Kämpfer, Goldgräber, Propagandisten: Was wird jetzt aus den Wagner-Einsätzen in Afrika?
Seit gut sechs Jahren sind Mitarbeiter und Söldner im Wagner-Auftrag in Afrika im Einsatz.
Foto: dpaBerlin. Für den Chef der berüchtigten Wagner-Truppe, Jewgeni Prigoschin, ist die Reise offenbar vorerst zu Ende. So ist am Dienstag ein Geschäftsreiseflugzeug vom Typ Embraer Legacy 600, das laut US-Angaben mit dem russischen Söldnerchef in Verbindung steht, in der belarussischen Hauptstadt Minsk eingetroffen.
Nach dem abgebrochenen Putschversuch vom Wochenende hatte sich Prigoschin auf den Weg in Russlands Nachbarstaat gemacht – ins politische Exil. Jetzt bestätigte der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko die Ankunft des Wagner-Führers.
Für den gäbe es möglicherweise aber noch weitere Optionen, sich einen Sitz im Ausland zu schaffen. So verfügt Wagner etwa in Afrika über viel Einfluss, darunter vor allem in den Krisenstaaten Mali und der Zentralafrikanischen Republik, aber auch im Sudan oder in Libyen. Wie geht es dort weiter mit der kriselnden Wagner-Truppe?
Seit gut sechs Jahren sind Mitarbeiter und Söldner im Wagner-Auftrag auf dem Kontinent im Einsatz. Das private Sicherheitsunternehmen unterstützt Armeen und autokratische Regierungen im Kampf gegen Islamisten und Rebellen.