Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kampf gegen PKK Türkei plant nächsten Militäreinsatz – diesmal im Irak

Während das türkische Militär in Nordsyrien gegen einen Ableger der PKK kämpft, denkt die Führung des Landes schon an den nächsten Einsatz.
8 Kommentare
Ein Soldat schwenkt auf dem Berg Barsaja (Syrien) eine türkische Flagge nachdem die türkische Armee den Berg nahe der türkischen Grenze unter ihre Kontrolle gebracht hat. Das türkische Militär geht seit dem 20. Januar gegen die verbotene PKK vor. Quelle: dpa
Türkische Offensive in Nordsyrien

Ein Soldat schwenkt auf dem Berg Barsaja (Syrien) eine türkische Flagge nachdem die türkische Armee den Berg nahe der türkischen Grenze unter ihre Kontrolle gebracht hat. Das türkische Militär geht seit dem 20. Januar gegen die verbotene PKK vor.

(Foto: dpa)

Istanbul Das türkische Militär steckt in Nordsyrien mitten in einem Kampfeinsatz. Das hindert die Führung des Landes in der Hauptstadt Ankara aber nicht daran, über die nächste Operation nachzudenken. Nach den Worten des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu könnten schon bald Soldaten in den Nordirak geschickt werden. Der Auftrag lautet mehr oder weniger ähnlich: die Grenzregion von den Mitgliedern der verbotenen Terrorgruppe PKK und ihren Schwesterorganisationen zu säubern.

„Es wird eine grenzüberschreitende Operation im Irak gegen die PKK geben, wir werden sie gemeinsam mit der irakischen Regierung durchführen“, zitieren türkische Medien Cavusoglu, der sich derzeit in Wien aufhält.
Die Türkei hat in den vergangenen anderthalb Jahren ihre Außenpolitik verschärft. Neben einer angriffslustigen Rhetorik stehen für Staatschef Erdogan auch präventive Maßnahmen im Vordergrund. So kreuzt die türkische Marine nicht nur durch die Ägäis, um Flüchtlinge aufzusammeln, sondern auch, um umstrittene Territorien gegen Griechenland zu verteidigen. Zuletzt bedrängte eine türkische Fregatte ein Schiff, das vor Zypern nach Bodenschätzen suchen wollte.

In Nordsyrien geht das türkische Militär seit dem 20. Januar gegen die verbotene PKK vor. Die Führung in Ankara beruft sich dabei auf ihr Selbstverteidigungsrecht. Aus der Region sollen viele Anschläge in der Türkei geplant worden sein. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags schreibt in einer völkerrechtlichen Bewertung, die türkische Regierung bleibe „den konkreten Beweis für das Vorliegen eines das Selbstverteidigungsrecht auslösenden bewaffneten Angriffs schuldig“, heißt es in einem Artikel der Tagesschau.

Das dürfte Erdogan und seinen Außenminister kaum stören. Sie wissen einen Großteil der Bevölkerung auf ihrer Seite. Zwei Jahre lang wurde das Land fast im Wochenrhythmus mit Anschlägen übersät. Verantwortlich waren neben der Terrorgruppe IS auch die PKK sowie mehrere kleinere türkische Gruppierungen. Der blutige Putschversuch im Juli 2016 schließlich scheint das Fass zum Überlaufen gebracht zu haben: Erdogan wird in Zukunft mit aller Härte verhindern wollen, dass die Bedrohungslage weiter zunimmt.

Im Irak wird am 12. Mai gewählt. Danach könnte der Militäreinsatz in Syrien enden, erklärte Cavusoglu den Berichten zufolge. Gleichzeitig könnte dann der neue Einsatz starten, berichtet unter anderem CNN Türk. Demnach wird die Präsenz der PKK im Norden des Landes auch als Bedrohung für die Kurdische Autonomieregion in Irak (KRG) gesehen. Die PKK ist zwar kurdischen Ursprungs, jedoch mit der KRG verfeindet. „Auch wenn die Operation in Nordsyrien noch nicht beendet ist, haben wir die Kapazitäten, zwei Militäreinsätze zur selben Zeit durchzuführen“, wird Cavusoglu zitiert.

Bei der aktuellen „Operation Olivenzweig“ in Nordsyrien sollen bisher mehr als 3000 Mitglieder der bekämpften Gruppierungen neutralisiert worden sein. Die Türkei nutzt diesen Term, wenn sie von getöteten oder festgenommenen Gegnern spricht, ohne detailliert dazwischen zu unterscheiden. Bis Anfang der Woche wurden bei Gefechten 59 türkische Soldaten getötet.

Startseite

Mehr zu: Kampf gegen PKK - Türkei plant nächsten Militäreinsatz – diesmal im Irak

8 Kommentare zu "Kampf gegen PKK: Türkei plant nächsten Militäreinsatz – diesmal im Irak"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich bin übrigens AfD Wähler und auch hoffentlich bald Mitglied. Ihre Vorurteile sind grundlos und über Ihre persönliche Beziehung zu "EgoWahn" und Ihre Türkei Expertise können Sie gerne mit jemand anderem diskutieren.

  • Erdogan und seine Partei sind mir gleichgültig. Ich unterstütze die Bekämpfung von Terroristen egal welche Partei regiert, überall auf der Welt. Wenn bewaffnete kurdische Terroristen aus Polen oder Österreich heraus Terroranschläge in Deutschland verüben, würden Sie die wohl auch verurteilen. Oder? Ich würde mich verpflichten lassen. Oder sind sie Unterstützer von Terroristen?

    Unsere linken Politiker sind nicht ohne Grund brennende Verfechter der kurdischen Terroristen, die haben nämlich auch eine kommunistische Ideologie, die sie verbreiten wollen.

  • Herr Old Harold,

    danke für den Hinweis.

    Ich hatte bei dem ohnehin nur 2 Möglichkeiten gesehen.

    Die eine ist die von Ihnen beschriebene, die andere, dass der ein glühender Anhänger des Psychoathen aus Österreich ist und das "große Werk" seines Idols nicht vearbeitet hat.


  • @ Herrn Kurt Bäcker

    Sie sollten bei ihrem Kommentar nicht vergessen darauf hinzuweisen, dass Sie, trotz Ihres "deutschen" Namens, laut eigener Aussage in einem anderen Kommentar, einen türkischen "Migrationshintergrund" haben.

    Wenn Sie dem Forum jetzt noch mitteilen, dass Sie Mitglied der türkischen AKP sind, und ein glühender Anhänger ihres Führers Erdogan, weiss jeder Leser, Ihren Kommentar entsprechend zu bewerten!

  • EgoWahn und seine Unterstützer (auch die in Deutschland) unterliegen dem gleichen Größenwahn wie dieser Psychopath aus Österreich.

    EgoWahn scheint auch genauso unbelehrbar, wie sein Vorbild "der Führer", der auch tönte "seit 5:45 wird zurückgeschossen":

    Das Ende ist bekannt und nichts anders wird es mit seinem ersehnten "grioßosmansichem Reich" enden.

  • Ich wünsche der Türkei viel Erfolg bei der endgültigen Säuberung ihrer Grenzregion von den kurdischen Terroristen, die bereits tausende Menschenleben auf dem Gewissen haben.


  • Also höchste Zeit, dass die SPD sich endlich für eine Weiterführung der GroKo und damit eine handlungsfähige deutsche Regierung entschieden hat.

    Erdogan braucht für seine Angriffskriege dringend Ersatzteile für seine deutschen Leopard II-Panzer.

  • Die Kriegsverbrechen sollen also noch ausgeweitet werden. Hoffentlich haben die deutschen Soldaten die Kurden soweit ausgebildet, dass sie dem Sultan Parolie bieten können. Wann endlich nimmt unsere Regierung zu diesem verbrecherischen Tun Stellung?

Serviceangebote