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Kim Jong Yang Plötzlich Weltpolizist – Südkoreaner ist neuer Interpol-Präsident

Der Südkoreaner Kim Jong Yang wird neuer Präsident von Interpol. In einer hitzigen Abstimmung setzte er sich gegen den Bewerber aus Russland durch.
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Der 57-Jährige leitet ab sofort die internationale Polizeiorganisation. Quelle: AP
Kim Jong Yang

Der 57-Jährige leitet ab sofort die internationale Polizeiorganisation.

(Foto: AP)

Tokio„Unsere Welt steht vor nie da gewesenen Veränderungen, die riesige Herausforderungen für die öffentliche Sicherheit darstellen. Um diese zu bewältigen, brauchen wir eine klare Vision: Wir müssen eine Brücke in die Zukunft bauen.“ Mit diesem nur wenig konkreten Statement zitierte die internationale Polizeiorganisation Interpol am Mittwoch ihren neuen Präsidenten, der in einer hitzigen Abstimmung am Mittwoch in Dubai gewählt wurde.

Insgesamt 1 000 Vertreter aus 194 Mitgliedstaaten stimmten für Kim Jong Yang. Mit dem Südkoreaner führt nun jener Kandidat Interpol an, den sich die meisten westlichen Länder gewünscht haben. Kims Vorgänger war der Chinese Meng Hongwei, der im September mit Korruptionsvorwürfen in China festgenommen worden war. Um das noch für zwei Jahre und damit bis Ende der aktuellen Amtszeit laufende Mandat hatte sich neben Kim noch der Russe Alexander Prokoptschuk beworben.

Bei ihm bestand vor allem seitens der USA die Befürchtung, dass das Amt politisch missbraucht würde. Kim gilt als international gut vernetzt. Der 57-Jährige ist seit 1985 Polizeibeamter, machte aber schnell Karriere als Manager von Sicherheitsangelegenheiten.

Ab 2007 arbeitete er für das koreanische Generalkonsulat in Los Angeles, später agierte er bis 2015 als Chef der Polizei in Gyeonggi, einer stark bevölkerten Provinz im Nordwesten Südkoreas, die auch die Hauptstadt Seoul umkreist. Bis 2018 war Kim dann Vizepräsident von Interpol. Seitens seiner Befürworter wurde Kim als neuer Chef gelobt, er handele gesetzestreu und ohne politische Hintergedanken. Wie es sich für einen Polizisten gehört.

Wer erwartet, dass nur Polizeikarriere machen kann, wer noch kein grobes Vergehen begangen hat, wird in Gestalt von Kim allerdings eines Besseren belehrt. Wie vor fünf Jahren durch koreanische Medien aufgezeigt wurde, schrieb Kim Teile seiner Dissertation ab. Er gestand seine Fehler immerhin schnell ein. Und angesichts der Alternativen für das Amt des Interpol-Präsidenten wird man im Westen wohl über dieses Fehlverhalten hinwegblicken.

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