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Klimaaktivistin Die USA sind Greta Thunbergs größte Herausforderung

Die Klimaaktivistin geht zu ihrer ersten Freitags-Demo vor dem UN-Gebäude in New York. Doch es ist eine schwierige Aufgabe, die Amerikaner vom Klimaschutz zu überzeugen.
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Bei der Freitags-Demo in New York fällt die 16-Jährige kaum auf. Quelle: AP
Greta Thunberg

Bei der Freitags-Demo in New York fällt die 16-Jährige kaum auf.

(Foto: AP)

New York Hunderte Schüler und Studenten haben sich diesen Freitag in New York versammelt, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Die Sprechchöre vor dem UN-Gebäude in New York sitzen. „Was wollen wir? Klimagerechtigkeit. Wann wollen wir das? Jetzt“, skandieren sie. Und: „Wir sind unaufhaltbar. Wir kämpfen für eine bessere Welt.“ Und: „Die Meeresspiegel steigen, also erheben wir uns.“

Mitten unter den Demonstranten: Greta Thunberg. „Schulstreik für das Klima“ steht in schwedisch auf dem Schild, das sie mitgebracht hat. Die 16-jährige Aktivistin sitzt auf dem Boden, nur ab und zu stimmt sie schüchtern in die Gesänge mit ein. Und doch ist sie der Star.

Es ist Gretas Thunbergs erste Freitags-Schulstreik in den USA. Genau genommen ist es auch kein Schulstreik, weil die New Yorker Schulen erst kommende Woche wieder beginnen.

Erst diesen Mittwoch ist Greta mit ihrem Schiff Malizia in die North Cove Marina am Südzipfel Manhattans unweit der Wall Street eingesegelt. In drei Wochen wird sie auf dem Klimagipfel der UN sprechen.

„Ich demonstriere seit einem Jahr jeden Freitag für das Klima, egal wo ich bin. Und da ich jetzt hier bin, demonstriere ich natürlich auch hier“, sagt sie in die Kameras. Mit der Aktion diesen Freitag wollen die Organisatoren vor allem für die Großdemonstration am 20. September werben, die am Rande der Generalversammlung in New York stattfinden soll.

Klimawandel-Skeptiker USA

Doch während Greta Thunberg die Unterstützung der Vereinten Nationen sicher ist – auf den letzten Metern wurde sie sogar von UN-Schiffen begleitet – sieht die Lage in den Vereinigten Staaten anders aus.

Das Phänomen Greta ist in den USA längst nicht so bekannt wie in Deutschland oder Europa. Im Weißen Haus sitzt mit Donald Trump ein Skeptiker, der die menschliche Verantwortung für den Klimawandel abstreitet. Die von ihm besetzte Leitung der Umweltagentur Epa senkt derzeit Umweltstandards und erst diese Woche hat Trump verkündet, auch in Alaska massiv Bäume roden zu wollen.

Beim G7-Gipfel hat der US-Präsident auf die Teilnahme an einem Klima-Treffen verzichtet, weil er sich die die fossilen Brennstoffe in den USA nicht von „Träumen“ verbieten lassen wolle.

Auf Seiten der Demokraten wird im Vorwahlkampf zwar ab und zu über Klimawandel gesprochen. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt der „New Green Deal“, den die junge Demokratin Alexandra Ocasio-Cortez vorgeschlagen hat. Die New Yorkerin Cortez hat Greta auch per Twitter begrüßt: „Willkommen, Greta! Wir sind so stolz auf dich!“ Aber die Demokratin bleibt damit eine der wenigen, die sich dem Thema annehmen.

Die USA sind nach den arabischen Staaten und Australien das Land mit dem höchsten CO2-Ausstoß pro Kopf. Einmal-Verpackungen, Coffee-To-Go im Plastikbecher prägen auch die Straßen rund um das UN-Gebäude, vor dem Greta nun demonstriert. Immerhin haben die Stadt New York und der Bundesstaat zuletzt sehr ehrgeizige Ziele beschlossen, die Emissionen zu reduzieren und auf alternative Energien umzustellen.

Greta selbst hat schon bei ihrem Landgang diesen Mittwochnachmittag gesagt, sie werde immer wieder auf Trump angesprochen. Aber der Präsident höre doch nicht einmal auf die Wissenschaftler. „Warum sollte er auf mich hören?“

Vielleicht gibt es jedoch Hoffnung – auch auf Seiten der Amerikaner: Nach einer Umfrage von Glocalities sind auch US-Amerikaner besorgt über den menschlich verursachten Schaden für den Planeten. Dem stimmten auch unter den US-Republikanern 58 Prozent zu – elf Prozent mehr als vor fünf Jahren. Und bei den jungen Republikanern waren es sogar 67 Prozent – zehn Prozent mehr als vor fünf Jahren. Wenn Trump die nächsten Wahlen gewinnen will, könnte Umweltschutz vielleicht doch noch ein Thema werden.

Mehr: Die Jugend demonstriert gegen den Klimawandel, die Grünen sind im Umfragehoch. Für Deutschlands Firmen wird ein ökologisches Image immer wichtiger.

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1 Kommentar zu "Klimaaktivistin: Die USA sind Greta Thunbergs größte Herausforderung"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Diese gehypte und unqualifizierte CO2-Diskussion kann ich einfach nicht mehr hören.
    Natürlich sollten wir mit unserem Handeln möglichst wenig die Umwelt belasten, aber doch nicht 40 oder 80 oder 100 Mrd. Euro in Deutschland ausgeben für Null Einfluss auf das Weltklima.

    Niemand schreibt über den Plastikmüll in den Weltmeeren, was wirklich direkten und einflussbaren Einfluss auf das Öko-System im Meer hat.
    Übrigens - ich bin für den Weltfrieden und keiner schreibt darüber - dabei wären das Faktoren, die wir ebenfalls beeinflussen können.
    Wir sollten Geld investieren, um mit dem seit Jahrmillionen vorhandenen Klimawandel umzugehen und vorzusorgen. Holzhäuser in einem Hurrikan Gebiet jedes Jahr neu zu bauen ist provokant "wenig hilfreich".

    Allen einen schönen Tag und lassen Sie sich nicht von den ständigen Psydo-Katastrophen runterziehen.
    Nachdenken - Fakten prüfen - im täglichen Kümmern - ist wichtiger als ständig im Krisenmodus sich verrückt zu machen.,

    Peter Michael

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