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Kim Darroch Nach Trump-Eklat: Britischer Botschafter in den USA legt Amt nieder

Die geleakten Inhalte der Kommunikation Kim Darrochs mit der britischen Regierung haben Konsequenzen. Der Botschafter in Washington tritt zurück.
Update: 10.07.2019 - 14:09 Uhr 2 Kommentare
Der britische Botschafter in den USA tritt zurück. Quelle: AFP
Kim Darroch

Der britische Botschafter in den USA tritt zurück.

(Foto: AFP)

London Um den britischen Botschafter in Washington ist in den vergangenen Tagen ein heftiger Streit zwischen Großbritannien und den USA ausgebrochen – nun hat der Diplomat Konsequenzen gezogen: Kim Darroch hat am Mittwochmittag überraschend seinen Rücktritt eingereicht. Die britische Zeitung „Mail on Sunday“ hatte am vergangenen Wochenende vertrauliche Depeschen des Botschafters veröffentlicht, in denen dieser die US-Regierung als „dysfunktional“ und „unfähig“ bezeichnet hatte.

Mit US-Präsident Donald Trump könne man sich nur verständigen, indem man sich mit einfachen Worten und ungeschminkt ausdrücke. Dieser hatte daraufhin empört via Twitter den „bekloppten Botschafter“ als „sehr dummen Typen“ beschimpft und gleichzeitig den Brexit-Kurs von Noch-Premierministerin Theresa May kritisiert.

Der Disput stellt die Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf eine harte Probe – dabei hofft man in Großbritannien, in den USA einen gewichtigen Partner zu haben, gerade für Zeiten, in denen man nicht mehr Teil der Europäischen Union sein wird. Die britische Regierung hatte am Montag eine Untersuchung eingeleitet, um herauszubekommen, von wem die Memos durchgestochen wurden. Außenminister Jeremy Hunt warnte vor „sehr ernsten Konsequenzen“, wenn herausgefunden werde, wer verantwortlich gewesen sei.

Am Vorabend war der Disput auch Thema bei einer TV-Debatte zwischen Hunt und seinem Amtsvorgänger Boris Johnson gewesen. Beide kandidieren derzeit für den Posten des Premierministers. Während Hunt die Kommentare des US-Präsidenten scharf kritisierte, wich Johnson dem Thema aus, was für viel Diskussionen sorgte: Johnson traue sich wohl nicht, dem US-Präsidenten die Stirn zu bieten.

In einer ersten Stellungnahme nach Bekanntgabe des Rücktritts erklärte Außenminister Hunt sein Bedauern über Darrochs Schritt und betonte die Professionalität des Briten, der 42 Jahre für die Regierung gearbeitet hatte. Ende des Jahres sollte die Entsendung des Botschafters regulär enden.

Mehr: Britische Diplomaten sprechen ihr Bedauern in der Memo-Affäre aus. Gleichzeitig versucht London aber, nicht zu unterwürfig zu erscheinen.

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2 Kommentare zu "Kim Darroch: Nach Trump-Eklat: Britischer Botschafter in den USA legt Amt nieder"

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  • Nun, als dysfunktional und unfähig hat sich auch das britische Unterhaus mit seinem verkorksten "Brexit" erwiesen. Gleiches gilt für eine vielzahl an Themen, die unser Parlament "bearbeitet". Die Liste ist leider sehr lang. Mit Trump kann man aber offensichtlich so schön ablenken. Von seiner eigenen Unfähigkeit.

  • Hoffentlich eine Steilvorlage für Hunt. Denn Boris würde wie Blair den Pudel geben, als treuer Gefolgsmann.