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Kairo US-Senatoren fordern Freilassung der Muslimbrüder

US-Senatoren John McCain und Lindsey Graham haben die Freilassung aller „politischer Gefangener“ in Kairo verlangt. Sie unterstrichen die Notwendigkeit politischer Dialoge mit allen Parteien, auch der Muslimbruderschaft.
06.08.2013 - 20:19 Uhr 4 Kommentare
„Demokratie heißt miteinander sprechen“, erklärte Lindsey Graham (r.). „Aber es ist unmöglich, mit jemandem zu sprechen, der im Gefängnis sitzt.“ Quelle: Reuters

„Demokratie heißt miteinander sprechen“, erklärte Lindsey Graham (r.). „Aber es ist unmöglich, mit jemandem zu sprechen, der im Gefängnis sitzt.“

(Foto: Reuters)

Kairo Die US-Senatoren John McCain und Lindsey Graham haben in Kairo die Freilassung aller „politischen Gefangenen“ verlangt. „Demokratie heißt miteinander sprechen“, erklärte Graham auf einer Pressekonferenz im Anschluss an Gespräche mit der ägyptischen Führung. „Aber es ist unmöglich, mit jemandem zu sprechen, der im Gefängnis sitzt.“

Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi vor fünf Wochen befinden sich der Politiker sowie zahlreiche Spitzenfunktionäre der Muslimbruderschaft, aus deren Reihen Mursi stammt, in Untersuchungshaft.

McCain und Graham unterstrichen die Notwendigkeit eines politischen Dialogs, der alle Parteien einbezieht, darunter die Muslimbruderschaft. McCain nannte den Umsturz am 3. Juli auf der Pressekonferenz einen „Putsch“. Graham sagte, die derzeitige Übergangsregierung sei nicht gewählt, während die gewählte Regierung im Gefängnis sitze.

Der Besuch der beiden US-Senatoren erfolgte im Auftrag von US-Präsident Barack Obama. Dessen Außenminister John Kerry hatte allerdings den Umsturz in Ägypten vergangene Woche als „Wiederherstellung der Demokratie“ gewertet. Der Absetzung Mursis durch das Militär waren eindrucksvolle Massenproteste gegen die Herrschaft der Islamisten vorausgegangen.

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    McCain und Graham hatten auch keinen unmittelbaren Anteil an den Vermittlungsbemühungen des US-Vizeaußenministers William Burns, der seit letztem Freitag in Kairo weilt. Burns ist bestrebt, einen Ausweg aus der Krise zu finden und unter anderen eine gewaltsame und blutige Beendigung der Massen- und Dauerproteste der Mursi-Anhänger abzuwenden.

    • dpa
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    4 Kommentare zu "Kairo: US-Senatoren fordern Freilassung der Muslimbrüder"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • US Senatoren fordern Freilassung....
      Was haben die denn zu fordern?
      Die sollen sich um ihre Angelegenheiten kümmern, statt sich in innere Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen, da haben sie genug zu tun.
      Wo die ihre Finger im Spiel haben, enstehen Chaos und Unruhen.
      Waren sie denn nicht auch Strippenzieher bei dem sog. "Arabischen Frühling" ?
      Was ist daraus geworden? Mord und Totschlag, Chaos und neues Elend.

    • ...was für ein arrogantes Pack sind die Amis.

    • Azaziel fordert die rechtsstaatliche Behandlung aller Guantanamo Gefangenen. Fairer Prozess oder Freilassung!

    • Hey Ihr Beiden Clowns! Kümmert Euch darum Euer verrottetes Land wieder auf die Beine zu bringen statt Ratschläge in Sachen Demokratie zu verteilen. Bei Euch sollte Bradley Manning eine Medaille bekommen für seinen Verdienst FÜR die Demokratie und gegen die kriminellen in Washington.

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