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Kiew Tausende fordern weiter Rücktritt der Regierung

Seite 2 von 2:
Vitali Klitschko kämpft mit

Jurij Luzenko: „Das Kabinett muss gehen!“

Der Chef der oppositionellen Udar-Partei, Boxweltmeister Vitali Klitschko, rief die Demonstranten dazu auf, bis zum Rücktritt Janukowitschs das Regierungsviertel zu belagern. „Wir müssen jeden im Land mobilisieren“, rief er den Demonstranten zu.

„In der Ukraine beginnt eine Revolution“, erklärte der Chef der nationalistischen Swoboda-Partei, Oleg Tiagnibok. Er rief die Ukrainer zu einem landesweiten Streik auf. Am Montag war zunächst jedoch unklar, wie viele Menschen dem Streikaufruf folgten.

Klitschko und Tiagnibok bilden zusammen mit der Vaterlandspartei von Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko ein oppositionelles Dreierbündnis. Es will Janukowitsch zu Fall bringen, Neuwahlen erzwingen und die Ukraine wieder auf einen europafreundlicheren Kurs bringen.

Der deutsche Europaabgeordnete Elmar Brok (CDU) brachte angesichts der Situation in der Ukraine Neuwahlen ins Gespräch. Er hoffe, dass Janukowitsch die Demonstrationen in seinem Land ernst nehme und "den Weg nach Europa freimacht", sagte er im Deutschlandfunk. Wenn dies durch vorgezogene Präsidentschaftswahlen geschehe, sei dies umso besser.

Deutschland und die Europäische Union kritisierten das Vorgehen der Sicherheitskräfte. „Natürlich muss der Einsatz von Gewalt gegen friedliche Demonstranten Sorge bereiten", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Ukraine müsse die freie Meinungsäußerung und das Recht auf friedliche Demonstration schützen.

Ähnlich äußerte sich EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso bei einem Besuch in Berlin. Die Proteste seien der Tatsache geschuldet, dass viele Ukrainer ihre Zukunft in Europa sähen und enttäuscht seien, sagte er. Sanktionen gegen die Ukraine plant die EU nach Angaben einer Sprecherin von Außenkommissarin Catherine Ashton jedoch nicht.

Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen rief beide Seiten zur Gewaltlosigkeit auf und die ukrainische Führung zur Beachtung von Meinungs- und Versammlungsfreiheit auf. Gewalt sei "in einer demokratischen Gesellschaft kein gutes Mittel zur Austragung politischer Differenzen", erklärte er am Sonntagabend in Brüssel. Die Außenminister Polens und Schwedens, Radoslaw Sikorski und Carl Bildt, bekundeten in einer gemeinsamen Erklärung ihre Solidarität mit den Demonstranten.

Brexit 2019
  • dpa
  • rtr
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10 Kommentare zu "Kiew: Tausende fordern weiter Rücktritt der Regierung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Ukraine hat eine demokratisch gewählte Regierung, was die Opposition da um Klitschko versucht, ist in meinen Augen ein Aufruf zum Putsch! Ein ganz klarer Fall für den Staatsanwalt!

  • Ob 10.000 bezahlte Demonstranten tatsächlich 60 Mio vertreten können ?

  • Internationale Politik hat die Faktenlage zu evaluieren und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Sich die Ukraine einverleiben zu wollen, ist so als wolle man das russische Filestück aus dem russischen Bären herausschneiden mit der Annahme dass dieser Bär sich das gefallen lässt. Warum wohl hat man nach ende des 2 Weltkriegs einen "Cordon sanitaire" etabliert? Warum war die innerdeutsche Grenze so brisant? Die EU Chefs scheinen nichts aus der Geschichte gelernt zu haben. Eine EU-Russische Grenze mit US Amerikanischen Waffen ist für Russland ein "Casus belli". Aber das sind ja nur Peanuts für die Spinner der EU; hier fehlt wirklich das Gespür für die Großwetterlage. keines der Völker will die EU; keines der Völker durfte darüber abstimmen. Und nun glaubt sich dieses Triumphirat an der Sprengladung eines 3. Weltkrieges zündeln zu müssen. Dabei haben wir noch immer die Finanzkrise, die €-Krise; und was es sonst noch an Krisen gibt. Wie lautet das politische Dogma jedes Diktators/unfähigen Staatsführers: Haste Innenpolitisch Druck - mach Druck außenpolitisch; das reduziert den Druck im Innern auf Null. Fuzt so auch in der EU. Ein Schelm wer Böses denkt

  • Stoppt die blaue dekadente geldfressende Seuche in Europa

  • Herr Klitschko als Befreier udn Gesandter von Brüssels Gnaden. Weg mit der bauen Seuche ind Europa, weg mit den FDJ-Fahnen ...

  • Man kann nur hoffen, dass die westlich gesteuerten Terroristen bald gestoppt werden!
    USA möchten dort weitere Raketenstellungen errichten. So erklärt sich auch das Engagement der beauftragten Deutschen in der Ukraine.

  • ...immer mehr...

  • Zitat : Fortsetzung der Annäherung an die EU

    V EU Sala tozhe netu, Bratki !!!!

  • Zitat : . Sie wirft der Führung eine antieuropäische Politik vor.

    - und was ist, bitteschoen, eine europaeische Politik....?

  • Die EU-Fanatisten wollen, dass Deutschland allen wirtschaftlichen Niedergang auch dort subventioniert - mehr nicht. Was wollen die in einer EU, die schon kein Land, das heute dazu gehört, in einer Volkszählprüfung nachweislich, gewollt hätte. Verrante Schwarzmeerköpfe!!