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Kampf um Ramadi Irakische Truppen schlagen IS-Milizen zurück

Die irakische Armee und Schiiten-Milizen bereiten sich auf einen Sturm auf die von der Terrormiliz IS eroberte Stadt Ramadi vor. Ein Angriff der Terroristen auf die Armeestellungen wurde bereits erfolgreich abgewehrt.
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Die irakische Armee und unterstützende Milizen planen einen Großangriff zur Rückeroberung der Stadt Ramadi. Quelle: AFP
Kampf gegen den IS

Die irakische Armee und unterstützende Milizen planen einen Großangriff zur Rückeroberung der Stadt Ramadi.

(Foto: AFP)

Bagdad/Damaskus Im Irak haben Regierungstruppen und schiitische Milizen im Kampf um die strategisch wichtige Stadt Ramadi einen Vorstoß der Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) abgewehrt. Die IS-Kämpfer hätten in der Nacht zu Mittwoch einen Überraschungsangriff auf die Truppen in einem Ort vor Ramadi gestartet, sagte der Anführer von Stammeskämpfern auf Seiten der Regierung, Amir al-Fahdawi, der Nachrichtenagentur Reuters.

Sie hätten sich nach einem vierstündigen Gefecht zurückgezogen. Armee und Schiiten-Milizen bereiten sich darauf vor, die am Wochenende vom IS überrannte Stadt zurückzuerobern. Auch aus Syrien wurden schwere Kämpfe gemeldet, wo es nach Angaben von Oppositionellen IS-Kämpfern gelang, Teile der ebenfalls strategisch wichtigen Stadt Palmyra einzunehmen.

Mit der Eroberung von Ramadi hat der IS seine Herrschaft über die Wüstenprovinz Anbar ausgebaut. Dort werden nur noch kleine Enklaven von Regierungstruppen gehalten. Militärs rechnen mit schweren Kämpfen bei der Rückeroberung der Provinzhauptstadt, da die irakische Armee nach US-Angaben bei ihrer überstürzten Flucht aus Ramadi ein umfangreiches Waffenarsenal - darunter ein halbes Dutzend Panzer und rund hundert Fahrzeuge - zurückgelassen hat. „Die Konsequenzen der Eroberung des Waffenlagers in Ramadi sind viel gravierender als die Eroberung der Stadt an sich“, sagte ein irakischer Offizier, der anonym bleiben wollte.

Die USA, deren Luftwaffe auch am Dienstag Stellungen des IS angriff, fürchten, dass der Kampf um Ramadi die Spannungen zwischen Sunniten und Schiiten anheizen könnte. Grund sind Tausende schiitischer Milizionäre, die an der Seite der Armee die sunnitische Stadt stürmen sollen. Bereits in der Vergangenheit war es zu Übergriffen zwischen den Religionsgruppen gekommen. Der IS vertritt eine fundamentalistische Strömung der Sunniten.

Das sind die gefährlichsten Länder der Welt
Libyen
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Das Land ist vom Krieg zerrissen. Seit dem Sturz von Diktator Muhammad Gaddafi gilt Libyen als sogenannter „failed state“. Eine funktionierende Regierung gibt es nicht, Investoren machen um das Land einen großen Bogen. Mittlerweile ist das Land auch ins Visier der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ gerückt. Kein Wunder also, dass Libyen laut der aktuellen Karte des Gesundheitsrisikos von „International SOS“ auch hinsichtlich der medizinischen Versorgung eines der gefährlichsten Länder der Welt ist.

(Foto: dpa)
Sierra Leone
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In kaum einem anderen afrikanischen Land wütete hat das Ebola-Virus so brutal, wie im westafrikanischen Sierra Leone, eines der ärmsten Länder der Welt. Die fehlende medizinische Versorgung und das zu späte Einschreiten der internationalen Staatengemeinschaft haben erst möglich gemacht, dass das Virus derart tödliche Ausmaße annahm. Die Ebola-Epidemie konnte mittlerweile eingedämmt werden. Dennoch ist Sierra Leone nach wie vor kein risikoloses Reiseziel.

(Foto: AFP)
Liberia
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Wie Sierra Leone leidet auch Liberia unter der Ebola-Epidemie. Auch hier wurde zu spät reagiert. Zur fehlenden medizinischen Versorgung kommen noch katastrophale hygienische Zustände und die fehlende Sensibilisierung der Bevölkerung hinzu. Viele Liberianer blieben in Kontakt mit erkrankten Angehörigen und weigerten sich, auf Beerdigungszeremonien zu verzichten, weshalb sich das Virus immer weiter verbreiten konnte.

(Foto: AFP)
Simbabwe
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Während Simbabwes Diktator Robert Mugabe in Saus und Braus lebt, lässt er seine Bevölkerung in bitterer Armut darben. Eine absurd hohe Inflation, eine hohe Sterblichkeitsrate und fehlende öffentliche Investitionen – das alles interessiert den greisen Diktator wenig. Zwar leidet Simbabwe nicht unter dem Ebola-Virus, angesichts der Armut des Landes ist es als Reiseziel allerdings nicht empfehlenswert.

(Foto: dpa)
Syrien
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Der Bürgerkrieg in Syrien hat bisher Tausende Menschenleben gekostet. Frieden ist nicht in Sicht. Besonders problematisch ist, dass die ungeordneten Verhältnisse in Syrien eine Brutstätte für Terrorismus sind. Für Reisende ist das Land daher besonders gefährlich. Auch die desolate Gesundheitsversorgung macht Syrien zu keinem sicheren Reiseziel.

(Foto: dpa)
Irak
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Irakische Fußballfans in den Straßen der Hauptstadt Bagdad: Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sorgt in dem krisengeschüttelten Land für bürgerkriegsähnliche Zustände. Wilde Flüchtlingslager, eine schlechte medizinische Infrastruktur und die erhöhte Unsicherheit durch Anschläge und Bombendrohungen machen die Lebensumstände im Irak besonders prekär. Das ist keine Reise wert.

(Foto: dpa)
Gaza
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Zerstörungen in Gaza: Palästina ist nicht sicher. Insbesondere der Gazastreifen gilt als Pulverfass. Hier kommt es immer wieder zu Scharmützeln zwischen der radikal-islamischen Hamas und der israelischen Armee. Außerdem sorgen die durch das jüngste Bombardement zerstörten Gebäude für Gefahr. Aufgrund zerstörter Leitungen, Schwelbränden und offener Kanalisationen empfiehlt sich das eingemauerte Gaza derzeit umso mehr nicht für Reisende aus dem Ausland.

(Foto: dpa)

In Syrien eroberten IS-Kämpfer nach Berichten der Syrischen Beobachterstelle für Menschenrechte ein Drittel von Palmyra. Die Oase mit der historischen Altstadt ist berühmt wegen ihrer zahlreichen Ruinen aus antiker Zeit. Sie wurden 2013 von der Unesco auf die Liste bedrohter Weltkulturstätten gesetzt. Nach Angaben des Chefs der syrischen Antikenbehörde, Maamun Abdulkarim, wurden Hunderte Statuen in Sicherheit gebracht. „Wir fürchten um das Museum und die Monumentalbauten, die nicht verlegt werden können“, sagte er Reuters. Der IS hat bereits im Irak mehrere berühmte Ruinen und Statuen zerstört.

  • rtr
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