Kapitalmarktunion EU-Kommissar Hill drückt aufs Tempo

Die Kapitalmarktunion soll es vor allem mittelständischen Unternehmen ermöglichen, leichter an Geld zu kommen. Während aus Deutschland Stimmen kommen sich Zeit zu lassen, drängt EU-Finanzmarktkommissar Hill zur Eile.
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EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill mahnt bei der Umsetzung der Kapitalmarktunion zur Eile. Quelle: Reuters
Erleichterte Kapitalaufnahme

EU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill mahnt bei der Umsetzung der Kapitalmarktunion zur Eile.

(Foto: Reuters)

FrankfurtEU-Finanzmarktkommissar Jonathan Hill drückt bei Erleichterungen zur Kapitalaufnahme für Mittelständler aufs Tempo. Hohe Arbeitslosigkeit und Wachstumsschwäche drängten Europa zum Handeln, mahnte Hill bei einer Tagung am Dienstag in Frankfurt. Nach dem Willen der EU-Kommission sollen kleine und mittelständische Unternehmen leichter Geld am Kapitalmarkt aufnehmen können und nicht wie derzeit vor allem von Banken abhängig sein.

Mit einer Kapitalmarktunion will Hill Investoren das Geschäft über europäische Ländergrenzen hinweg erleichtern. Angedacht ist etwa, die Vorgaben für Börsenprospekte zu lockern - das sind Informationen, die Unternehmen potenziellen Investoren zur Verfügung stellen müssen. Derzeit läuft ein Beratungsprozess zu diesem Gesetzesvorhaben.

Der seit März amtierende Präsident der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, hatte appelliert, die EU solle sich bei der Kapitalmarktunion Zeit nehmen. Es gebe auf diesem Feld keinen Handlungsdruck, hatte Hufeld Anfang März gesagt. Hill räumte am Dienstag ein, in der Tat gebe es in Deutschland mit seiner starken Wirtschaft nicht so große Problem: „Aber die deutsche Industrie und die deutsche Wirtschaft wird davon profitieren, wenn es in den anderen 27 Mitgliedstaaten besser läuft.“

  • dpa
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