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Kjell-Børge Freiberg Norwegens Energieminister: „Ohne CCS geht es nicht“

Norwegen hat schon früh mit der CO2-Speicherung begonnen. Energieminister Kjell-Børge Freiberg ist sich sicher: Nur so sind die Klimaziele zu erreichen.
29.07.2019 - 16:04 Uhr Kommentieren
Norwegens Energieminister glaubt an unterirdische Speicherung von CO2 Quelle: Ilja C. Hendel/laif
Kjell-Børge Freiberg

Norwegens Energieminister glaubt an das europäische Potential des CCS-Projekts.

(Foto: Ilja C. Hendel/laif)

Oslo Ein glaubwürdiges Szenario zur Erreichung der Klimaschutzziele ist nach Überzeugung des norwegischen Energieministers Kjell-Børge Freiberg zwingend mit der unterirdischen Speicherung von CO2 verbunden.

Herr Freiberg, welche Rolle wird Norwegen bei der Diversifizierung der deutschen und europäischen Erdgasversorgung spielen?
Unser wichtigster Beitrag ist es, ein stabiler Gaslieferant für Europa zu bleiben. Norwegen deckt rund 30 Prozent des gesamten deutschen Gasbedarfs. Wir haben große Reserven, um noch lange Zeit Gas nach Deutschland zu liefern.

Lange Zeit – was bedeutet das? Wo liegen die Grenzen, und wann werden sie erreicht?
Wir sprechen von Jahrzehnten. Bisher hat Norwegen in den letzten vier Jahrzehnten erst etwas mehr als ein Drittel seiner geschätzten Gasressourcen produziert.

Deutschland hat den Kohleausstieg beschlossen. Welche Rolle spielen Gaskraftwerke als Ersatz für Kohlekraftwerke?
Eine der effizientesten Möglichkeiten, die CO2-Emissionen zu reduzieren, ist der Ersatz von Kohle durch Gas. Erdgas statt Kohle bedeutet eine CO2-Reduktion von bis zu 50 Prozent. Weltweit und auch in Europa sehen wir immer noch einen hohen Kohleverbrauch. Es ist zu begrüßen, dass Deutschland einen Schritt in Richtung Kohleausstieg macht. Ich bin sicher, dass die Bedeutung von Erdgas in Deutschland zunehmen wird.

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    Norwegen hat früh mit der CO2-Speicherung begonnen. Wird für Norwegen ein Geschäftsmodell daraus, CO2 aus anderen Ländern, etwa aus Branchen wie der Stahlindustrie, zu speichern?
    Ja, absolut. Wir alle wissen, dass es kein glaubwürdiges Szenario gibt, um die CO2-Ziele ohne den umfassenden Einsatz der Abscheidung und Speicherung von CO2 (CCS) zu erreichen. Das norwegische CCS-Projekt hat großes Potenzial für die europäische Kooperation. Tatsächlich ist eine europäische Zusammenarbeit notwendig, damit dieses Projekt funktioniert. Es ist mit einer flexiblen Transportlösung und einer flexiblen Lagerlösung konzipiert. Dies könnte der erste Schritt zur Entwicklung eines CCS-Hubs in der Nordsee sein.

    Welche CO2-Preise benötigen Sie, damit das funktioniert?
    Am Anfang sind die Kosten hoch. Aber ich bin sicher, dass wir sie deutlich senken und ein Geschäft daraus machen können. Aber das ist natürlich schwer vorherzusagen. Was wir wissen, ist, dass CCS notwendig ist, um unsere Klimaziele zu erreichen.

    Es sind zwei Stromkabel von Norwegen nach Deutschland geplant. Welche Rolle spielen diese Kabel für den Strommarkt?
    Deutschland und Norwegen werden davon profitieren. Norwegische Wasserkraft ist ein ausgezeichneter Anbieter von Flexibilität für das europäische Stromnetz. Mit wachsendem Anteil von Wind und Sonne an der Stromerzeugung werden die beiden Kabel immer wichtiger. Ebenso kann Norwegen an Tagen mit viel Wind oder Sonne Überschussproduktion aus Deutschland importieren.

    Mehr: Norwegen ist Pionier beim Verpressen von Kohlendioxid in alte Öl- und Gasfelder. Die CCS genannte Technologie ist nicht unumstritten.

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