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Klimawandel Klima-Institut empfiehlt EU die Sanierung von einer Million Häusern

Um die Klimaziele zu erreichen, müsse Deutschland Milliarden in Gebäude investieren. Bis 2025 sollten eine Millionen Häuser saniert werden.
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Zehn Millionen Dächer sollten zusätzlich Solarzellen erhalten, so die Denkfabrik Agora Energiewende. Quelle: dpa
Zwischenspeicher für Solarenergie

Zehn Millionen Dächer sollten zusätzlich Solarzellen erhalten, so die Denkfabrik Agora Energiewende.

(Foto: dpa)

BerlinIm Kampf gegen den Klimawandel empfiehlt die Denkfabrik Agora-Energiewende der EU milliardenschwere Zusatz-Investitionen und die Gebäude-Sanierung im großen Stil. Bis 2025 sollten eine Million Häuser energetisch saniert werden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Konzept des Instituts für die Klimaziele. Darüber hinaus sollten zehn Millionen zusätzliche Dächer Solarzellen erhalten.

Da der Einsatz von Kohle bis 2030 um die Hälfte reduziert werden müsse, sollten die betroffenen Bergbauregionen Hilfen erhalten. Ein Ansatz, der sich auch in den Empfehlungen der deutschen Kohlekommission findet. Insgesamt müsse die EU bis 2030 in den klimafreundlichen Umbau rund ein Fünftel mehr investieren.

Damit würden aber die Wirtschaft angekurbelt, mehr als eine Million Jobs geschaffen und zudem Kosten etwa für Importe und Gesundheit reduziert. Insgesamt würden so auch im bisherigen System Kosten in ähnlicher Höhe fällig sein.

Das EU-Parlament wird im Mai neu gewählt und anschließend auch die EU-Kommission neu bestimmt, sozusagen die Regierung der EU. Sie muss dann sicherstellen, dass die festgelegten Klimaziele für 2030 auch erreicht werden. Vorgesehen ist, dass der Treibhausgas-Ausstoß der Gemeinschaft um 40 Prozent gegenüber 1990 sinkt. Allerdings wird die EU auch unter Druck stehen, die Ziele noch einmal zu verschärfen.

Der Pariser Weltklimavertrag sieht vor, dass die Länder 2020 ihre Ziele noch einmal unter die Lupe nehmen und nachlegen, um den Anstieg der Erd-Temperatur auf unter zwei Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Die Agora-Energiewende hält eine Einsparung von 50 Prozent für machbar. Der neue EU-Haushalt müsse dem dann aber Rechnung tragen. Zudem müssten Kerntechnologien wie die Batteriezellen-Produktion einen Schwerpunkt in Europa bekommen.

Die Erzeugung von klimafreundlichen Gasen wie Wasserstoff müsse zudem etwa über eine Mindestquote gefördert werden. Die alternativen Kraftstoffe sind gerade für den Flug- und Schiffsverkehr wichtig, der anders als der Autoverkehr kaum elektrifiziert werden kann. Die Agora hat sich zum Ziel gesetzt, die Energiewende wissenschaftlich zu begleiten und eine effiziente Umsetzung zu ermöglichen. Sie berät die Bundesregierung in verschiedenen Kommissionen.

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  • rtr
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1 Kommentar zu "Klimawandel: Klima-Institut empfiehlt EU die Sanierung von einer Million Häusern"

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  • Sehr geehrte Damen u. Herren = Bürger der EU,
    SIE leben im Zeitalter von BIG Data/ BIM 7 + GIS.... = Digitaler Zwilling und Industrie4.0.
    Pakt man das alles in einer Software zusammen = 5.0 = Simulationen.
    So ist das Fazit:
    Die alten Gebäude (und nicht schützenswerten) - welche noch keine bis sehr wenig Kunststoff- Dämmung haben:
    Abbrechen, recyclen und mit besseren und variablen Wohnformen, grün+smart+autark mit dem recycelten Baumaterial -einfach - NEU BAUEN.
    Im einzelnen: Planung DIGITAL über BIM 7 inklusive GIS und im VR-LAB mit transparenten Zahlen den Nutzern/Bauherrn/Banken/Investoren/ Behörden bis Mitbürgern kommuniziert und abgesprochen.
    Die Herstellung über eine Baustelle4.0 = Bauteil-Roboterarm-Feldfabrik4.0.
    Macht zusammen:
    Herstellungskosten von 1.000,00 bis 1.500,00 € pro m² Wohnfläche mit nur noch 1/3 an Bauarbeitern möglich.
    ERGO: „ warum schwierig und kompliziert wenn es auch einfach geht?“
    MfG