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Kampf gegen IS Deutsches Flugzeug mit Militärgütern im Irak gelandet

Gegen Mitternacht ist das erste deutsche Flugzeug mit deutschen Militärgütern in den Irak gestartet und ist mittlerweile in Erbil gelandet. An Bord befinden sich 9500 Ausrüstungsgegenstände.
05.09.2014 Update: 05.09.2014 - 09:18 Uhr 1 Kommentar
Militärgüter auf dem Flughafen Leipzig/Halle in Schkeuditz (Sachsen). Das erste Flugzeug mit Militärgütern aus Deutschland ist unterwegs. Quelle: dpa

Militärgüter auf dem Flughafen Leipzig/Halle in Schkeuditz (Sachsen). Das erste Flugzeug mit Militärgütern aus Deutschland ist unterwegs.

(Foto: dpa)

Berlin/Bagdad Ein Frachtflugzeug mit defensiven Militärgütern aus Deutschland für die irakischen Kurden ist am Freitagmorgen in Erbil gelandet. Das teilte ein Sprecher der Bundeswehr am Morgen auf Anfrage mit. Die Entladung der Maschine mit rund 9500 militärischen Ausrüstungsgegenständen werde etwa zwei Stunden dauern.

Teile der Fracht sollten noch im Laufe des Tages den kurdischen Streitkräften (Peschmerga) übergeben werden. Gegen Mitternacht war die Frachtmaschine vom russischen Typ Antonow vom Flughafen Leipzig/Halle gestartet.

An Bord waren rund 9500 nicht tödliche Ausrüstungsgegenstände, wie ein Bundeswehrsprecher bestätigte. Die Ausrüstungen - darunter Schutzwesten und Helme - waren aus einem Bundeswehrlager in Waren an der Müritz nach Leipzig gebracht worden.

Aufgrund der politischen Befindlichkeiten in Bagdad, wo die Parteien der Schiiten, Kurden und Sunniten aktuell über die Bildung einer neuen Regierung unter dem designierten Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi verhandeln, musste die Maschine in der irakischen Hauptstadt zwischenlanden. In Bagdad war eine Inspektion der Fracht geplant. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Geste des Misstrauens, ist nach Einschätzung von Beobachtern vor allem ein Versuch der arabischen Politiker in Bagdad, eine eigenständige Außenpolitik der Kurden zu verhindern.

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    Die Bundeswehr hatte in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt im August bereits mit humanitären Hilfsflügen zur Versorgung von Vertriebenen im Nordirak begonnen. Bei diesen Flügen war der Umweg über Bagdad nicht notwendig gewesen.

    Die erste Maschine mit deutscher Militärausrüstung für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bringt neben den Schutzwesten und Gefechtshelme auch Geräte zur Minensuche und zur Munitionsbeseitigung nach Erbil.

    Transportiert werden sie von der russischen Frachtfluggesellschaft Volga-Dnepr. Die Paletten waren für die Verladung am Leipziger Airport mit schwarzer oder durchsichtiger Folie umwickelt, sie verbargen den Blick auf die verstauten Gegenstände. Man sah aber Zettel mit dem Vermerk „IRAK Hilfslieferung“. In Erbil sollen dann nach Angaben des Bundeswehrsprechers sechs Bundeswehrsoldaten die Ladung in Empfang nehmen und mit den Verantwortlichen vor Ort die Verteilung koordinieren.

    Der Termin für die erste Lieferung deutscher Waffen in den Irak steht indes noch nicht fest. Es ist aber geplant, diese noch im September nach Erbil zu schicken.

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    1 Kommentar zu "Kampf gegen IS: Deutsches Flugzeug mit Militärgütern im Irak gelandet"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • [b]Erste Hilfsgüter im Irak eingetroffen[b]
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      Es handelt sich um Schutzwesten, Helme, Decken und Zelte.
      Waffen zur Selbstverteidigung waren nicht darunter.
      Die sollen eventuell, vielleicht, irgendwann später folgen.

      Aufgrund der politischen Befindlichkeiten in Bagdad, wo die Parteien der Schiiten, Kurden und Sunniten aktuell über die Bildung einer neuen Regierung unter dem designierten Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi verhandeln, musste die Maschine in der irakischen Hauptstadt zwischenlanden. In Bagdad war eine Inspektion der Fracht geplant. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Geste des Misstrauens, ist nach Einschätzung von Beobachtern vor allem ein Versuch der arabischen Politiker in Bagdad, eine eigenständige Außenpolitik der Kurden zu verhindern.

      "In Bagdad war eine Inspektion der Fracht geplant."
      Da haben sie also die gesamte Ladung auf Waffen untersucht.
      Aber da brauchten sie keine Angst haben. Die alten Bundeswehrbestände, aus denen diese Gegenstände stammen, sind meist defekt und funktionsuntüchtig.
      Auch die Schutzwesten.

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