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Keine Wahlpflicht Britisches Mehrheitswahlsystem begünstigt die Großen

Am Donnerstag entscheiden die Briten über die Zusammensetzung des Unterhauses in London. Im Folgenden einige Fakten zum Wahlsystem des Landes.

HB LONDON.

- Bei den Wahlen 2001 konnte die Labour-Partei 412 von 659 Abgeordnetenmandaten und damit eine klare Mehrheit gewinnen. Jeder Abgeordnete vertritt einen eigenen Wahlkreis. Parteilisten gibt es nicht.

- Die staatliche Wahlkreiskommission hat die Zahl der diesmal zur Abstimmung stehenden Wahlkreise auf 646 verringert, so dass zur absoluten Mehrheit 324 Abgeordnete erforderlich sind.

- Gewählt ist der Kandidat, der in seinem Wahlkreis die meisten Stimmen erhält. Die Stimmen für die anderen Kandidaten fallen unter den Tisch.

- Dies hat zur Folge, dass die Liberaldemokraten als kleinste Partei, die in vielen Wahlkreisen den zweiten Platz erzielen konnten, im Parlament nur sehr schwach vertreten sind.

- 2001 erreichte die Labour-Partei landesweit 41 Prozent der Stimmen, gewann jedoch 63 Prozent der Parlamentssitze. Experten gehen davon aus, dass die Wahlkreiseinteilung Labour auch gegenüber den Konservativen Vorteile verschafft. Eine große Zahl von Wahlkreisen umfassen städtische Labour-Hochburgen. Es wird damit gerechnet, dass die Konservativen einen deutlich höheren prozentualen Wähleranteil erreichen müssen, um die Regierung übernehmen zu können.

- In Großbritannien herrscht keine Wahlpflicht. Jeder Bürger ab 18 Jahre ist wahlberechtigt. 2001 sank die Wahlbeteiligung mit 59 Prozent auf den niedrigsten Stand seit dem ersten Weltkrieg. Bei der ersten Wahl von Premierminister Tony Blair 1997 hatte sie noch bei 71 Prozent gelegen.

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