Möbelunternehmen aufbaute und als Quereinsteiger in die Politik kam, kann mit solchen Ideologien nicht viel anfangen. Dennoch muss er auch die fundamentalistischen Strömungen bedienen. Als seinen Vize hat er deswegen den Geistlichen Ma’ruf Amin auserkoren, ein kontroverser und extrem konservativer Geistlicher, der neben Homosexualität auch Yoga per Fatwa zur Sünde erklärte.

Für die Liberalen ist Widodo damit das kleinere Übel. Herausforderer Prabowo paktierte im Wahlkampf mit deutlich radikaleren Gruppen.

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