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Klimaschutz EU-Kommission plant offenbar Verschärfung der CO2-Einsparziele für Neuwagen

Brüssel will laut Medienberichten strengere Vorgaben machen. Der deutsche Automobilverband VDA lehnt derartige Pläne umgehend ab.
11.09.2020 Update: 11.09.2020 - 20:56 Uhr Kommentieren
Im Jahr 2030 sollen Neuwagen laut einem Bericht nun 50 Prozent weniger CO2 ausstoßen, und nicht wie bislang geplant 37,5 Prozent. Quelle: dpa
Verkehr auf der A7

Im Jahr 2030 sollen Neuwagen laut einem Bericht nun 50 Prozent weniger CO2 ausstoßen, und nicht wie bislang geplant 37,5 Prozent.

(Foto: dpa)

Berlin Die EU-Kommission plant Medienberichten zufolge die Verschärfung ihrer Einsparvorgaben für den Schadstoffausstoß bei Neuwagen. Im Jahr 2030 sollten diese nun 50 Prozent weniger CO2 ausstoßen, und nicht wie bislang geplant 37,5 Prozent, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag vorab. Das gehe aus einem Papier zur Verschärfung der Klimaschutzpläne hervor, das nächste Woche vorgestellt werden solle.

Die Pläne würden auch die Option vorsehen, den Verkehrs- und Gebäudesektor in das europäische Emissionshandelssystem zu integrieren, so die Zeitung. Das könne etwa den Treibstoff für Benziner oder Diesel deutlich verteuern.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen will nächste Woche einen Vorschlag für ein drastisch verschärftes Klimaziel für 2030 machen: Statt einer Senkung der EU-Treibhausgase um 40 Prozent sollen 55 Prozent erreicht werden. Dazu hat die Kommission eine Machbarkeitsstudie erstellt, einschließlich Zahlen für den Autoverkehr. Ein Dokument mit einem Hinweis auf die Berechnungen lag der dpa vor. Die Echtheit wurde in Brüssel bestätigt.

Die EU-Kommission wollte zu dem Bericht der „SZ“ indes nicht Stellung nehmen. Eine EU-Beamtin verwies lediglich darauf, dass konkrete Vorschläge für neue Flottenvorgaben für Autos im Juni 2021 zu erwarten seien. Neben neuen Emissionsstandards gebe es weitere Stellschrauben zur Senkung der Verkehrsemissionen, etwa neue Treibstoffe oder Antriebsarten.

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    In der Autoindustrie stoßen die Pläne für schärfere Vorgaben auf Widerstand. „Wir stehen zu den vereinbarten, sehr ambitionierten Zielen“, erklärte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Freitagabend. „Eine weitere Zielverschärfung bis 2030 lehnt die deutsche Autoindustrie allerdings entschieden ab.“ Sie berücksichtige in keiner Weise den dramatischen Konjunktureinbruch und die Folgen der Corona-Krise, die die Industrie zusätzlich zum eigenen Umbau unter Druck setzten. Der Marktanteil von E-Autos müsse dann bei 50 Prozent liegen. Derzeit liege der Marktanteil bei Neuzulassungen bei 7,2 Prozent.

    Die deutsche Autoindustrie hatte schon zuvor gewarnt, die Branche durch schärfere EU-Klimaziele nicht zu überfordern. Sie steht mitten in einem schwierigen Wandel hin zu alternativen Antrieben und immer mehr Internet im Auto. Vor allem mittelständische Zulieferer hängen noch am Verbrenner. Sie leiden zudem unter der Absatzflaute in der Corona-Pandemie. Jobs stehen auf dem Spiel.
    Auf einem Autogipfel mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstagabend hatten Politik und Wirtschaft beschlossen, die Einrichtung eines Transformationsfonds zu prüfen. Firmen sollen mit Eigenkapital gestärkt werden, um in E-Mobilität und Digitalisierung investieren zu können. Die Koalition hatte im Juli höhere Kaufprämien für E-Autos beschlossen und damit den Absatz angekurbelt.

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hatte am Freitag aber zugleich einen Kurswechsel in der Klimapolitik vollzogen und will Deutschland nun auf einen tiefgreifenden Wandel vorbereiten.

    Mehr: Studie: Wer über Glasfaser streamt, kann das mit gutem Klimagewissen tun.

    • rtr
    • dpa
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