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Kandidatur US-Rapper Kanye West will bei Präsidentschaftswahlen antreten

Vier Monate vor der Wahl kündigt der Musiker sein Kandidatur auf Twitter an. Ob er es ernst meint, ist unklar. Prominente Unterstützung hat er jedoch.
05.07.2020 Update: 05.07.2020 - 15:38 Uhr Kommentieren

Rapper Kanye West will US-Präsident werden

Los Angeles US-Rapper Kanye West (43) hat angekündigt, für die US-Präsidentschaft zu kandidieren. „Wir müssen nun das Versprechen Amerikas erkennen, mit Gottvertrauen, einer einigenden Vision und dem Schaffen einer Zukunft“, schrieb der Musiker am Samstag auf Twitter. Zu dem Hashtag #2020VISION erklärte West, sich für das Amt des Präsidenten zu bewerben.

Ob er tatsächlich noch in diesem Herbst gegen Amtsinhaber Donald Trump, der sich im November um eine Wiederwahl bewirbt, ins Rennen ziehen würde, ließ West offen. Der Rapper machte keine weiteren Angaben. Sein Tweet führte allerdings schnell zu einer Flut von Reaktionen. „Du hast meine volle Unterstützung!“, schrieb Tesla-Chef Elon Musk in einer Antwort an West. Ob West mit dieser Ankündigung wenige Monate vor den Wahlen nicht etwas spät dran sein, witzelten andere.

Seine politischen Ambitionen hat der Ehemann von Reality-Star Kim Kardashian schon häufiger geäußert. 2015 bei den MTV Video Music Awards erklärte er, bei der US-Wahl im Jahr 2020 antreten zu wollen. Vor zwei Jahren sagt er dann in einem Radiointerview, möglicherweise im Jahr 2024 für das Präsidentenamt zu kandidieren. Nach eigener Aussage wollte er als gemäßigter Kandidat antreten.

Am Wochenende blieb auch unklar, ob West jenseits des Tweets überhaupt eine ernsthafte Wahlkampf-Struktur unterhält: In der Datenbank der landesweiten Wahlkommission FEC gibt es unter dem Namen Kanye Omari West keinen Hinweis, dass er die nötigen Dokumente eingereicht haben könnte. Weil mit Donald Trump bei den Republikanern und Joe Biden bei den Demokraten die beiden wichtigen Parteien ihre Kandidaten bestimmt haben, könnte West höchstens als Unabhängiger ins Rennen gehen.

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    Die Frist, um überhaupt auf den Stimmzettel zu kommen, ist in vielen Bundesstaaten schon verstrichen. In Texas und New York endete sie bereits im Mai, in weiteren kleineren Staaten im Juni. In Florida müsste West bis 15. Juli mehr als 132 000 gültige Unterschriften sammeln, um als unabhängiger Kandidat geführt zu werden. Ein Unterfangen, für das Kampagnen normalerweise Wochen oder Monate brauchen. Ohne die Wahlleute aus diesen Staaten ist es so gut wie unmöglich, die nötige Mehrheit für das Weiße Haus zu gewinnen.

    Gemutmaßt wurde darüber, ob die Kandidatur des bisher klar erklärten Trump-Fans West Anhänger von Joe Biden umstimmen soll und ob es dem Musiker gelingen könnte, vor allem bei Jüngeren und Schwarzen Bidens Position zu schwächen.

    West war einer von wenigen populären Künstlern, die Trump öffentlich unterstützen. 2018 traf er Trump im Weißen Haus und trug dabei eine Baseball-Mütze mit dessen Wahlkampf-Slogan „Make America Great Again“. Er sorgte aber auch für Irritationen, als er sich einmal als Fan ausgab und dies später als Witz bezeichnete. Im vorigen Herbst brachte der vierfache Vater und Hobbyprediger das Album „Jesus Is King“ heraus, dessen Titel meist religiös grundiert sind.

    Mehr: Zum Unabhängigkeitstag will der US-Präsident den Stolz der Amerikaner wecken. Dabei entgleitet ihm in der Coronakrise zunehmend die Führung. Es regiert die Unvernunft, meint Handelsblatt-Korrespondentin Annett Meiritz.

    • dpa
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