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Klima Konzerne fordern EU-Plan zur Dekarbonisierung des LKW-Verkehrs

Bis 2050 soll der Warenverkehr auf Europas Straßen dekarbonisiert sein. In spätestens zwei Jahren soll die EU-Kommission einen Vorschlag für die CO2-Standards vorlegen.
15.07.2020 - 00:01 Uhr Kommentieren
Bis 2050 soll der Warenverkehr emissionsfrei sein. Quelle: dpa
Lkws

Bis 2050 soll der Warenverkehr emissionsfrei sein.

(Foto: dpa)

Brüssel Lastwagen sollen in der Europäischen Union bald emissionsfrei fahren, wenn es nach einer ganzen Reihe von europäischen Unternehmen geht: Eine Allianz von Firmen – von der Deutschen Post über Michelin bis hin zu Konsumgütergiganten wie Nestlé und Unilever sowie eine Reihe von Speditionen – fordert von der EU-Kommission einen verlässlichen Plan, damit der Warentransport auf Europas Straßen bis zum Jahr 2050 dekarbonisiert wird.

Mit einer entsprechenden Bitte haben sich die 18 Unternehmen an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gewandt. Sie fordern beispielsweise die „Einführung einer speziellen EU-Förderregelung mit Zuschüssen zur Förderung des Straßengüterverkehrs“. Finanzielle Unterstützung soll es etwa bei der Installation von Ladestationen in Depots oder beim Kauf von emissionsfreien Fahrzeugen geben. Die Firmen machen sich auch für eine „bedeutsame Maut-Ermäßigung“ für emissionsfreie Lastwagen stark.

Die Unternehmen haben sich in Sachen Klima- und Verkehrspolitik in der Plattform mit dem Namen „European Clean Trucking Alliance“ (ECTA) organisiert, um ihre Ziele besser durchzusetzen. Die Allianz beschäftigt nach eigenen Angaben 1,6 Millionen Menschen und erzielt Gesamterlöse von 325 Milliarden Euro.

Bei der EU-Kommission laufen die auf den internationalen Warenverkehr angewiesenen Unternehmen grundsätzlich offene Türen ein. „Mit dem europäischen Green Deal als Kompass kann die Allianz die Entwicklung hin zu einem emissionsfreien Güterverkehr für eine gesündere Zukunft und eine stärkere Wirtschaft beschleunigen“, sagte Frans Timmermans, Vizepräsident der EU-Kommission und Kommissar für Klimaschutz.

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    Von der Leyen hatte im vergangenen Dezember ihren Fahrplan für das klimaneutrale Europa bis 2050 präsentiert. Der Green Deal der Brüsseler Exekutive sieht zahlreiche Investitionen über unterschiedliche Branchen vor. Dorthin sollen Fördermittel im zwei- bis dreistelligen Milliarden-Euro-Bereich fließen.

    Das neue Bündnis fordert von der EU-Kommission, bis spätestens in zwei Jahren einen Vorschlag für die CO2-Standards im Lastwagenverkehr vorzulegen. Der Lkw-Verkehr ist in Europa für 22 Prozent des gesamten Ausstoßes an Kohlendioxid verantwortlich. Die Zeit zum Handeln drängt. Denn nach Angaben der Konzerne soll sich der Lastwagenverkehr innerhalb der nächsten drei Jahrzehnten verdoppeln.

    Auch andere Branchen betrachten die EU-Klimaziele als unternehmerische Chance. Der Maschinen- und Anlagenbau erwartet laut einer Studie, bis 2050 weltweit rund zehn Billionen Euro zusätzlichen Umsatz mit klimaschonenden Technologien wie effizienteren Elektromotoren, Recyclinganlagen oder Windrädern und Elektrolyseuren zu erwirtschaften.

    Mehr: Die Maschinenbaubranche steckt tief in der Coronakrise. Doch die gesamte Wirtschaft muss CO₂ senken – das birgt gewaltiges Potenzial, etwa im Anlagenbau.

    • hps
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