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Greta Thunberg

Die 16-jährige Schwedin reist mit der Bahn vom Klimagipfel in Madrid nach Hause – und nutzt dabei auch die Deutsche Bahn.

(Foto: dpa)

Klimagipfel Thunberg berichtet von „überfüllten deutschen Zügen“ – Bahn stellt Situation anders dar

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg fährt mit der Bahn von Spanien zurück nach Schweden. Als sie in einen ICE steigt, macht sie offenbar eine Erfahrung, die vielen Bahnkunden bekannt vorkommt.
15.12.2019 Update: 15.12.2019 - 15:22 Uhr 3 Kommentare

Madrid Nach monatelangem Reisen und zwei Atlantik-Überquerungen auf Segeljachten ist die Klimaaktivistin Greta Thunberg nach eigenen Angaben auf dem Weg nach Hause – „in überfüllten Zügen durch Deutschland“, wie sie auf Twitter schrieb.

Dazu postete die 16-jährige Schwedin am Samstag ein Foto, das sie mit viel Gepäck auf dem Boden eines ICE zeigt. „Und ich bin endlich auf dem Heimweg!“, schrieb sie. Die Deutsche Bahn reagierte am Sonntagmorgen: „Wir wünschen Greta eine gute Heimfahrt. Und arbeiten weiter hart an mehr Zügen, Verbindungen und Sitzplätzen“, twitterte sie.

Am Sonntagsmittag legte die Bahn mit weiteren Tweets nach.

Recherchen zum Reiseverlauf hätten ergeben, dass Thunberg bei ihrer Zugfahrt durch Deutschland auch einen Sitzplatz in der Ersten Klasse benutzt habe. Demnach reiste Thunberg von Frankfurt nach Hamburg – zwischen Kassel und Hamburg auf einem Sitzplatz in der Ersten Klasse, wie die Bahn am Sonntag mitteilte.

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    Mittlerweile hat Thunberg auf die Anmerkungen der Deutschen Bahn reagiert. Ihr Zug von Basel aus sei ausgefallen, weshalb sie im Anschluss in zwei verschiedenen Zügen auf dem Boden gesessen habe, schrieb die junge Schwedin am Sonntag auf Twitter.

    Hinter Göttingen habe sie schließlich einen Sitzplatz erhalten. „Das ist natürlich kein Problem und ich habe niemals gesagt, dass es eines wäre.“ Sie konnte der Situation auch etwas Positives abgewinnen: „Überfüllte Züge sind ein großartiges Zeichen, weil das bedeutet, dass die Nachfrage nach Bahnreisen groß ist“, twitterte sie.

    Thunberg lehnt es ab zu fliegen, weil dabei besonders viele Treibhausgase ausgestoßen werden. Über den Atlantik war sie zweimal gesegelt, unter anderem hatte sie sich mehrmals bei der Weltklimakonferenz in Madrid zu Wort gemeldet. Am Freitag hatte sie auf der Durchreise von Madrid zurück in die Heimat noch einen kurzen Zwischenstopp im italienischen Turin eingelegt und auf einer Demonstration gesprochen.

    Viele Nutzer auf Twitter reagierten amüsiert auf das Foto Thunbergs – denn Spott über die Bahn, Zugverspätungen und überfüllte Züge gibt es dort viel. „Stell dich auf Verzögerungen ein“, warnte jemand. Ein anderer kommentierte: „Willkommen in Deutschland, der öffentliche Transport hier ist ein Chaos...“

    Die Bahn warb just am Sonntag damit, dass es zum Fahrplanwechsel mehr Züge und mehr Fahrten gebe. Klimafreundliches Reisen werde damit noch attraktiver. Der bundeseigene Konzern spielt eine wichtige Rolle auch im Programm der Bundesregierung für mehr Klimaschutz. Die Bahn hat aber immer noch große Probleme mit Verspätungen und Engpässen im Netz.

    Mehr: Die Weltklimakonferenz in Madrid hat sich am Sonntag nach einer 40-stündigen Verlängerung auf einen Kompromiss geeinigt.

    • dpa
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    3 Kommentare zu "Klimagipfel: Thunberg berichtet von „überfüllten deutschen Zügen“ – Bahn stellt Situation anders dar"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • So sind sie halt die jungen Klimaaktivisten. Jammern auf höchstem Niveau. Mit Upper Class Smartphone sich beschweren, dass man im ICE nach einem Zugausfall keinen Sitzplatz bzw. erst ab Göttingen einen bekommen hat, obwohl man doch 1. Klasse gebucht hat. Die Bahn hat sehr gut reagiert.
      Ja, man mutet, nein man verlangt von den Menschen in der täglichen Rushhour ein eingequetschsein in den öffentlichen Nahverkehrsmittel, nur selber möchte man das nicht haben.
      Wir sehen das auch bei den Grünen. Die Grünen sind die größten Vielflieger im Bundestagi Für sich selber nur das Beste, den andern, vor allem dem Volk wird ein spartanische Lebensweise und Enthaltsamkeit gepredigt. Eine verlogene Klima-Bande.

    • das Einzige was hier dümmlich ist , ist leider Ihr Beitrag.. Wenn der Zug ausfällt tut er dies meistens auch für die erste Klasse. Für Ersatz bzw. Folgezüge gilt Ihre Reservierung dann nicht mehr..

    • Tut mir leid, Frau Thunberg, aber ich halte das für eine dümmliche Propaganda-Story. Mit einem 1. Klasse-Fahrscheinkauf wurde mir bis jetzt immer auch eine Platzreservierung angeboten, es sei denn, es ist kein unreservierter Platz mehr frei. Und dann kann doch die DB nichts dafür, wenn Sie auf eigenes Risiko trotzdem einsteigen und keiner der Inhaber der reservierten Plätze den Zug versäumt.
      Das wird in Schweden und irgendwo sonst auf der Welt nicht anders sein. Oder muß für Sie die betreffende Bahnverwaltung dann halt einen zusätzlichen Erster-Klasse-Wagen anhängen ...?

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