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Kampf mit Milizen Libysche Regierung fordert Waffenruhe

Die libysche Regierung möchte Waffenruhe in Bengasi. Für die Bewohner sei die Lage untragbar. Eine islamistische Kampfeinheit erobert derweil einen wichtigen Armeestützpunkt.
Update: 30.07.2014 - 03:56 Uhr Kommentieren
Dunkle Rauchwolke über Tripolis: Seit Wochen bekämpfen sich in Libyen befeindete Milizen. Quelle: dpa

Dunkle Rauchwolke über Tripolis: Seit Wochen bekämpfen sich in Libyen befeindete Milizen.

(Foto: dpa)

Kairo/Bengasi Die libysche Übergangsregierung hat alle Armee-Einheiten in der östlichen Hafenstadt Bengasi angewiesen, umgehend alle Kampfhandlungen einzustellen. Die Regierung rief am Dienstag auch die islamistischen Milizen auf, ihre Waffen niederzulegen.

Die Lage der Bewohner Bengasis sei untragbar geworden und verlange ein sofortiges Eingreifen. Die Regierung kündigte an, alle Konfliktparteien in Bengasi zu einem Treffen einzuladen.

Islamistische Kampfeinheiten nehmen derweil einen wichtigen in Bengasi im Osten des Landes ein. Von Seiten des Militärs und der Aufständischen hieß es übereinstimmend, dass der Revolutionäre Schura-Rat von Bengasi das dortige Hauptquartier der Streitkräfte übernommen habe.

In Libyen toben Kämpfe verfeindeter Milizen. Seit die Kämpfe vor zwei Wochen zwischen Milizen aus Al-Sintan und Misrata begannen, wurden laut lokalen Medien in der Hauptstadt Tripolis etwa hundert Menschen getötet und mehr als 400 verletzt. Die bewaffneten Gruppen hatten einst als Revolutionsbrigaden den Aufstand gegen Gaddafi angeführt und kämpfen nun für eigene Interessen.

In der östlichen Hafenstadt Bengasi, wo der pensionierte Generalmajor Chalifa Haftar mit Hilfe abtrünniger Soldaten eigenmächtig gegen islamistische Milizen vorgeht, stürzte laut Nachrichtensender Al-Arabija ein Militärflugzeug ab. Die libysche Zeitung „Al-Wasat“ berichtete unter Berufung auf einen Sprecher von Haftars Militäroperation „Würde“, dass die Maschine aufgrund eines technischen Defekts abgestürzt sei. Der Pilot habe sich mit dem Schleudersitz retten und das Flugzeug in die Richtung eines unbewohnte Gebietes steuern können, hieß es.

  • dpa
  • afp
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