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Keine Kredite IWF dementiert Bericht über Italien-Hilfe

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will das hochverschuldete Italien nicht mit Milliarden-Krediten unterstützen. Einen entsprechenden Pressebericht wies ein IWF-Sprecher am Montag zurück.
28.11.2011 - 11:02 Uhr 4 Kommentare
Doch kein Hilfspaket für das kriselnde Italien: Der IWF gibt keine Milliarden-Kredite. Quelle: dpa

Doch kein Hilfspaket für das kriselnde Italien: Der IWF gibt keine Milliarden-Kredite.

(Foto: dpa)

Washington/Frankfurt Der IWF hat einen Pressebericht über angebliche Milliarden-Hilfe für das hoch verschuldete Italien zurückgewiesen. Der IWF „befindet sich nicht in Diskussionen mit der italienischen Regierung über ein Finanzierungsprogramm“, teilte ein Sprecher des Währungsfonds am Montag mit. Er äußerte sich kurz vor einer mit Spannung erwarteten Auktion italienischer Staatsanleihen, die seit Wochen unter großem Druck stehen.

Die Turiner Tageszeitung „La Stampa“ hatte am Sonntag mit Bezug auf informierte Kreise in Washington berichtet, der IWF könne Italien mit einem Volumen von bis zu 600 Milliarden Euro unterstützen. Mit der Milliarden-Hilfe soll die neue Regierung von Mario Monti bei der Durchsetzung der notwendigen Reformen entlastet werden.

Zuvor hatten sich bereits Experten skeptisch zu dem angeblichen Hilfspaket des Währungsfonds für Italien geäußert. „Der IWF verfügt einfach nicht über die Ressourcen für ein solches Hilfspaket“, sagte der Experte Marc Chandler von der New Yorker Bank Brown Brothers Harriman & Co.

„La Stampa“ hatte berichtet, die Kredite eines solchen Italien-Programms könnten mit einer Laufzeit von zwölf bis 18 Monaten vergeben werden. Das Geld dazu könnte auch aus der Europäischen Zentralbank (EZB) kommen, hieß es weiter.

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    An den europäischen Anleihenmärkten sorgte der Pressebericht trotz des Dementis für eine deutliche Reaktion bei italienischen Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren: Im frühen Handel gab die Rendite der richtungsweisenden Papiere nach: um 0,20 Prozentpunkte auf 7,025 Prozent. Damit liegt der Zinssatz aber weiter über der kritischen Marke von sieben Prozent, bei der zuvor hoch verschuldete Eurostaaten wie zum Beispiel Portugal internationale Hilfe beantragten.

    Italien, das nach Griechenland den höchsten Schuldenstand der Eurozone aufweist, steht seit Monaten im Visier der Finanzmärkte und leidet unter einer internationalen Glaubwürdigkeitskrise. Der italienische Regierungschef und Wirtschaftsfachmann Monti will Medienberichten zufolge am 5. Dezember mit Beratungen über erste Maßnahmen gegen den Krisenstrudel beginnen.

    • dpa
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    4 Kommentare zu "Keine Kredite: IWF dementiert Bericht über Italien-Hilfe"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "IWF dementiert Bericht über Italien-Hilfe"

      Sehr gut!

    • Italien braucht weder Geld vom IWF, von der EZB, auch von uns nicht. Die haben das Acht-fache (!!) ihrer Staatschulden an privatem Geldvermögen. Also: ein Achtel "enteignen" (wer das böse Wort nicht will, dann halt Zwangsanleihen), und das Problem ist gelöst. Es ist doch einem normalen deutschen Arbeitnehmer nicht zu erklären, warum er haften soll (irgendwann über höhere Steuern), damit die Italiener in Saus und Braus leben und er, der deutsche Malocher, in den letzten Jahren real null hinzuverdient hat.

    • Es wenn es wirklich nicht stimmt, dann sollte man gegen solche Falschberichter rechtlich vorgehen. Es ist oft Betrug, um im Hintergrund durch gezielte Spekulationen Geld zu machen.

    • Der IWF-Bericht, sowie der über Elite-Bonds wurden von "interessierten Kreisen" vor Markteröffnung herausposaunt, um den Markt hochzupuschen,

      Nun sind beide als Gerüchte dementiert!


      Diese "Elite-Bonds" sind auch inzwischen DEMENTIERT!!


      Ein Regierungsvertreter hat gegenüber Reuters einen Zeitungsbericht dementiert, wonach sogenannte "Elite-Bonds" besonderes bonitätsstarker Euro-Länder erwogen werden. So ein Instrument sei auch nicht in der Diskussion für Notfälle.

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