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Kampfgebiet in Syrien Israel rettet Mitglieder syrischer Zivilorganisation – Deutschland nimmt acht Familien auf

Mitglieder einer Zivilorganisation wurden aus einem Kampfgebiet im Süden Syriens gerettet. Deutschland nimmt nun einige von ihnen auf.
22.07.2018 Update: 23.07.2018 - 13:38 Uhr Kommentieren
Die israelische Armee hilft seit zwei Jahren den Menschen in dem Gebiet entlang der Grenze mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Treibstoff. Quelle: dpa
Konflikt in Syrien

Die israelische Armee hilft seit zwei Jahren den Menschen in dem Gebiet entlang der Grenze mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Treibstoff.

(Foto: dpa)

Amman/Beirut/Jerusalem Von den aus Südsyrien in Sicherheit gebrachten Mitgliedern der Hilfsorganisation Weißhelme sollen acht Helfer und deren Familien in Deutschland aufgenommen werden. Dies teilte am Sonntag eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums mit. Israelische Soldaten hatten Hunderte Mitglieder der syrischen Zivilschutzorganisation und Angehörige aus dem umkämpften Südwesten des Bürgerkriegslandes in Sicherheit gebracht.

Ihre Leben seien unmittelbar bedroht gewesen, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Um die Rettungsaktion hätten US-Präsident Donald Trump und andere Regierungschefs gebeten. Die Weißhelme wurden nach Jordanien gebracht. Das dortige Außenministerium teilte mit, das Königreich habe den UN die Genehmigung erteilt, über Jordanien Hunderte syrische Helfer und Angehörige in westliche Staaten umzusiedeln.

Es seien 422 Menschen über die von Israel besetzten Golanhöhen nach Jordanien gebracht worden, sagte ein Insider am Sonntag. Zunächst war von 800 die Rede gewesen. Ein weiterer Insider, der nicht aus Jordanien kommt, sagte zudem, der ursprüngliche Plan habe die Rettung von 800 Menschen vorgesehen. Die Aktion sei aber durch Kontrollposten der syrischen Regierung und die Extremistenmiliz Islamischer Staat behindert worden.

Großbritannien, Deutschland und Kanada sagten nach jordanischen Angaben zu, dass die Betroffenen innerhalb von drei Monaten umgesiedelt würden. Die Helfer seien nach der Eroberung von Rebellengebieten durch die syrische Armee geflohen. Die Weißhelme sind eine Rettungsorganisation, der nach eigener Darstellung knapp 4000 Freiwillige angehören. Ihr wird die Rettung Zehntausender Menschen zugeschrieben.

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    Netanjahu sagte in einer kurzen Videoansprache, Trump, der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau und andere Vertreter ausländischer Regierungen hätten Israel um Hilfe bei der Evakuierung der Weißhelme gebeten. „Die Leben dieser Menschen, die Leben gerettet haben, waren in Gefahr“, sagte Netanjahu. Daher habe er als wichtige humanitäre Geste der Aktion zugestimmt.

    Bundesaußenminister Maas sagte der „Bild“-Zeitung: „Mit dem Vormarsch des Regimes droht vielen Weißhelmen nun Gefahr für Leib und Leben.“ Es sei ein Gebot der Menschlichkeit, dass viele von ihnen nun Schutz und Zuflucht fänden - „einige davon auch in Deutschland“. Das Auswärtige Amt hat die Weißhelme seit 2016 mit zwölf Millionen Euro unterstützt. Der britische Außenminister Jeremy Hunt dankte Israel und Jordanien, so schnell auf die Bitte seiner Regierung zur Rettung der Weißhelme reagiert zu haben.

    Die syrische Armee geht in dem an Jordanien und Israel angrenzenden Südwesten seit Juni mit russischer Unterstützung verstärkt gegen Aufständische vor. Nachdem die Rebellen in der Provinz Daraa faktisch geschlagen wurden, dringen die Streitkräfte auf die benachbarte Region Kuneitra vor und damit in Richtung der von Israel besetzten Golanhöhen.

    Die syrische Regierung kritisierte die Aktion zur Ausreise. Die Regierung in Damaskus sprach am Montag von einer „kriminellen Operation“, die von „Israel und seinen Helfershelfern“ durchgeführt worden sei. Die syrische Regierung beschuldigt die Zivilschutzorganisation Weißhelme, Agenten ausländischer Feinde zu sein und mit den Aufständischen zusammenzuarbeiten, die Syriens Machthaber Baschar al-Assad stürzen wollen.

    • rtr
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