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Kampf gegen den Klimawandel Weltklimakonferenz vor Woche der Entscheidung

In Polen geht die Weltklimakonferenz in ihre entscheidende Phase. Beschließt die Staatengemeinschaft die nötigen Regeln, damit die Erderwärmung gebremst werden kann?
10.12.2018 - 07:25 Uhr Kommentieren
Auch die Bundesumweltministerin nimmt an der Konferenz zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens teil. Quelle: imago/ZUMA Press
Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Auch die Bundesumweltministerin nimmt an der Konferenz zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens teil.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Kattowitz Zur zweiten und entscheidenden Woche der Weltklimakonferenz in Polen reisen am Montag Dutzende Regierungschefs und Minister an. Darunter ist auch die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). Die Beratungen von rund 200 Staaten in Kattowitz (Katowice) zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens sollen möglichst bis zum Freitag abgeschlossen werden.

Ziel der Konferenz ist ein detailliertes Regelbuch, um die Klimaschutzpläne der einzelnen Staaten vergleichbar und nachprüfbar zu machen. Auch geht es um weitere Finanzzusagen an Entwicklungsländer, von denen viele besonders unter der Erderwärmung zu leiden haben.

In Paris war 2015 beschlossen worden, die durch den Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid verursachte Erwärmung der Atmosphäre auf maximal zwei Grad zu begrenzen, wenn möglich sogar auf 1,5 Grad, verglichen mit der vorindustriellen Zeit um 1750. Die bislang zugesagten Klimaschutzbeiträge reichen dafür aber bei weitem nicht aus.

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    Zum Auftakt der Konferenz vor einer Woche hatte UN-Generalsekretär António Guterres in einem dramatischen Appell gewarnt, schon jetzt sei der Klimawandel für viele Menschen und auch ganze Staaten eine „Frage von Leben und Tod“.

    Wenn die Staatengemeinschaft versage, würden Arktis und Antarktis weiter schmelzen, die Korallen sterben, die Meeresspiegel steigen sowie mehr Menschen an Luftverschmutzung sterben und an Wasserknappheit leiden. „Wir brauchen mehr Taten und mehr Ehrgeiz“, mahnte Guterres.

    Nach Berechnungen der Weltwetterorganisation lagen die 20 wärmsten je gemessenen Jahre in den vergangenen 22 Jahren. Laut Weltklimarat muss zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels der Ausstoß von Kohlendioxid bis 2030 um 45 Prozent sinken im Vergleich zu 2010, und schon 2050 netto null erreichen.

    Umweltministerin Schulze sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, alle Staaten seien gemäß dem Pariser Abkommen aufgefordert, bis 2020 ihre bisherigen Beiträge zu überprüfen und möglichst aufzustocken. „Die Vorbereitungen dafür müssen jetzt beginnen. Von Kattowitz sollte das mutige Signal ausgehen, dass wir bei den bisherigen Zusagen nicht stehen bleiben“, so die Ministerin.

    Am Wochenende hatten in Kattowitz Tausende Umweltschützer für schnellere Maßnahmen gegen die globale Erderwärmung demonstriert. Unter dem Motto „Marsch für das Klima: Wacht auf! Es ist Zeit, unser Zuhause zu retten!“ zogen nach Schätzung der Polizei bis zu 2000 Klima-Aktivisten durch die Stadt.

    • dpa
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