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Kaschmir-Konflikt Indien wirft Pakistan tausendfache Grenzverletzung vor

Über 2.050 Fälle von „anlasslosen Waffenruhe-Verletzungen“ hat Pakistan Indien zufolge bereits verursacht. Dabei seien mehrere Inder getötet worden.
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Ein indischer Soldat steht mit seiner Waffe hinter Stacheldraht in der Nähe eines Kontrollpunktes. Quelle: dpa
Kaschmir

Ein indischer Soldat steht mit seiner Waffe hinter Stacheldraht in der Nähe eines Kontrollpunktes.

(Foto: dpa)

Neu Delhi Indien zufolge hat Pakistan in diesem Jahr schon mehr als 2.000-mal gegen die Waffenruhe an der Grenze der umstrittenen Kaschmir-Region verstoßen. In einer Erklärung an diesem Sonntag warf das indische Außenministerium dem verfeindeten Nachbarstaat über 2.050 Fälle von „anlasslosen Waffenruhe-Verletzungen“ an der sogenannten Kontrolllinie vor, die Kaschmir in eine pakistanisch und eine indisch kontrollierte Zone teilt. Dabei seien mindestens 21 Inder getötet worden.

„Wir verdeutlichen unsere Bedenken angesichts der nicht provozierten Waffenruhe-Verletzungen durch pakistanische Truppen“, sagte der Ministeriumssprecher Raveesh Kumar. Dazu zählten auch deren „Unterstützung von grenzüberschreitender Terroristen-Infiltrierung und das Zielen auf indische Zivilisten und Grenzposten“.

Seit der Unabhängigkeit des früheren Britisch-Indiens und der Trennung in einen indischen und einen pakistanischen Teil im Jahr 1947 streiten die beiden Länder um die Herrschaft über Kaschmir. Sie führten bereits zwei Kriege um das Himalaya-Tal.

Indien und Pakistan bezichtigen sich gegenseitig der Verstöße gegen eine 2003 vereinbarte Waffenruhe. Am Dienstag hatte Pakistan Indien im UN-Menschenrechtsrat in Genf Rechtsverletzungen gegen die Einwohner seines Kaschmirs-Teils vorgeworfen und erneut den Entzug der Teilautonomie der Region kritisiert. Der Schritt der indischen Regierung, dem mehrheitlich muslimischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir den Sonderstatus zu entziehen, hatte die Spannungen zum Nachbarland weiter verschärft.

Mehr: Bei der Kaschmir-Krise streiten zwei Atommächte um die Bergregion. Womöglich droht ein neuer Krieg. Die geopolitische Analyse von Sigmar Gabriel.

  • dpa
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