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Kampf gegen Steueroasen USA und Frankreich sprechen sich für globale Mindeststeuer von 12,5 Prozent aus

Die Finanzminister beider Länder wollen den Steuerwettlauf nach unten beenden. Eine internationale Lösung müsse dabei auch Digitalkonzerne umfassen.
23.01.2020 - 11:05 Uhr Kommentieren
USA und Frankreich für globale Mindeststeuer von 12,5 Prozent Quelle: AP
Steven Mnuchin (links) und Bruno Le Maire

Die Finanzminister beider Länder wollen bis Ende des Jahres eine internationale Lösung finden.

(Foto: AP)

Davos Im Kampf gegen das internationale Steuerdumping wollen Frankreich und die USA die Einführung einer globalen Mindeststeuer. „Bei diesem Punkt sind wir auf exakt derselben Linie wie die USA“, sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstag in Davos am Rande des Weltwirtschaftsforums. „Ich denke wirklich, wir sind kurz vor einer Einigung.“ Auch US-Finanzminister Steven Mnuchin betonte, man habe sich darauf verständigt, eine weltweite Minimalsteuer einzuführen. „Das schützt alle vor einem Steuer-Wettlauf nach unten, das verhindert, dass es Steueroasen gibt.“

Frankreich spricht sich dabei für einen Mindeststeuersatz für Unternehmen von 12,5 Prozent aus. Finanzminister Le Maire betonte allerdings, dass Mindeststeuer und die Besteuerung digitaler Großkonzerne zusammengehören. „Wenn man eine Mindeststeuer will, braucht man auch eine Digitalsteuer.“

Im Streit um die Besteuerung von Digitalkonzernen hatten sich Paris und Washington am Mittwoch auf eine Rahmen-Vereinbarung verständigt, um einen Handelskonflikt zu vermeiden. Frankreich ist bereit, fällige Vorauszahlungen auf die nationale Digitalsteuer bis Ende des Jahres auszusetzen, dafür verzichten die USA auf Sanktionen.

Le Maire gab sich erneut optimistisch, dass nun bis Ende 2020 eine Lösung auf internationaler Ebene gefunden wird. Er sei sich der Schwierigkeiten bewusst. Es sei aber besser, eine internationale Lösung zu haben als zahlreiche nationale Digitalsteuern weltweit. Der Minister machte aber deutlich, dass Frankreich bei seiner nationalen Steuer bleiben werde, sollte es nicht zu einer Einigung kommen. Mnuchin hingegen sagte: „Es gibt viele andere wichtige Wirtschaftsfragen, internationale Steuerfragen sind sehr kompliziert.“

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    Die USA hatten Frankreich im Dezember mit Strafzöllen gedroht, weil Paris 2019 eine nationale Digitalsteuer eingeführt hatte, die hauptsächlich große US-Konzerne wie Google oder Facebook trifft.

    Mehr: Das Einlenken Frankreichs bei der Digitalsteuer ist sinnvoll, meint Handelsblatt-Korrespondent Thomas Hanke – zumindest vorerst.

    • dpa
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