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Katar lockt Investoren Die Strategie der Scheichs

Es sind nicht nur klangvolle Namen aus Industrie und Bankenwelt der westlichen Industrieländer, die die Staatsfonds vom Golf auf Einkaufstour locken. Katar will auch bedeutende Investoren ins eigene Land holen.
6 Kommentare
Skyline: Doha, die Hauptstadt Katars. Quelle: dpa

Skyline: Doha, die Hauptstadt Katars.

(Foto: dpa)

Doha, BerlinDer Golfstaat Katar investiert so viel wie möglich. Das kleine Land mit dem höchsten Pro-Kopf-Bruttoinlandsprodukt der Welt reiht einerseits Beteiligungen an Firmen mit klangvollen Namen wie Kronjuwelen auf die immer länger werdende Kette. Andererseits investiert die Regierung in Doha in Firmen, die besonders für die eigene Binnenentwicklung wichtig sind. Dazu zählen vor allem Katars Anteil am Bau- und Technologiekonzern Hochtief und die gerade im Aufstocken befindliche Beteiligung beim deutschen Photovoltaik-Konzern Solarworld.

Qatar Solar Technologies (QSTec) heißt die Firma, die Katar in die Moderne katapultieren soll: QSTec ist ein Joint-Venture zwischen der Qatar Foundation (70 Prozent), SolarWorld (29 Prozent) und der Qatar Development Bank (1 Prozent Anteil). QSTec baut gerade in der katarischen Industriestadt Ras Laffan ein Polysilizium-Werk, das zunächst 8000 Tonnen dieses Grundstoffs für moderne Solarzellen herstellen soll. Die Kapazität könne auf dem 1,2 Millionen Quadratmeter großen Grundstück neben den weltgrößten Gasverflüssigungsanlagen auf 45.000 Tonnen erhöht werden.

Am Ende soll das Gemeinschaftsunternehmen mit den Deutschen die gesamte Photovoltaik-Kette vom Rohsilizium bis zum Solarkraftwerk abdecken, sagte Khalid Al-Hajri, Chairman und CEO von QSTec, kürzlich vor deutschen Journalisten in Doha. Denn die katarische Firma setze „auf einen deutschen Joint-Venture-Partner, deutsche Technik, also wird alles gut“, fügte er auf Deutsch hinzu: „Und das ist Teil der Qatar National Vision 2030‘.“

Diese Langfrist-Strategie beinhaltet nicht nur, dass der Golfstaat bei der Fußball-WM 2022 die Stadien mit Solarstrom herunter kühlen will. Mit dem Bau neuer Städte wie Lusail bei Doha soll die Einwohnerzahl des Emirats von 1,7 auf 2,3 Millionen steigen (davon 80 Prozent Gastarbeiter). An dem 45 Milliarden Dollar umfassenden Projekt ist auch die Düsseldorfer Beratungsfirma Dorsch beteiligt. Und mit Solarstrom soll auch Katar erblühen, das für sich mit dem Spruch „der einzige echte Wüstenstaat der Welt" wirbt: Bisher werden 93 Prozent der Lebensmittel importiert, das solle halbiert werden und auch Katars gigantischer Bedarf an Meerwasser-Entsalzungsanlagen künftig mit Sonnenstrom versorgt werden. „Die Wasser- und  Lebensmittelversorgung ist eine Frage der nationalen Sicherheit, Unabhängigkeit und Existenz“, sagte Fahad al-Attiya, Chef des Nationalen Ernährungssicherheitsprogramms QNFSP, dem Handelsblatt.

Katar setzt auf Flüssiggas
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6 Kommentare zu "Katar lockt Investoren: Die Strategie der Scheichs"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mit Solarstrom kann man in Arabien zur Mittagszeit kühlen - steht ja oben im Bericht. In Deutschland macht dies keinen Sinn. Das dafür eingesparte Gas lässt sich aber nach Deutschland verkaufen. Für Gaskraftwerke, welche den volatilen EEG-Strom glätten müssen. So einfach ist das.
    Alina Alanka

  • Hallo Fun...Der Artikel soll dies suggerieren.

    Realität ist, dass Khatar auf einem riesigen Gasvorkommen liegt. Man fördert das Gas, man konvertiert dieses zu LNG, man konvertiert dieses zu Diesel, man erzeugt Strom für eine gewaltige Alu Produktion. Man exportiert diese Produkte. Im Grunde eine sehr vernünftige, ökologiefreie Wirtschaft mit extrem hohem Energieeinsatz.

    Ich hatte 4 Jahre in der Region gelebt und gearbeitet. Die meisten Araber waren sehr vom Islam erfüllt und vollkommen ökoignorant. Aufgrund der sehr poetischen arabischen Kommunikation, die wenig Rücksicht auf die Wirklichkeit nimmt, ist der Araber sehr skeptisch gegenüber Gelesenem und Gehörtem und erzählt was in den Ohren des Zuhörers wohl tönt. Allerdings glaubt man gerne Europäern und Deutschen weil diese in der Vergangenheit ziemlich ehrlich waren.

    Ich kenne die Regierung Khatars und ihre Gedankenwelt nicht. Denkbar wäre, dass sich Regierungsmitglieder Khatars haben illusionieren lassen????

    Denkbar ist dass diese aufgrund des Geldüberflusses alles haben wollen, was ihnen schick und neu vorkommt??

    Denkbar ist, dass bei diesem Artikel die Phantasie des Autors die Realität ein wenig überwunden hat und man Absichtserklärungen und Worte als Realität schildert?? Denken Sie daran, dass man beispielsweise in Deutschen Politikzeitschriften mit orangenem Einband komplette Phantasiegeschichten zu Themen wie Atom geschrieben hat.

    Vandale

  • Stimmt es eigentlich, dass dieser Artikel bedeutet dass die Energiewende in Katar schneller umgesetzt werden wird als in Dtl?

  • ...QSTech baut gerade in der katarischen Industriestadt Ras Laffan ein Polysilizium-Werk, das zunächst 8000 Tonnen dieses Grundstoffs für moderne Solarzellen herstellen soll....
    Es gibt bereits heute grosse Ueberkapazitäten bei der Polysiliziumherstellung. Man möge hierzu einen Blick in die Berichte der Fa. Wacker werfen. Entweder sind die Herrscher Khatars extrem illusioniert worden, oder es handelt sich lediglich um eine Absichtserklärung?

    Solarstrom ist in Khatar so wertlos* und hoffnungslos unwirtschaftlich** wie im Rest der Welt. Insofern stellt sich auch zu den diesbezüglichen Aussagen die Frage was hinter dem Bericht steckt.

    Insofern erscheint der Artikel etwas skurril.

    Vandale

    *Die Solarstromerzeugung erfolgt in Khatar entsprechend dem Sonnenstand. Am Mittag ist die Stromerzeugung am höchsten, am frühen Abend wenn das Verbrauchsmaxima ist, 0. Solarstrom kann lediglich Brennstoffkosten einsparen.
    **Aufgrund des günstigen Erdgases liegen die Brennstoffkosten in Khatar nahe 0

  • Das wäre sehr unklug als das Fracking lediglich eine Verfahrensvariante der Erdöl/Erdgasförderung darstellt.

    Der Eine, oder Andere Oekogläubige könnte sich informieren, obwohl der Glaube dazu dient das Nachdenken zu vermeiden, dann ggf. die Oel/Gasförderung als solche in Frage stellen

    Vandale

  • Stimmt es eigentlich, dass die Anti-Fracking Bewegung von den Ölmulties bezahlt werden?

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