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Klimakonferenz Verlängerung in Kattowitz: Kampf gegen die Erderwärmung geht weiter

Die Klimakonferenz im polnischen Kattowitz geht in die Verlängerung. Und noch ist alles offen: ein Scheitern, aber auch ein Erfolg des Gipfels.
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In dem Regelbuch zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens steht geschrieben, dass die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzt werden soll. Quelle: dpa
Weltklimagipfel in Kattowitz

In dem Regelbuch zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens steht geschrieben, dass die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzt werden soll.

(Foto: dpa)

KattowitzTrotz erfahrener Verhandler: auch diese internationale Klimakonferenz geht wohl in die Verlängerung. In der Nacht zum Freitag legte die polnische Präsidentschaft den ersten zusammenfassende Textentwurf – 140 Seiten – für eine Abschlusserklärung vor, an der jetzt weiter gearbeitet werden muss. „Es ist noch Unzufriedenheit da, aber es sieht gut aus“, erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) am Freitagmorgen.

Die Aufregung war groß, als sich am Donnerstag kurzzeitig das Gerücht verbreitete, die Verhandlungen der 196 Staaten und der EU könnten um mehrere Tage verlängert werden – eine Fehlinformation. Verhandler rechnen jedoch mit einer Verlängerung bis Samstagmorgen, Nachtsitzung inklusive.

Am schwierigsten sind nach wie vor die Gespräche über das sogenannte Regelbuch zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. In der französischen Hauptstadt war Ende 2015 das internationale Klimaabkommen geschlossen worden. Dieses sieht eine Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad, besser 1,5 Grad, vor. Es fehlen aber Beschlüsse darüber, wie die Emissionen in den einzelnen Staaten gemessen und verglichen werden können, um auf diese Weise für Transparenz zu sorgen.

Transparenz gilt als Voraussetzung dafür, dass die Welt beim Klimaschutz entscheidend vorankommt und sich die Staaten nicht unablässig misstrauisch beäugen, was sie im Kampf gegen die Erderwärmung tun.

Doch beim Regelbuch gibt es teilweise sehr unterschiedliche Vorstellungen bei dem, was und wie offengelegt werden sollte – vor allem zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. Verhandler sprechen jedoch von der Bereitschaft zu „konstruktiven Gesprächen“ auf allen Ebenen.

Alle wissen: das Regelbuch ist der Dreh- und Angelpunkt in Kattowitz. Seit Paris, seit drei Jahren, wird an dem Regelbuch gearbeitet. Wenn es in Kattowitz keine Einigung geben sollte, würde die Staatengemeinschaft beim Klimaschutz um Jahre zurückgeworfen. Wahrscheinlicher ist es darum, dass einige Punkte ausgeklammert und nachverhandelt werden.

Die Menschen - auch in Deutschland - erwarten zudem, dass sich die Regierungen bewegen. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov für das Handelsblatt. So ist eine Mehrheit von 60 Prozent der Befragten der Meinung, dass Deutschland nicht genug für den Klimaschutz tut. Lediglich 28 Prozent sind anderer Meinung. 12 Prozent sind unsicher.

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