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Klimaschutz Neue EU-Klimaziele 2030 sind laut Studie nur mit großer Mühe machbar

Die Verschärfung der EU-Klimaziele würde zu einer drastischen Energie- und Verkehrswende führen, so eine neue Studie. Es wäre aber umsetzbar.
22.06.2020 - 00:44 Uhr 2 Kommentare
Die EU-Kommission will die Treibhausgase um bis zu 55 Prozent senken. Im EU-Parlament stehen bis zu 65 Prozent zur Debatte, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Quelle: dpa
Windräder in Niedersachsen

Die EU-Kommission will die Treibhausgase um bis zu 55 Prozent senken. Im EU-Parlament stehen bis zu 65 Prozent zur Debatte, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

(Foto: dpa)

Brüssel Die erwogene Verschärfung des EU-Klimaziels für 2030 bedeutet einer Studie zufolge eine drastische Energie- und Verkehrswende. So müssten in zehn Jahren 60 bis 88 Prozent aller Neuwagen ohne klimaschädliche Abgase fahren, wolle die Europäische Union ihre Treibhausgase um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 drücken, heißt es in der Studie im Auftrag der European Climate Foundation.

Bei einem Klimaziel von minus 65 Prozent wären es 93 Prozent klimafreundliche Neuwagen. Auch in Gebäuden, Fabriken, Kraftwerken und der Landwirtschaft wären für beide Szenarien große Anstrengungen nötig.

Bisher hat sich die EU für 2030 eine Senkung der Treibhausgase um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 vorgenommen. Noch in diesem Jahr soll der Wert verschärft werden. Die EU-Kommission visiert ein neues Ziel von minus 50 bis 55 Prozent an. Im EU-Parlament stehen bis zu 65 Prozent zur Debatte, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

Die am Montag veröffentlichte Studie prüft systematisch die Machbarkeit eines 55- und eines 65-Prozent-Ziels und kommt zu dem Schluss: Beides wäre umsetzbar. Beim 55-Prozent-Ziel gäbe es zwei Varianten – eine, die auf sehr raschen Einsatz neuer Technologien setzt, und eine, die mit erheblicher Verhaltensänderung der Bürger rechnet. Bei einem 65-Prozent-Ziel müsste beides kombiniert werden.

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    In beiden Fällen stünden große Veränderungen an. Beispiele: Die Gewinnung von Strom aus Kohle müsste von zuletzt 470 Terawattstunden beim 55-Prozent-Ziel bis 2030 auf höchstens 50 Terawattstunden gedrückt werden, beim 65-Prozent-Ziel sogar nur auf 25. Jedes Jahr müssten 2,3 bis 3,5 Prozent der Wohngebäude so umfassend modernisiert werden, dass anschließend rund 80 Prozent weniger Energie gebraucht wird. Fleischkonsum müsste um elf bis 30 Prozent sinken.

    Die EU-Kommission arbeitet an einer eigenen Folgenanalyse, die im September vorliegen soll. Dann folgt ein Vorschlag für das neue Klimaziel, auf das sich EU-Staaten und EU-Parlament verständigen müssten.

    Mehr: „Schon wieder veraltet“: Berlin reicht Klimaplan mit halbem Jahr Verspätung in Brüssel ein

    • dpa
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    2 Kommentare zu "Klimaschutz: Neue EU-Klimaziele 2030 sind laut Studie nur mit großer Mühe machbar"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Selbstverständlich müssen wir endlich AUFHÖREN unseren Strom aus Kohle, Gas, Erdöl oder Atom zu generieren. Und es ist machbar: dezentrale, mobile, selbstladende, kostengünstige Neutrino-Technologie, der Star aller neuen Energienutzungen macht es möglich: Die Neutrinovoltaic wird die Photovoltaic Ergänzen und Ablösen, denn sie kann unendlich Strom generieren 24h x 365Tage. Neben den Energien aus Wind, Wasser, Wasserstoff und Solar bietet diese innovative Technologie grösste Vorteile. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group für die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos ist jetzt machbar. Die auf der Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Sie sind in der Lage, sowohl Geräte als auch einzelne Haushalte und Elektroautos ohne Anschluss an eine zentrale Stromversorgung vollständig mit Strom zu versorgen. Mobile und dezentrale Haushaltsenergie sowie unendliche Reichweiten für die Elektromobilität werden unser Leben weltweit positiv wandeln. Deutsche Ingenieure, Russische Investoren und bald an der amerikanischen Börse zum Ende des Jahres, wird NeutrinoInside mit dieser sensationelle emissionsfreien Energienutzung weltweit begeistern. Stellen Sie sich nur vor: Haushaltsgeräte, Computer, Telefone funktionieren komplett ohne Kabel und Steckdose. Elektroautos brauchen nie wieder Ladestationen und können unendlich ohne Stop fahren. Weltweite Energienachfrage kann mit Neutrino-Energy überall konsequent gelöst werden. Prof.G.Krause beschreibt dieses Ewige Licht in seinem neuen Buch. Die Moskauer Uni lässt ihn dazu Unterrichten - es werden neue Berufszweige und Ausbildungen entstehen. Neutrino-Energy wird jeden begeistern - sie ist unsere Zukunft.

    • In so einer Situation über die Verschärfung des Klimaschutzes, der auch schon vorher ambitioniert war, erschließt mir nicht.
      Wir haben gerade erst noch eine Krise zu lösen und schon wird - künstlich - eine neue produziert.
      Spricht sehr für die Fachkompetenz und den Weitblick des politischen Führungspersonals der EU-Bürokratie.
      Ein trauriges Bild - in Brüssel lebt man offenbar in einer Luftblase, die mit der Realität der Normalos nichts mehr zu tun hat.
      Frau v.d.Leyen hat bisher nicht dadurch geglänzt, erfolgreich ihre Aufgaben erfüllt zu haben. Warum sollte das jetzt besser werden.
      Die Umsetzung der Grundverträge der EU (Schengen, Maastricht + Co) wären wohl zu langweilig.
      Das Geld anderer Leute rausschmeißen und umverteilen macht mehr Spaß.

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