„Klimakanzlerin” Merkel Bis 2015 soll der Weltklimavertrag stehen

Trotz Energiewende: Sogar beim selbsternannten Klimaschutz-Vorreiter Deutschland steigen wieder die CO2-Emissionen. Bei einer internationalen Klima-Konferenz fordert Kanzlerin Merkel rasche Entscheidungen.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte 2007 den Eqi Gletscher bei Ilulissat in Grönland. Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besuchte 2007 den Eqi Gletscher bei Ilulissat in Grönland.

(Foto: dpa)

BerlinAngela Merkel hat die Weltgemeinschaft aufgefordert, bis 2015 einen für alle Staaten verbindlichen Vertrag zur Treibhausgas-Minderung abzuschließen. „Warten ist keine Option“, sagte die Bundeskanzlerin am Montag beim Petersberger Klimadialog in Berlin, einer Konferenz mit rund 35 Staaten.

Selbst wenn alle Industrieländer ab morgen kein Kohlendioxid (CO2) mehr ausstoßen würden, sei eine Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad nicht mehr zu erreichen. Daher müsse bis 2015 ein Abkommen zustande kommen, das für über 190 Staaten ein verbindliches Minderungsziel festlegt. Geplant ist, dass ein solcher Klimavertrag bis 2020 in Kraft treten soll.

„Nichtstun bedeutet, dass es uns insgesamt viel, viel teurer kommt“, sagte Merkel, die vor der Finanz- und Eurokrise den Klimaschutz zu einer ihrer Hauptprioritäten erklärt hatte. Die Kanzlerin betonte, es gebe viele Einzelinitiativen, etwa die Einführung eines Handels mit Verschmutzungsrechten in Kalifornien oder eine Eindämmung der Abholzung in Brasilien. Notwendig sei, dass daraus ein starker Strom werde, der den Druck auf alle Staaten erhöhe, um bis 2015 bei der UN-Klimakonferenz in Paris zum Abschluss zu kommen.

Aber selbst in Europa gab es zuletzt mehr Rückschläge statt Fortschritte. So führt der derzeitige Preisverfall im Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten dazu, dass Kohlestrom lukrativ bleibt - selbst in Deutschland stiegen 2012 trotz mehr Wind- und Solarstroms die CO2-Emissionen erstmals seit langem wieder um zwei Prozent. Unternehmen müssen dabei für jede Tonne CO2 Ausstoßrechte kaufen.

Das Europaparlament hatte jüngst eine Verknappung der Zertifikate abgelehnt, um den CO2-Ausstoß wieder zu verteuern. Merkel räumte ein, dass es schon in der Bundesregierung keine klare Haltung hierzu gebe. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ist gegen einen Markteingriff, Umweltminister Peter Altmaier (CDU) dafür.

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19 Kommentare zu "„Klimakanzlerin” Merkel: Bis 2015 soll der Weltklimavertrag stehen"

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  • Deutschland will dem Rest der Welt vorschreiben, daß CO2 zu vermeiden ist. Gleichzeitig will man auch die CO2-freie Kernkraft abschaffen und übt regelmäßig entsprechenden diplomatischen Druck aus (insbesondere gegenüber den Nachbarländern Frankreich, Tschechien, Belgien, Schweiz) nachdem man bei den anderen schon mit der Abschalt-Wut "fertig" ist (genannt sei die ehem. DDR, Litauen, Slovenien, Ukraine). Die irrwitzige Kombination aus diesen beiden Öko-Programmen nennt sich dann "Energiewende". Vielleicht wird Energiewende einmal ein internationales Schimpfwort, so wie die international berüchtigte "german Angst".

  • Die Temperaturen in der Südpolarregion reichen im Winter hinunter bis zu minus 87 Grad.

    Wenn im Sommer die antarktische Eiskappe abschmelzen würde, müßte es dort Quellen, Bäche und Flüsse geben, Seen und große Ströme - sowie am Ende der letzten Eiszeit hier in Süddeutschland.

    Vielleicht fragen Sie Ihren Sohn oder Tochter, wie der größte Fluß in der Antarktis heißt. Vielleicht haben die das in den klimaverrückten Schulen ja schon gelernt!

    Das ist spannend - ich freue mich auf Ihre Antwort!

  • Herr Schemutat, bitte riechen Sie den Braten!

    Fernsehsender und Zeitungen versuchen, ihre Einschaltquoten und Auflagen zu steigern, und die Öko-Angstindustrie (um solche handelt es sich) macht ihre Umsätze durch Verbreitung von Angst. Wissenschaftler bekommen Geld für Forschungsprojekte nur noch dann, wenn sie ideologisch gewünschte Botschaften verbreiten. Im Fall "Klima" und BMBF (Bundesforschungsministerium) haben ich das über mehrere Jahre hinweg selbst durch entsprechende Anfragen nachgeprüft.

    Wenn Sie also irgendwo lesen, "Forscher" hätten im Zusammenhang mit dem "Klima" wieder irgendeine Gefahr entdeckt, dann gehen Sie davon aus, daß solche Aussagen die Familien einiger Akademiker ernähren, inhaltlich aber mit einer hohen Wahrscheinlichkeit anfechtbar sind. So gibt es mit Sicherheit im Zusammenhang mit dem seit vielen Jahrzehnten schwelenden Konflikt um die Region Kashmir keinerlei Bezug zu einem Wasserproblem.

    "Umwelt" ist ein abstrakter Begriff, der der Irreführung dient. Man sollte konkret benennen, was man meint. CO2 zum Beispiel dient den Pflanzen als Nahrung, und Windräder verschandeln die Landschaft, stören das Wohlbefinden von Menschen und Wildtieren, und töten Fledermäuse und Vögel. Wenn man das Umwelt- und Nachhaltigkeitsgeschwafel beiseiteläßt und nach den konkreten Wirkungen fragt, dann klären sich auch viele Bewertungen.

  • In den Schaltzentralen der Macht ist es doch schon längst Gewissheit, dass das Klima in Hundert Jahren die Erde massiv verändern wird. Dann noch das knappe Phosphat Problem, dass in wenigen Jahren die Lebensmittelherstellung massiv beeinträchtigt oder gar stoppt. Weiterhin das Wasserproblem das zu Kriegen führen kann z.B zwischen Pakistan,Indien und China im Himalaja-Gebiet. Man kann nicht alles aufführen, aber neben allen anderen Gefahren auf und um den Planeten, glaubt doch keiner das wir auch nur die kleinste Chance haben, auf Dauer zu überleben wenn es so weiter geht. Aber allein
    in Asien mit den meisten Bewohnern, wird die Umweltverschutzung bis zum Exitus weiter gehen. Auch die Klimakanzlerin ist da leider machtlos.

  • wer seine umwelt schädigt der hat es verdient in einem müllhaufen zu leben, leider sind auch die menschen davon betroffen die sich diesem problem annehmen und bewusster leben , zum thema bis 2015, ja lieber morgen als heute ist nur zu menschlich und unsere nachkommen werden sich auch noch dafür bedanken das wir ihnen den ganzen müll hinterlassen haben... auf ein langes leben

  • Merkel will, daß Deutschland das Weltklima rettet!
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    Aber die "bösen" Polen wollen das nicht; sie haben viele Kolekraftwerke. Auch Indien, China, Brasilien und die USA wollen nicht mitspielen.
    Und deshalb werden in "Dumm"Deutschland funktionierende Kraftwerke verschrottet und dafür "Vogelschredderanlagen", PV, und "Güllegas" gefördert.
    Deshalb bezahlen wir auch einen dreifachen höheren Stompreis als Frankreich, und soga einen vierfach höheren als die USA. Aber das kleine Deutschland rettet die Welt!
    Si tacuisses, philosophus mansisses.

  • Lieber @Rechner, es geht darum, daß der behauptete CO2-Wirkungszusammenhang nicht existiert - es handelt sich dabei um einen sehr alten Wissenschaftsirrtum, der zu einem Zeitpunkt, als er bereits widerlegt war, plötzlich als politisch nutzbarer Angstmacher entdeckt und in verschiedenen Staaten schrittweise in die Mainstream-Politik übernommen wurde.

    Es gibt ein paar physikalisch zutreffende und extrem leicht verständliche Argumente gegen das CO2-Erderwärmungsmärchen. Das einfachste liegt in der tatsächlichen Funktion des "Kühlsystems" der Erde. Paradoxerweise sind es die "Treibhausgase", die unseren Planeten KÜHLEN. Sie erwärmen ihn also nicht! 70 Prozent der ins All abgestrahlten Energie haben ihren Ausgangspunkt in den Molekülen der IR-aktiven Gase ("Treibhausgase"). 13 Prozent stammen von den Oberseiten der Wolken, und lediglich 17 Prozent direkt vom Erdboden (diese Zahlen stammen nicht von mir, sondern ergeben sich aus zwei Aufsätzen von Jeffrey Kiehl und Kevin Trenberth, die beide Lead-Autoren des IPCC sind.)

    Wir haben die wichtigsten Zusammenhänge vor ein paar Monaten in einem auch für Schüler verständlichen Papier zusammengestellt, daß wir auch der Handelsblatt-Redaktion anempfehlen: "Der Treibhauseffekt: Schlimme Gefahr - oder nur ein Märchen?"



  • Sagt Merkel die Wahrheit? Oder macht Merkel das, wofür sie einst im SED-Staat ausgebildet worden war, nämlich "Agitation und Propaganda"?

    War Merkel in den letzten Monaten in Deutschland, weiß sie, was "weiße Ostern" bedeutet?

    Wir machen die Probe auf's Exempel und fragen nach dem "2-Grad-Ziel". Die Erde soll sich durch vom Menschen freigesetztes CO2 ohne weiteres Zutun um 2 (oder mehr) Grad erwärmen können.

    Wie jedermann weiß, strahlen heiße Gegenstände (Herdplatte, Gartengrill), ständig Energie ab. Heizt man sie nicht ständig nach, kühlen sie entsprechend schnell aus. Kühlen sie aus, sinkt die Abstrahlung ab.

    Für die Erde gilt das auch. Unser Planet strahlt ständig Energie ins Weltall ab, mit der angenehmen Konsequenz, daß wir hier nicht verglühen. Steigen die Temperaturen aber im Sinne einer "Erderwärmung" an, nimmt die Abstrahlung ins Weltall zu. Denn diejenige Materie, deren Strahung das Weltall tatsächlich erreicht, wird im Falle von "Erderwärmung" natürlich wärmer.

    Nehmen wir nun, eine Erderwärmung um 2 Grad hätte tatsächlich stattgefunden. Dann würde die Abstrahlung ins All steigen, und zwar um ca. 3 Prozent. Statt dem, was die Physiker ein "Fließgleichgewicht" nennen (Einstrahlung gleich Abstrahlung ins All gleich 100 Prozent) hätten wir jetzt immer noch 100 Prozent Einstrahlung von der Sonne aber etwa 103 Prozent Abstrahlung ins Weltall.

    Jedem, der schon einmal ein Bankkonto beobachtet hat, sollte sofort klar werden, daß hier etwas nicht stimmt. Die Erde KANN NICHT in einen Zustand springen, indem sie ständig mehr Energie abgibt, als sie von der Sonne nachgeliefert bekommt.

    In unserem Grundsatzreport "Rettung vor den klimarettern", der damals auch allen "bürgerlichen" Abgeordneten inkl. Merkel zugeleitet worden war, hatten wir das bereits 2009 verständlich für alle erläutert.

  • Nun..auch bei einer globalen Temperaturerhöhung um 2°C würde die Antarktis, Durchschnittsinlandstemperatur -58°C nicht schmelzen, sondern die Eismasse gem. diverser Berichte zunehmen.

    Herausfordernder ist, dass sich die Dichte des Meerwassers mit steigender Temperatur vermindert und der Meeresspiegel etwas ansteigt.

    In der mittelalterlichen Warmzeit hat sich das Meer einiges Land in Ostfriesland geholt in der späteren Kleinen Eiszeit konnten die Menschen Land gewinnen.

    Insgesamt müsste man bei einer globalen Temperaturerhöhung um 2°C die Küstenlinie aufgeben, oder Schutzmassnahmen treffen.

    Horrorszenarien sind angesichts der historischen Temperaturschwankungen nicht angebracht.

    Vandale

  • Bei einem Abschmelzen der Eiskappen in Grönland, Alaska und Antarktis würden ja noch etwa 60% - 70% von Deutschland übrig bleiben.

    Nur eine Frage: haben Sie einmal ein Glas Wasser beobachtet, in dem ein Eiswürfel schwimmt und geschaut was passiert, wenn der Eiswürfel geschmolzen ist?

    Steigt der Wasserspiegel dann oder sinkt er?!

    So viel zu den "Überflutungen"!!

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