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Kampf gegen Staatspleite Argentiniens Gläubiger wollen mit neuer Offerte ihre Reihen schließen

Eine wichtige Kreditgeber-Gruppe stellt dem Land in Aussicht, sich mit 54,5 Prozent der Forderungen zufrieden zu geben. Eine Bedingung gibt es jedoch.
03.07.2020 - 20:36 Uhr Kommentieren
Das einst reichste Land Südamerikas steckt in der Rezession und kämpft mit den Folgen der Coronavirus-Krise. Quelle: dpa
Alberto Fernandez, Präsident von Argentinien

Das einst reichste Land Südamerikas steckt in der Rezession und kämpft mit den Folgen der Coronavirus-Krise.

(Foto: dpa)

London Argentinien muss sich im Kampf gegen eine Staatspleite mit einem neuen Angebot seiner Gläubiger auseinandersetzen. Eine wichtige Kreditgeber-Gruppe stellte dem schuldengeplagten Land in Aussicht, sich mit 54,5 Prozent der eigentlich ausstehenden Forderungen zufrieden zu geben, wie das Argentina Creditor Committee (ACC) am Freitag mitteilte. Der Zusammenschluss aus 30 Fonds und Investmentfirmen macht es dabei zu Bedingung, dass ein großer Teil aller Gläubiger mit ins Boot geholt wird.

Schuldenexperten zufolge will ACC damit verhindern, dass Argentinien die Kreditgeber spaltet und mit jedem einzelnen Vereinbarungen zu einem Forderungsverzicht schließt. Bei dieser sogenannten „Pac-Man-Strategie“ würde das Land nach und nach Zusagen einsammeln, so wie die Figur aus dem 80er-Jahre-Videospiel in ihrem Labyrinth Punkte schluckt.

ACC hoffe weiter auf eine einvernehmliche Lösung, teilte die Gläubigergruppe mit. Doch Insidern zufolge setzen die beiden größten Gläubiger, die Gruppen „AdHoc“ und „Exchange“, weiter auf bessere Konditionen als in dem ACC-Vorschlag enthalten sind. Dabei geht es im Kern darum, wie viel die Kreditgeber von ihrem Geld überhaupt noch von Argentinien zurückerhalten.

Bisher hatte ACC sich zu 55 bis 56 Prozent bereiterklärt, während die Regierung zuletzt etwa 50 Prozent in Aussicht gestellt hatte. Das einst reichste Land Südamerikas steckt in der Rezession und kämpft mit den Folgen der Coronavirus-Krise. Es kann seine Schulden nicht mehr bedienen und versucht deshalb seine Gläubiger, die Anleihen im Volumen von etwa 65 Milliarden Dollar halten, zu einem Forderungsverzicht zu bewegen.

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    Gibt es keine Einigung, würde dies als Zahlungsausfall gewertet und Argentinien technisch gesehen als bankrott gelten. Für die Investoren hingegen besteht das Risiko, bei einem Scheitern am Ende mit nichts dazustehen.

    Mehr: Argentinien verlängert Verhandlungen mit Gläubigern um einen Monat

    • rtr
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