Klimawandel: 4,5 Millionen Dollar für zivilen Ungehorsam: Wer finanziert die Klimaaktivisten?
Das internationale Netzwerk „Climate Justice Programme“ hat die renommierte Klimarechtsanwältin Rode Verheyen 2002 gegründet.
Foto: ImagoEs ist acht Uhr morgens Ortszeit, als Franziska Elmer den Signal-Video-Call in ihrer Wohnung in Playa del Carmen, einem Ort an der mexikanischen Karibikküste, annimmt. Zu sehen ist eine fröhlich ausschauende Frau, von Beruf Meeresbiologin, die erforscht, ob man mit einer bestimmten Algenart CO₂ speichern und der Atmosphäre entziehen kann. In diesem Gespräch geht es aber ums Geld – Geld für den globalen Klimakampf.
Die gebürtige Schweizerin gehört zu „Scientist Rebellion“ (SR), einer weltweit agierenden Gruppe von Aktivisten aus dem Wissenschafts- und Forschungsbereich, die zivilen Ungehorsam leistet. Ähnlich wie die „Letzte Generation“ in Deutschland oder „Just stop Oil“ in Großbritannien kleben sie sich auf Straßen fest, blockieren Brücken, Banken oder politische Einrichtungen.
Franziska Elmer verantwortet bei SR die Arbeitsgruppe Finanzen. „Scientist Rebellion“ ist in kürzester Zeit von einer völlig unbekannten Organisation zu einem einflussreichen Player in der globalen Klimakampf-Szene geworden. Mit einer Handvoll Leuten fing es im September 2020 an, mittlerweile sind es mehr als 1500 Leute weltweit und rund 150 in Deutschland.