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Kettenreaktion Portugal wappnet sich für griechische Pleite

Die Troika aus EZB, IWF und EU-Kommission signalisiert Griechenland zwar ein mögliches Entgegenkommen. Doch der portugiesische Ministerpräsident Pedro Passos Coelho bereitet sich lieber auf eine Staatspleite vor.
8 Kommentare
Für das angeschlagene Portugal könnte ein Zahlungsausfall Griechenlands drastische Folgen haben. Quelle: dpa

Für das angeschlagene Portugal könnte ein Zahlungsausfall Griechenlands drastische Folgen haben.

(Foto: dpa)

LissabonPortugals Ministerpräsident Pedro Passos Coelho befürchtet verheerende Folgen für sein Land im Falle einer Staatspleite Griechenlands. „Wir sind am Rande einer Situation großer Unsicherheit, um nicht zu sagen eines möglichen Zahlungsausfalls eines Staates“, sagte Passos Coelho am Dienstag dem Fernsehsender RTP mit Blick auf Griechenland.

„Das könnte desaströse Konsequenzen für Portugal haben, vor allem für die Finanzierung der Banken und die Wirtschaft“, ergänzte er. Es wäre unverantwortlich, würde sich die portugiesische Regierung nicht auf den Fall einer Pleite Griechenlands vorbereiten, betonte der Ministerpräsident.

Portugal war nach Griechenland und Irland das dritte Euro-Land, das Hilfen von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen musste. Das Rettungspaket hat einen Umfang von 78 Milliarden Euro.

Im Gegenzug muss die Regierung mit einem Sparprogramm das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 5,9 Prozent der Wirtschaftsleistung drücken von 9,1 Prozent 2010. „Es ist wichtig, dass das Land begreift, in welcher Notlage wir uns befinden“, sagte Passos Coelho.

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8 Kommentare zu "Kettenreaktion: Portugal wappnet sich für griechische Pleite"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Warum werden jetzt eigentlich nicht die Portugiesen beschimpft, weil sie an eine mögliche Griechische Pleite denken?
    Die FDP wurde gleich massiv beschimpft. Verkehrte Welt!
    Aber wir haben ja zukünftig Piraten in Deutschland, die uns mit Augenklappe
    und T-Shirt erzählen werden, wie es in Deutschland und in der Welt weitergeht.
    Die Grünen sind zum Teil in der Realität angekommen, nur die Wähler in Deutschland offensichtlich nicht.

  • @ Anonymer Benutzer: fdpopulismus

    Es mag ja sein, daß portugiesische Banken bzw. andere Finanzinstitute nicht direkt Gläubiger sind. Indirekt sieht das aber anders aus; EFSF, EZB und andere werden betroffen sein und entsprechend reagieren müssen.

    Es geht auch nicht um Schuldzuweisungen. Alle Gläubiger werden Verluste realisieren, die sie bei anderem Verhalten hätten vermeiden oder minimieren können. Genug Zeit war sicher, sie sollen sich also nicht beschweren.

  • @Italiano,

    vielleicht draengen Sie besser auf einen ausgeglichenen itlienischen Haushalt und die Wahl einer serioesen Regierung statt hier ein befreundetes Volk zu beleidigen, dass ihnen massiv unter die Arme greift.

  • Sehen Sie, Sie sind schon auf das Ablenkungsmanöver reingefallen. Mit Vorbereiten auf die griechsiche Pleite meint der landsmann von barroso doch nur, dass dann sein Land als nächstes abgeklappert wird von den Finanzmärkten. Die direkten Auswirkeungen einer Pleite Griechenlands auf Portugal sind gleich null, weil portugiesiche Banken so gut wie kein Greichenlandexposure haben. Aber im Falle einer Greichenlandpleite ist es natürlich einfacher die Schuld auf die für alles verantwortlichen Griechen zu schieben, als vor der eigenen portugiesichen Haustüre zu kehren. Dieser Mechanismus wird aber auch bei Portugal genaus so wenig funktionieren, wie die FDP damit punkten konnte. Für die portugiesische Haushaltssituation sind allein die Portugiesen verantwortlich und niemand anderes.

  • Coelho hat Recht, man sollte sich sich auf den Fall vorbereiten, daß Griechenland seine Staatsanleihen nicht vertragsgemäß zurückzahlt. Und das gilt nicht nur für Portugal.

    Alle Gläubiger des griechischen Staates sollten mit einem recht wahrscheinlichen Zahlungsausfall rechnen. Und die Regierungen sollten das ebenfalls tun.

    In Berlin jedoch scheint man nach dem Motto zu verfahren, daß nicht sein kann, was nicht sein darf.

  • @ walli1955,

    vielleicht meint das Handelsblatt wirklich "Griechische Pleite" das Blatt wäre nicht zum ersten Mal verleumderisch gegen ein Land aus Süd-Europa.
    Verleumdung scheint so wie so ein National-Volkssport der Deutschen zu sein, habe ich das Gefühl seit ich das Handelsblatt über Internet lesen kann.

  • „Es ist wichtig, dass das Land begreift, in welcher Notlage wir uns befinden“ sagt Passos Coelho.
    Es ist aber auch wichtig dass man begreift in Brüssel dass irgendwas am Eurokonstrukt falsch sein muss. Die kleinere schwächere Wirtschaften werden einfach durch die große und starke Wirtschaften an die Wand gedrückt. Es fehlt einfach die dazugehörige Fiskalunion.
    Alles das wäre mit einer Fiskalunion nicht passiert, da alle Haushalte dann regelmäßig von dieser geprüft würden, wenn ich "alle" sage meine ich auch alle. Von Super-Deutschland bis Malta.
    Eine Währungsunion ohne Fiskalunion ist nicht lebensfähig, vor allem dann nicht wenn der Nationalismus dazu kommt.
    Ohne Fiskalunion hätte das Deutsche Reich nicht zusammengehalten, obwohl das Nationalismusproblem nicht gab.
    Wir brauchen eine Fiskalunion. Alle Sparbemühung führen nur zu einer Art Neo-Kolonialismus und folglich Zusammenbruch der EU.

  • Da hat man eben Portugal und Irland Fortschritte in die richtige Richtung bescheinigt, zieht Portugal doch aufmerksam seine Konsequenzen aus der aktuellen Lage, viel mehr, als andere Länder und bereitet sich vor, wie auch immer ...

    In das Land hat man auch über großzügige Kreditvergabe mächtig Aufträge reingeholt, Verbesserung der Infrastruktur, wie bei vielen der jetzt obsoleten Staaten, die an ihrer ausufernden, aufgedrängten Kreditaufnahme kranken, genauso, wie man in USA zuvor jedweden zum Eigenheim verführt hat in der letzten Finanzkrise und das ist auch noch nicht ausgestanden.

    Die Ratingagentur Fitch ist überzeugt, daß Griechenland pleite geht.

    Wir ahnen das oder wissen das zwar alle, aber der EURO wird abdröseln. JP Morgan sieht den EURO am Jahresende bei 1.30/US$, wenn das mal reicht.

    Auch Goldman Sachs wettet gegen den EURO und gleichzeitig,daß ein Staat "failed". Empfehlung: CDS auf einen pleite gehenden Staat. Der Finanzmarkt bietet ja alles dies an.
    Und DIE sitzen am Hebel und bestimmen den "Markt".Merken wir, daß wir u.a. fremdbestimmt sind?

    Sowohl USA als auch Japan haben die gleichen Probleme, wenn nicht noch heftigere, aber alles konzentriert sich zZt. auf Europa, seltsam.

    Alles läuft aus dem Ruder und es ist ein Beleg für die globale Vernetzung, daß, wenn die Kurse bei uns sich bewegen, die gleiche Richtung in ganz Europa bis hin zu Rußland stattfindet.


    IWF: Weltwirtschaft in gefährlichem Fahrwasser.
    ................................................

    Aktuell:Papandreu beruft Sondersitzung ein und will noch strengeren Sparkurs durchsetzen. Die Bevölkerung geht am Krückstock. Kann man so ein Land noch auf die richtige Fährte bringen? Das kann doch nur noch einknicken.

    Wir vergessen bei alledem, wie schlimm es in USA aussieht,egal wie kreativ man dort auch sein wird. Die Schuldenproblematik hat uns alle im Griff.

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